Kyo wa kaisha yasumimasu. Der mittlerweile acht Bände umfassende Manga Kyo wa kaisha yasumimasu. von Mari Fujimura erscheint seit 2011 in Shueishas Cocohana-Magazin und erweist sich in Japan als einer der derzeitigen Bestseller im Josei-Bereich.

Im vergangenen Jahr inspirierte das Werk ein J-Dorama mit Haruka Ayase, Hiroshi Tamaki und Sota Fukushi in den Hauptrollen. Weshalb Kyo wa kaisha yasumimasu. so populär ist und mit was der Titel aufwartet, dem gehen wir in diesem Artikel auf dem Grund.

Die 33-jährige Hanae Aoishi arbeitet hart, hat jedoch keinen festen Freund. Noch dazu verpasste sie stets die Möglichkeit ihre Jungfräulichkeit zu verlieren, weil Hanae Männer stets analysiert und bei jedem kleinsten Zweifel einen Rückzieher macht.

An ihrem Geburtstag geht die junge Frau mit ihren Kollegen auf eine Trinkparty. Darunter ebenso der 21-jährige Yuto Tanokura, welcher in Hanaes Unternehmen nebenberuflich arbeitet, sie demzufolge normalerweise nicht oft sieht. Dieser hat sich gerade erst von seiner Freundin getrennt und dennoch scheint er Hanaes Charakter zu durchschauen. Yuto konfrontiert sie mit dem Thema »fester Freund«, daraufhin wird Hanae sentimental und betrinkt sich.

Am Tag darauf staunt Hanae nicht schlecht, als sie nackt neben Yuto in einem Hotel aufwacht und einen Blackout hat. Total verunsichert, ob sie ihre Jungfräulichkeit an einem 21-Jährigen verloren hat, sucht Hanae das Weite. Sie erfährt später, dass die beiden einvernehmlichen Sex hatten und Yuto ist ganz offensichtlich daran interessiert, weiterhin mit ihr auszugehen. Hanae gehen mehrere Gedanken durch den Kopf, so redet sie sich ein, dass eine Beziehung zu einem jüngeren Typen niemals gut enden könne. Des Weiteren ist Yuto punkto Liebe erfahrener als die junge Frau. Wie sich diese Beziehung entwickeln wird, das solltet ihr selber lesen.

Warum ich Mari Fujimuras Kyo wa kaisha yasumimasu. gerade älteren Frauen ans Herz legen möchte ich leicht gesagt: Die Mangaka spricht in der Geschichte alltägliche Problematiken an, mit denen sich 30+ Frauen identifizieren können, die mitten im Leben stehen und bei denen die große Liebe aber noch nicht eingeschlagen hat. Manch einer schreckt eventuell zurück, wenn er von einer 33-jährigen Protagonistin hört, die noch Jungfrau sein soll. Aber die Erklärung dafür klingt durchaus plausibel. Hanae entpuppt sich zwar als unerfahren in Sachen Liebe, allerdings nicht als super naiv und leichtgläubig. Die junge Frau weiß, was sie will, ist aber im Zeigen von Emotionen zu unsicher.

Mit dem 21-jährigen und weitaus erfahrenen Yuto geht Hanae trotz vieler Bedenken eine Beziehung ein, was in der Story, die sich größtenteils im Slice-of-Life-Bereich bewegt, für kleine witzige Momente sorgt. Für den Leser mag sich jedoch die Frage in dem Raum werfen, ob der Junge tatsächlich die Wahrheit gesagt hat, was die gemeinsam verbrachte Nacht angeht. Hanae ist stets hin und her gerissen wegen des Altersunterschieds, verschließt sich daher anfangs Yuto gegenüber, dennoch fühlt sie sich zu ihm hingezogen, öffnet sich schließlich mehr und mehr. Kleine Charakterentwicklungen nimmt der Leser demzufolge schon in Band 1 wahr. Hanaes Umwelt bekommt selbstverständlich ihre Veränderung mit und so findet der gleichaltrige Kollege Yu sie plötzlich interessant, womit Yuto einen Liebesrivalen erhält und die Story an Dramatik gewinnt.

Bisher umfasst Mari Fujimuras Kyo wa kaisha yasumimasu. acht Bände. Ein besonderer Hingucker sind auf allen die Cover-Illustrationen, welche attraktiv und filigran ausgearbeitet wurden. In den Innenseiten sind die Gesichtsproportionen der Charaktere manchmal etwas schief, aber dennoch ist das Design eine Marke für sich. Insgesamt kann man Fujimura-senseis Artwork ein wenig mit dem von Io Sakisaka (Blue Spring Ride) vergleichen. Der Fokus liegt in den Zeichnungen auf ausdrucksstarke Figuren, die Hintergründe arbeitete die Mangaka kaum aus.

Mari Fujimuras Josei-Manga Kyo wa kaisha yasumimasu. hat in Japan bereits viele begeisterte Fans. Von der Thematik her spricht der Titel eher Leserinnen im Alter 30+ an. Die Story kommt sicherlich mit allseits bekannten Romance-Elementen daher. Allerdings sprechen die authentischen Figuren und alltäglichen Situationen aus dem Berufs- sowie Privatleben – mit denen man sich identifizieren kann – durchaus dafür, einen Blick in dieses Werk zu riskieren. Kombiniert mit ein wenig Humor und vielen Knistermomenten können Romantik-Liebhaber mit Kyo wa kaisha yasumimasu. nichts verkehrt machen. Bleibt abzuwarten, ob dieser Josei-Manga auch in den deutschsprachigen Raum gelangt.

Kyo wa kaisha yasumimasu. 1 © 2011 Mari Fujimura/Shueisha Inc.

Gina
ich bin eine ziemlich durchgeknallt aber ruhige Manga-Leserin der 30+ Generation :3

3 Kommentare

  1. Ohhh das hört isch mal super interessant an! *__*
    hab von dem Manga bisher nichts gehört, aber ich glaub, der spricht mich voll an XD Das wär echt cool, wenn der nach Deutschland kommen würde!

    • hab mir den nur zufällig rausgepickt und er ist wirklich schön zu lesen <3. Vielleicht was nettes für TOKYOPOP ^_^? *mal fein dort in den Wunschthread poste* ^o^

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