Games

Die Tales-Reihe: Games mit Welten voller Mysterien

Die Tales-Reihe gehört weltweit zu einer der beliebtesten JRPG-Serien. Sie werden seit Beginn von Bandai entwickelt und veröffentlicht. Am 27. Januar 2017 soll der neuste Ableger mit dem Titel, Tales of Berseria, in Europa erscheinen. Grund genug für uns, einen kleinen Überblick über das Franchise zu präsentieren.

Haupttitel und Spin-offs

© BANDAI NAMCO Games Inc.

1995 veröffentlichte Bandai das erste Spiel Tales of Phantasia für die Super Famico. Drei Jahre später schaffte es das Spiel dann auf die PlayStation. Amerika und Europa mussten satte 11 Jahre warten, ehe Tales of Phantasia auch hierzulande für den Game Boy Advance auf den Markt kam. Die Titel erschienen bisher nur auf der PlayStation durchgängig. Tales of Vesperia schaffte es sogar aus unerklärlichen Gründen nur auf der Xbox 360 nach Europa. Mit Tales of Zestiria erschienen bisher in Japan insgesamt 15 Haupttitel, demnach ist Tales of Berseria der 16.

Tales of Link / © Bandai Namco Entertainment

Doch Bandai war auch mit den Spin-Offs ziemlich fleißig. Rund 18 Spiele erschienen mittlerweile in Japan, doch nur Tales of the World: Radiant Mythology, Tales of Symphonia: Dawn of the New World und Tales of Link kamen zu uns nach Europa. Die restlichen Titel haben den Sprung über den großen Teich leider nicht geschafft. Dabei wären sie sicherlich genauso erfolgreich gewesen, wie ihre Haupttitel. Doch selbst von denen haben es fünf nicht nach Europa geschafft.

Kein JRPG ohne Story

© Bandai

Natürlich gehört zu einem guten JRPG auch immer eine fesselnde Storyline. Die Länge variiert dabei meistens zwischen 10 und 50 Spielstunden, das kommt immer ganz darauf an, wie viel Zeit man sich lässt. Die Tales-Titel orientieren sich an einer Storyline, die mit rund 30 Stunden gespickt ist. Es liegt natürlich an dem Spieler, wie gut seine Fähigkeiten sind, welchen Schwierigkeitsgrad er wählt und ob er durch die Geschichte durch rennt oder auch die Nebenaufgeben mitnimmt. Dabei lässt sich Bandai entweder neue tolle Geschichten einfallen oder bringt zu Titeln, die besonders gut laufen, sogar Erweiterungen raus. So wie bei Tales of Xillia, zu dem ein zweiter Teil erschien, der die alten Charaktere zusammen mit neuen Gefährten in ein weiteres Abenteuer schickt.

Das neue Tales of Berseria, soll sogar im gleichen Universum wie Tales of Zestiria spielen. Einige der Charaktere aus Zestiria, kommen auch in Berseria vor. Der neue Ableger bewegt sich zeitlich allerdings vor der Story von Sorey und seinen Freunden. Einige Ereignisse, die bedauerlicherweise in Zestiria nicht aufgeklärt wurden, werden im neuen Ableger wieder aufgegriffen. Dies soll für einen Aha-Effekt sorgen, der allerdings für Spieler von Zestiria einen kleinen bitteren Beigeschmack hat. Dieses Konzept der Verbindung von Tales-Titeln ist bei Bandai nicht neu. Bereits bei Tales of Phantasia und Tales of Symphonia haben die Entwickler etwas Ähnliches probiert. Allerdings war die Verbindung zwischen den beiden Titeln nicht so stark wie bei Tales of Zestiria und Tales of Berseria. Doch dass ehemalige Tales-Charaktere in anderen Teilen auftauchen, ist keine Neuheit: Sophie Lhant aus Tales of Graces  bekam auch einen Auftritt in Tales of Zestiria. Dafür gibt es noch so einige weitere Beispiele.

Das grundlegende Kampfsystem der Spiele

Bandai Namco Games

Obwohl sich Bandai für das Kampfsystem immer mal wieder neue Dinge ausdenkt, bleibt das Prinzip zum größten Teil in allen Ablegern gleich: Es können immer 4 Charaktere an einem Kampf teilnehmen. Dabei übernimmt der Spiele die Rolle des von ihm ausgewählten Charakters. Der Anführer, den man durch die Welt steuert, muss allerdings nicht der selbe sein, den man auch im Kampf lenkt. Bei einigen Games wie Tales of Xillia oder Tales of Symphonia können sogar 4 Spieler die Steuerung der Figuren im Kampf übernehmen. Allerdings funktioniert dieser Multiplayer-Modus einzig und allein während eines Battles. Im normalen Verlauf der Story kann weiterhin nur ein Charakter gesteuert werden.

In neueren Teilen wurde das reine Line-Motion-Battle-System außer Kraft gesetzt. Das heißt: mit dem Drücken einer festgelegten Taste, kann der Spieler mit seinem Kämpfer nun frei über das Spielfeld laufen und so den gegebenen Platz besser ausnutzen. Das ist vor allem für heilende Figuren ein großer Vorteil. Sie können so dem Gegner fern bleiben und trotzdem ihren verletzten Kameraden helfen.

© Bandai

Natürlich besitzt jeder Charakter seine eigenen speziellen Fähigkeiten, die individuell eingesetzt werden können. Alle bedienen sich dabei sogenannten Artes. Um diese einzusetzten, benötigt man Technikpunkte oder Serienkapazitäten. Ohne diese können die Artes nicht eingesetzt werden. Die Artes unterscheiden sich dann wiederum in physische Artes oder magische Artes. Zum Schluss können auch mystische Artes angewendet werden. Seit Tales of Symphonia muss dazu das Überlimit aktiviert werden. Dieses lädt sich im Verlauf des Kampes auf, wenn man Treffer erlangt oder Schaden erleidet. Mystische Artes sind dabei die stärksten Angriffe, fügen einem Feind großen Schaden zu und werden zudem noch von einer tollen animierten Sequenz begleitet.

Kochen macht das Kämpfen leichter

© Bandai

In älteren Teilen der JRPG-Spiele ist es dem Spieler möglich, verschiedenste Gerichte zu kochen. Diese können Statuswerte für eine bestimmte Zeit anheben, LP und MP oder Krankheiten heilen. Dazu benötigt man allerdings Rezepte und Zutaten. Rezepte findet man entweder im Verlauf des Spiels, oder erhält sie vom Wunderkoch. Er tritt in einigen der Spiele auf und versorgt euch mit guten Kochideen. Zutaten können ganz normal im Shop gekauft, oder unterwegs gesammelt werden.

In neueren Games der Tales-Serie, können nur noch fertig gekochte Gerichte gekauft und gefunden werden. Sie haben allerdings die gleiche Aufgabe. Sie variieren vor allem in der Größe und bestimmen daher die Dauer der Anwendung.

Die Speichermöglichkeiten der Tales-Spiele

Tales of Berseria / © Bandai Namco

In der heutigen Zeit ist Autosave bei Entwicklern und Fans etwas sehr Beliebtes. Man muss nicht selbst ans Speichern denken und läuft so nicht Gefahr, dass man nach einem Game Over den verlorenen Teil neu Spielen muss.

Doch seit dem erstem Titel, hat Bandai nie eine Autosave-Funktion in die Spiele eingebunden. Jeder muss also daran denken, regelmäßig zu speichern. Wer es vergisst, wird es sicher nach dem zweiten oder dritten Mal lernen. In den Tales-Spielen sind die Speicherpunkte sehr großzügig verteilt. Meistens befindet sich in Städten und Dungeons direkt zu Beginn ein Speicherpunkt. Besondere Speichermöglichkeiten füllen dann auch die LP und MP wieder auf. Diese findet man vor allem an Orten, an denen ein Bosskampf bevorsteht. In Tales of Hearts zum Beispiel, bekam der Spieler auch die Möglichkeit, während er über die Weltkarte läuft, beliebig zu speichern. Dies ist zwar nur dort möglich, kann aber sehr praktisch sein.

Mehr Gald und Objekte durch Nebenaufgaben

Auch in der Welt der Tales-Reihen kann der Spieler einige Nebenaufgaben annehmen. Diese können in den Pausen der Hauptstory erledigt werden, oder sogar parallel. Das Erledigen dieser Missionen bringt nicht nur neue Objekte, sondern auch ordentlich Gald (Tales-Währung). Gald benötigt der Spieler immer, ansonsten kann er weder in Gasthäusern übernachten, noch neue Waffen, Objekte oder Ausrüstungen kaufen. Daher sollte man immer offen dafür sein, ab und zu mal eine kleine Aufgabe abzuschließen.

Kleine Plaudereien erhalten die Freundschaft

© Bandai

Ein weiteres tolles Element der Reihe sind die Plaudereien. Erreichen die Charaktere eine bestimmte Stelle, kann der Spieler sich eine Unterhaltung zwischen einigen Charakteren anhören. Dabei greifen sie Themen von lustigen bis ernsthaften Dingen auf. Dies liegt vor allem auch daran, an welchem Punkt der Storyline man sich befindet. Sie geben aber auch neue Informationen zu den einzelnen Figuren preis, die man so im normalen Spielverlauf nicht erfahren würde. Es lohnt sich daher immer, ein offenes Ohr zu haben.

Natürlich gibt es noch wesentlich mehr in den Spielen zu entdecken, und deshalb sollte jeder der JRPGs mag, auf jeden Fall einen Blick in die Tales-Serie werfen. Sie sehen toll aus, machen viel Spaß und die Charaktere sind immer individuell gestaltet… und wer den Hauptcharakter nicht mag, kann jederzeit die Steuerung eines anderen Gruppenmitglieds übernehmen.

Vielleicht auch interessant

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.