Einfluss von Games auf Kinder und Jugendliche

Video Games gehören in der heutigen Zeit zu der modernen Kultur und spielen für Kinder sowie Jugendliche eine große Rolle.

Ein Großteil der Umsätze weltweit werden mit Games eingenommen. Insgesamt 76 Milliarden US Dollar Umsatz wurde 2015 mit Videospielen und den Verkauf von Konsolen gemacht. Im Jahr 2016 rechnen Experten mit einem Umsatz von 82 Milliarden US Dollar. Die Geschichten aus noch immer umstrittenen Medium werden mittlerweile auch für Filme wie World of Warcraft oder Assassin’s Creed genutzt. In Japan bekommen manche Games sogar komplette Anime Serien.

Häufigkeit

Bitkom führte 2014 eine Umfrage durch und befragte 962 Kinder und Jugendliche dazu, ob sie manchmal oder sogar häufiger zu Videospielen greifen. 94% der 12 bis 13 Jährigen nutzen mindestens einmal in der Woche Videospiele als Freizeitbeschäftigung. 93% sind es bei den Kindern von 14 bis 18 Jahren . Zu den beliebtesten Spielen gehören Klassiker wie Super Mario, Mario Kart oder die Sims. Doch auch Spiele wie World of Warcraft und Call of Duty erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und das Publikum dieser Spiele wird zunehmend jünger. Trotz der vorgegebenen Altersfreigabe von 18 Jahren für die Ego-Shooter Call of Duty oder Modern Warfare.

Einfluss von Shootern

2013 beendete die Iowa State University in Ames USA eine dreijährige Studie mit rund 3.000 Schulkindern der dritten bis achten Klassen. Die Forscher beobachteten, welchen Einfluss Ego-Shooter auf die Kinder hatten, die diese regelmäßig am PC oder der Konsole konsumierten. Über die Zeit hinweg stellten sie fest, dass diese Kinder in Konflikten ein aggressiveres Denkmuster annahmen und auch außerhalb der virtuellen Realität ruppigere Spiele spielten. Das Geschlecht ist dabei unerheblich. Das Verhalten während des spielens prägt sich bei Kindern in der Entwicklung besser ein, vor allem wenn dieses Verhalten regelmäßig ist. Forscher vergleichen dies mit dem erlernen einer Sprache oder eines Musikinstruments. Über die Zeit stumpfte es sie auch gegenüber gewalttätigeren Szenen ab.

Teamplayer

Doch Ego-Shooter können auch einen positiven Effekt haben. Die sogenannten Mulitplayer Modi sorgen dafür, dass Spieler gemeinsam als Team gegen andere Teams antreten müssen. Hierbei gilt es für sein Team möglichst viele Punkte zu sammeln und sie so zum Sieg zu führen. Eine andere Studie beweist, dass Spiele die im Team gespielt werden einen positiven Einfluss auf das sozialverhalten von Kindern und Jugendlichen hat. Ob es sich hierbei um einen Shooter oder ein anderes Teamplayerspiel handelt ist dabei irrelevant. Die Kinder lernen auf ihre Teammitglieder acht zu geben, ihnen zu helfen und miteinander zu kommunizieren und sich abzusprechen. Dies fördert nicht nur das Teamgefühl in den virtuellen Spielen, sondern auch in realen Alltagssituationen wie in einer Klasse oder in einem Sportverein.

Eltern sollten daher ihre Kinder im Auge behalten und auf die Altersfreigaben von Videospielen achten. Auch ältere Geschwister, denen der Zugang zu diesen Spielen bereits erlaubt ist, sollten darauf achten, die jüngeren Familienmitglieder nicht unbedingt mitspielen oder dabei zusehen zu lassen.

Spielerisch lernen

Games sollen Kindern Spaß machen. Daher bedienen sich auch schon seit längerer Zeit einige Spieleentwickler dieser Tatsache und erstellen Lernspiele für Kinder. Spielerisch werden Ihnen Allgemeinwissen, Mathemathik und Sprache vermittelt. Dieses Konzept ist auch in einigen Schulen angekommen, die sich bereits mit Tablets und Computer ausgestattet haben. Kinder und Jugendliche wollen in der heutigen Zeit immer Online sein und sind sehr stark mit der digitalisierten Welt verbunden. Es existieren bereits viele Internetseiten, die sich auf derartige Spiele orientiert haben. Für die Eltern ist es so leichter zu überwachen, was für Spiele ihre Kinder am Computer spielen. Für ältere Kinder und Jugendliche eignen sich vor allem normale Games für Computer und Konsole mit Rätselelementen. Sogenannte Puzzle-Games und Mystery-Games wie Sherlock Holmes fordern das logische Denken des Spielers, sind grafisch ansprechend gestaltet und mit einer spannenden Geschichte gespickt.

Immer Online in Videospielen

Spieler sind immer Online. In der heutigen Zeit ist es egal welche Games man sich kauft oder downloaded, es wird meistens eine gut funktionierende Internetverbindung benötigt. Computerspiele werden über die Plattform Stream erworben und alle Daten und Spielereignisse darin geteilt. Auch auf den Konsolen wie der Playstation 4 ist es seltener möglich, Spiele offline zu spielen. Alle Informationen die die Kinder und Jugendlichen in Spielen sammeln, werden in Netzwerken öffentlich geteilt. Um dies zu fördern werden moderne Games seit einigerzeit mit Trophäen oder Errungenschaften ausgestattet. Spieler können diese Sammeln, wenn sie die gegebenen Voraussetzungen dafür erfüllen. Im Internet zu zeigen, wie gut sie ein Spiel beendet oder welche Schwierigkeitsgrade sie gemeistert haben, ist vielen enorm wichtig geworden.

Wenn Regelmäßig zur Sucht wird

Nicht nur Ego-Shooter können einen negativen Einfluss auf Kinder und Jugendliche haben. Seit mehreren Jahren ist auch das Thema Sucht, im Bereich der Videospiele, ein großes Thema. Multiplayer Online Spiele wie World of Warcraft wecken in Spielern ein Suchtpotential. Vor allem Jugendliche die im realen Leben weniger soziale Kontakte zu altersgleichen Freunden haben, sind dafür sehr anfällig. World of Warcraft ist ein reines Online Spiel, dass 2015 rund 6 Millionen Abonnenten weltweit zählt. In Spielen wie diesen müssen Spieler sogenannte Quests bei NPCs annehmen. NPCs sind Non-Player Character, die von den Unternehmen in der Welt der Onlinespiele platziert werden und nur zum verteilen von Quests dienen. Quests sind die Missionen, die die Spieler abschließen müssen, um ihre Level zu erhöhen, neue Fähigkeiten zu aktivieren und Ausrüstungen zu erhalten.

Einige dieser Aufgaben können nur im Team abgeschlossen werden, dafür dienen die Gilden. Eine Gilde kann von einem Spieler eröffnet werden und andere können sich diesen anschließen. Hier beginnt der Drang und das Muss zum spielen. Für Spieler von World of Warcraft sind Gilden äußerst wichtig. Man findet darin soziale Kontakte, Teammitspieler und auch Anerkennung. Doch um in einer gefragten Gilde zu sein, müssen die Spieler täglich online kommen um Quests abzuschließen. Durch den Drang Teil einer Gilde zu sein und diese sozialen Kontakte und Erfolge zu erhalten, opfern einige Spieler ihre realen sozialen Kontakte. Auch die Schule, Ausbildung und Arbeit kann zu einer Nebensache werden. Selbst essen, schlafen und trinken wird immer öfters vergessen. Daher führten viele Suchtkliniken auch eine Therapie gegen Computerspielsucht ein. Hierbei steht vor allem die Resozialisierung in die Familie und Gesellschaft im Vordergrund. Auch in Japan ist die sein immer größer werdendes Problem, da sich einige Jugendliche garnichtmehr aus ihren Zimmern begeben und dort ihren Online-Games nachgehen.

Meinung der Redakteurin

Videospiele können auf Kinder und Jugendliche sowohl positive als auch negative Einflüsse haben. Eltern sollten kontrollieren was für Games ihre Sprösslinge an dem Computer und der Konsole spielen. Die Altersfreigabe auf den Spielen sollten auch nicht leichtfertig genommen werden, denn sie haben ihren Sinn. Regelmäßiges Spielen kann die Entwicklung des Kindes fördern, es sollte allerdings keine Überhand nehmen und Erwachsene sollten aufpassen, dass Kinder und Jugendlichen nicht den Bezug zur Realität verlieren. Bezahlbare Multiplayer Online Games sind ohnehin erst für ältere Jugendliche geeignet, gegebenenfalls sogar erst für Volljährige. Auch die Spielsucht ist noch nicht bei allen Erziehungsberechtigten zu einer großen Bedeutung geworden, sollte aber in der Gesellschaft ernster genommen werden. Spiele können wie Alkohol und Zigaretten abhängig machen. Vor allem da die Technik immer weiter voranschreitet und immer realistischer wird sowie einen immer wichtigeren Platz in unserer Gesellschaft einnimmt.

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