Dragon Ball FighterZ – Wenn Dragon Ball auf Guilty Gear trifft!

Dragon Ball FighterZ Artikelbild
Bild: Bandai Namco

Das geliebte Dragon Ball-Franchise stößt auf einen der besten Fighting-Game-Entwickler. Arc System Works ist für Spiele wie Guilty Gear, Blazblue und Persona 4 Arena bekannt geworden und ihre Erfahrung mit dem Genre sieht man hier mehr als deutlich.

C-21 sorgt für Unruhe

Der Story-Modus dreht sich um C-21. Ein neuer Charakter im Dragon-Ball-Universum, der für alles verantwortlich ist, was im Spiel geschieht. Die Story ist in drei verschiedene Kampagnen aufgeteilt, die jedoch die selbe Story aus drei verschiedenen Perspektiven erzählen. Es gibt die Helden-Kampagne, in der man mit Goku und seiner Crew durch die Gegend zieht, eine Bösewicht-Kampagne, in der man mit Frieza, Cell und den anderen wiederbelebten Bösewichten auf C-21 Jagt macht, und eine dritte Kampagne, die dieses Mal aus der Sicht von C-21 selbst gespielt wird.

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Bild: Bandai Namco Entertainment

Die Story ist leider nichts Besonderes. Es ist die 08/15-Geschichte aus dem Hause Bandai, in der Anime-Bösewichte wiederbelebt werden und Fans ihren Spaß haben, diese zu verkloppen. Als ob das nicht reichen würde, muss man dieselbe Story drei Mal wiederholen nur aus der Sicht anderer Charaktere. Das Ganze wird doch schnell repetitiv. Die dritte Kampagne war die spannendste. C-21 bekommt hier mehr Charakterentwicklung als in den anderen zwei Kampagnen und wird im neuen Licht gezeigt. Die Story wäre wesentlich besser, wenn sie nur aus der dritten Kampagne bestehen würde. Sie hätte damit zwar nicht jeden spielbaren Charakter in die Story eingebunden, aber sie hätte ein besseres Pacing und würde einen besseren Eindruck hinterlassen.

Während der Kampagne werden viele Events ausgelöst, in denen bestimmte Charaktere miteinander reden und Anspielungen auf den Anime machen. Die Referenzen sind jedoch nicht nur auf Zwischensequenzen reduziert, gameplay-technisch gibt es auch welche. Zum Beispiel können Friezers Energie-Discs zu ihm zurückkehren und ihm selbst Schaden zufügen. Wenn man die Charaktere im Verlauf der Kampagne auflevelt, schaltet man kleine Gespräche zwischen dem Charakter und sich selbst, dem Spieler, frei. Es gibt allerdings so viele von denen, dass man beim ersten Spieldurchlauf nur einen kleinen Teil davon zu sehen bekommt.

DRAGON BALL FighterZ Satzpanne
Kleiner Satzbau Fehler – Bild: Bandai Namco Entertainment

Die Lokalisierung ist größtenteils gut, allerdings gibt es ein paar kleine Ausrutscher. Bei Namen z. B. nutzt das Spiel die originalen japanischen anstatt die Dub-Namen, was für manch einen verwirrend sein könnte. Das heißt, man sieht Namen wie Kuririn und Bills anstatt Krillin und Beerus. Zusätzlich gibt es dieses wunderbare Beispiel im Bild, in dem der Satzbau ein bisschen durcheinanderging. Es gibt aber keine großen Probleme bei der Übersetzung. Eine deutsche Sprachausgabe ist nicht vorhanden, dafür eine englische und eine japanische. Dies wird für viele, die weder die englische noch die japanische Fassung von Dragon Ball gucken sicher enttäuschend sein. Kenner der Spielereihe dürften sich jedoch mittlerweile an diese Lokalisierung gewöhnt haben.

Bunte Klopperei für alle!

Das Spiel nutzt die Unreal Engine 4 und sieht absolut fantastisch aus. Es läuft mit 60 FPS, die für geschmeidige Animationen sorgen, während die Charaktere selbst mit limitierter Anzahl an Frames dargestellt werden, was für einen Anime-look sorgt, ohne das Gameplay zu behindern. Das Resultat ist ein Spiel, das im Gameplay absolut fantastisch aussieht und an manchen Stellen sogar besser als der Anime. Die Musik ist energetisch und unterstreicht die Action auf dem Bildschirm wunderbar. Außerdem kommen die Soundeffekte direkt aus der Anime-Serie, wodurch es sehr authentisch klingt.

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Zerörungs-Finisher – Bild: Bandai Namco Entertainment

Das Gameplay ist genauso kompetent, wie man es von Arc System Works erwarten würde. Es gibt 24 spielbare Charaktere, von denen 21 zu Beginn freigeschaltet sind. Jeder Charakter hat eine geringe Anzahl an Moves. Dies ist allerdings nicht schlimm, denn man geht immer mit drei Charakteren in den Kampf. Man kann also auf diese Art und Weise Charakter Combos erstellen, die miteinander besonders gut harmonieren. Jeder Charakter hat eine Unterstützungsfähigkeit, die eingesetzt wird, wenn man die Charakterwechsel-Taste ganz kurz drückt. Diese ist bei jedem Charakter anders und bringt verschiedene Vorteile. Man muss jedoch aufpassen, denn die nicht aktiven Charaktere, können verletzt werden, wenn man ihre Unterstützungsfähigkeit unvorsichtig einsetzt.

Für Anfänger besitzt das Spiel ein Auto-Combo-System, mit dem man bestimmte Moves einfacher ausführen kann. Diese sind jedoch schwächer, als wenn man die Tastenkombination auf normalem Wege eingeben würde. Sie sind lediglich dazu da Anfängern eine angenehmere Erfahrung zu bieten. Erfahrene Spieler können sie getrost ignorieren. Der Trainingsmodus ist sehr gut gemacht und bietet eine große Anzahl an Optionen, um sich auf bestimmte Szenarien vorzubereiten. Man kann z. B. den Dummy eine bestimmte Angriffsequenz ausführen lassen, die er dann wiederholt einsetzt. So kann man effektiv trainieren und seine Fähigkeiten erweitern, indem man sich auf bestimmte Szenarien vorbereitet. Das Spiel verfügt außerdem über einen Arcade-Modus und sowohl über lokale als auch online Multiplayer-Kämpfe und sogenannte Ring-Kämpfe.

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Loot Kapseln statt Laden – Bild: Bandai Namco Entertainment

Eine Sache, die fragwürdig sein mag, ist die Art und Weise wie man in diesem Spiel Kostüme und andere Kosmetikartikel freischaltet. Anstatt ein Laden zu haben, in dem man die Währung für Items ausgibt, die man haben will, gibt es ein Lootbox-System in der Form von Z-Kapseln. Duplikate werden in Premium-Z-Münzen umgewandelt und wenn man genug davon hat, kann man sie für ein Item eintauschen, das garantiert kein Duplikat ist. Es gibt momentan keinen Weg, Premium-Z-Münzen mit echtem Geld zu kaufen, was die Frage aufwerfen mag, warum ein solches System überhaupt existiert. Es verbessert das Spiel nicht im Geringsten. Manch einer würde vielleicht lieber die Skins kaufen, die er haben möchte, anstatt auf sein Glück zu hoffen.

Fazit:

Dragon Ball FighterZ ist ein sehr kompetentes Fighting Game und für Dragon Ball-Fans ein Muss. Visuell ist das Spiel spitzenmäßig. Es klingt und sieht genauso aus, wie der Anime, wenn nicht besser. Die Story ist leider der schwächste Teil des Spiels. Die meisten werden es nur spielen, um C-21 für den Multiplayer freizuschalten. Egal ob Anfänger oder Experte, jeder wird mit diesem Spiel reichlich Spaß haben.

Info
Name: Dragon Ball FighterZ
Publisher: Bandai Namco Entertainment
Entwickler: Arc System Works
Plattform: PS4, Xbox One PC
Genre: Fighting Game
USK: ab 12 freigegeben
Release: 26. Januar 2018
Preis: 59.99€ Retail, 69.99€ DigitalBei Amazon kaufen
Das geliebte Dragon Ball-Franchise stößt auf einen der besten Fighting-Game-Entwickler. Arc System Works ist für Spiele wie Guilty Gear, Blazblue und Persona 4 Arena bekannt geworden und ihre Erfahrung mit dem Genre sieht man hier mehr als deutlich. C-21 sorgt für Unruhe Der Story-Modus dreht sich um C-21. Ein neuer Charakter im Dragon-Ball-Universum, der für alles verantwortlich ist, was im Spiel geschieht. Die Story ist in drei verschiedene Kampagnen aufgeteilt, die jedoch die selbe Story aus drei verschiedenen Perspektiven erzählen. Es gibt die Helden-Kampagne, in der man mit Goku und seiner Crew durch die Gegend zieht, eine Bösewicht-Kampagne, in der…
Ein Spiel, das trotz schwacher Story sehr beeindruckend ist. Die Anime-Ästhetik ist perfekt umgesetzt, während das Gameplay einen geringen Skill-Einstieg und hohe Skill-Obergrenze hat.
Story - 50%
Steuerung - 90%
Grafik - 100%
Sound - 100%
Lokalisierung - 95%

87%

Ein Spiel, das trotz schwacher Story sehr beeindruckend ist. Die Anime-Ästhetik ist perfekt umgesetzt, während das Gameplay einen geringen Skill-Einstieg und hohe Skill-Obergrenze hat.

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