Retrospecial – #7 – Mischief Makers

Retrogames wie Super Mario Bros, The Legend of Zelda oder auch Resident Evil waren für viele Spieler der Einstieg in die Welt der Pixel. Das gilt sowohl für Leute aus der Sumikai-Redaktion als auch für Leute unter euch.

Manche sind vielleicht auch erst durch Next-Gen-Titel an die Konsole gelockt worden und haben erst später den Charme der alten Klassiker für sich entdeckt. Wie es auch gewesen ist – Retrogames waren Vorreiter für viele Spielmechaniken, die auch heute noch weitergeführt werden und haben sich zudem einen festen Platz in unseren Herzen erobert. Aus diesem Grund stellen wir euch 2x wöchentlich eines unserer liebsten Spiele für die alten Konsolen vor. Bedenkt dabei jedoch das jeder unserer Redakteure seinen eigenen Geschmack und seine eigenen Vorlieben hat, was Spiele angeht. Aber genug geredet und viel Spaß mit –

Mischief Makers (Nintendo 64)

Nachdem Mischief Makers am 27. Juni 1997 in Japan erschien, folgte ein halbes Jahr später, nämlich am 15. Januar 1998, dass Release in Europa. Das von Treasure entwickelte Game wurde in Japan von Enix und von Nintendo in Europa veröffentlicht. Mischief Makers war das erste 2D-Side-Scrolling-Spiel für den Nintendo 64 und zudem das erste Game welches von Treasure für den N64 entwickelt wurde. Das Spiel kombiniert gekonnt Action-Elemente mit Puzzleeinlagen.

Mischief Makers
© Treasure

Die Geschichte spielt auf dem Planeten Clancer, dessen Welt sich aufgrund der Handlungen des Kaisers und seiner kaiserlichen Streitmacht, an der Spitze eines Bürgerkrieges befindet. Um den genialen Professor Theo zu entführen, werden die Bewohner des Planeten einer Gehirnwäsche unterzogen. Nun macht ihr euch mit Theos Schöpfung, einem Robotermädchen namens Marina auf den Weg um den Professor zu retten. Auf eurer Suche bewegt ihr euch durch insgesamt fünf Welten, wovon jede ungefähr zwölf verschiedene Level bietet. Diese reichen von typischen Wiesen und Hügeln über Berge und Abschnitten mit Lava. Um einen Level abzuschließen gilt es meist, einen großen Warpstern zu finden. Dieser befindet sich meistens am Levelende, manchmal müssen aber auch bestimmte Bedingungen erfüllt werden, damit dieser erscheint. In einem früheren Level bittet euch zum Beispiel eine Mutter darum, ihre Kinder zu finden und zu ihr zu bringen. Erst nachdem alle verlorenen Kinder wieder zurück sind, könnt ihr den Level abschließen. Es gibt auch Ausnahmefälle, wie etwa die Sportveranstaltung, welche zu den Highlights des Spiels zählt. Bei dieser Veranstaltung müsst ihr unter anderem einen Hürdenlauf gewinnen, Matheaufgaben lösen oder Bälle in einem Topf fangen.

Mischief Makers
© Treasure

Wie es sich für einen anständigen Roboter gehört, besitzt ihr natürlich auch eine art Jetpack. Mit diesem könnt ihr euch schneller fortbewegen und in der Luft schwer überwindbare Abgründe überfliegen, die mit einem einfachen Sprung nicht zu bewältigen wären. Zusätzlich könnt ihr so ziemlich alles und jeden schütteln. Bälle mit Gesichtern werden so als Sprungmittel benutzt und Dorfbewohner und Feinde lassen Gegenstände fallen. Bei jedem schütteln, ertönt ein freudiges “Shake, Shake” aus dem Mund eurer Heldin, welches bei Fans des Spiels schon längst einen Kultstatus erreicht hat. Eure Gegner besiegt ihr meistens in dem ihr sie packt und auf den Boden, gegen andere Gegner oder Wände werft, bis sie endlich das Zeitliche segnen. Ihr könnt aber auch Bomben, Granaten und Waffen der Gegner gegen sie verwenden. Im Grunde ist alles, was sich Werfen lässt, eine gute Waffe. Neben Gegnern machen euch natürlich auch verschiedene Hindernisse, wie etwas mit Laser schießende Stachelbälle das Leben schwer. Entweder ihr weicht einfach aus oder ihr seid so Fies wie möglich und benutzt eure Feinde oder auch Dorfbewohner als Schutzschild. Sollten euch die Dorfbewohner ausgehen und ihr doch einmal von geschossen getroffen werden, könnt ihr eure Lebensenergie durch rubinähnliche Objekte wieder auffüllen.
Die Bosskämpfe im Spiel stellen ein weiteres Highlight dar. Mal reitet ihr auf einem Robotervogel und werdet eure Verfolger los, indem ihr ihre Granaten auffangt und sie zurückwerft oder ihr fangt die Faustschläge eines riesigen Drachen ab und schleudert sie in sein Gesicht, bis er endlich benommen in der Lava versinkt.

Mischief Makers
© Treasure

Ähnlich wie in Donkey Kong country ist die Spielwelt in 2D gehalten, hat aber 3D-Hintergründe. bekannt ist dieser Stil als “2 1 / 2D”. Das Spiel passt sich den jeweiligen Leveln an und ist mal knallig Bunt, ein anderes mal hingegen düster und bedrückend. Vor allem die verschiedenen Animationen der Charaktere stechen hervor. teilweise hat man schon ein schlechtes Gewissen, wenn man ein Kind zu oft gegen eine Wand geschmissen hat und dieses dann weinend am Boden liegt. Der Soundtrack des Spiels ist nicht überragend, jedoch auch nicht schlecht. Die verschiedenen Melodien passen zur aktuellen Spielwelt, können auf Dauer ab doch etwas nervig werden. Das ist aber ein kleines Manko, welches nach einem “Shake, Shake” schnell wieder vergessen ist. Mischief Makers ist aufgrund der miesen Bewertungen wohl eines der am meist unbeachteten Spiele für den N64, obwohl es eines der besten 2D-Plattformer für die Konsole ist.

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1 KOMMENTAR

  1. Oh ja, das waren noch Zeiten. Erinnere mich noch sehr gut daran 🙂
    Auf dem N64 war dieser 3D in einer 2D Welt Touch revolutionär

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