Hideo Kojima nicht bei Games Awards in Los Angeles

    Dem Metal Gear Solid-Schöpfer war es untersagt worden, an der Verleihung teilzunehmen.

    Hideo Kojima durfte nicht an der Verleihung der Games Awards in Los Angeles teilnehmen, gab Geoff Keighley, Produzent der Veranstaltung, bekannt.

    Laut Keighley hatte ein Anwalt von Konami es Hideo Kojima untersagt, an der Preisverleihung am Donnerstag in Los Angeles teilzunehmen – stattdessen soll er die Verleihung von Tokyo aus verfolgt haben, obwohl er vorgehabt haben soll, nach Los Angeles zu fliegen.

    Hideo Kojima ist der Schöpfer der Metal Gear Solid-Reihe, aus der kürzlich erst mit Metal Gear Solid V: The Phantom Pain ein neuer Teil veröffentlicht worden war. Anfang September war das Spiel für die Playstation 3, Playstation 4, die Xbox 360, Xbox One und auch für den PC in Japan, Nordamerika und auch Europa erschienen.

    Metal Gear Solid V: The Phantom Pain war bei den Game Awards in Los Angeles für mehrere Preise nominiert worden – gewonnen hatte es schlussendlich zwei der Preise, und zwar Bester Soundtrack und Bestes Action/Adventure. Auch ein paar andere Preise konnte das Spiel abräumen, unter anderem einen User’s choice-Award.
    Hideo Kojimas Team war auch für den Preis der besten Entwickler nominiert worden.

    Kojima ist allerdings nach einer großen Abschiedsfeier am 9. Oktober schon bei Konami ausgestiegen und gehört nicht mehr zur Firma, wobei der genaue Grund seines Ausstiegs nicht genannt wurde. Angeblich gäbe es zwischen ihm und der Leitung von Konami einfach zu große Differenzen.
    Außerdem ist der Satz „Ein Hideo Kojima-Spiel“ auf der amerikanischen Homepage von Metal Gear Solid V: The Phantom Pain entfernt worden, ebenso wird er auch nicht mehr als Konamis „Executive Content Officer“ aufgeführt.

    Alle Fans von Metal Gear müssen sich aber nicht sorgen, Konami will die beliebte Spielreihe auch ohne Hideo Kojima fortführen.

    Ob Hideo Kojima in einem neuen Unternehmen anheuern wird, das ist derzeit nicht bekannt. Da es derzeit noch eine rechtlich bindende Vereinbarung gibt, die bis Dezember geht, kann es auch sein, dass bis dahin keine Aussagen zur Zukunft getätigt werden dürfen.