Sonntags Game Special – Akibas Trip: Undead & Undressed

Fernweh vorprogrammiert! – Akibas Trip : Undead & Undressed für die Ps Vita

Es ist wieder Sonntag! Und das bedeutet ein neuer Beitrag zum Sonntags Special. Heute wird dies eine andere Form haben, als die Berichte zuvor. Diesmal wird es sich um eine Rezension von einem neuen Ps Vita Spiel handeln, welches tatsächlich seinen Weg in die deutschen Elektrofachmärkte gefunden hat. Der Titel lautet Akibas Trip: Undead & Undressed!

Akibas Trip: Undead & Undressed ist das zweite Spiel in der „Akibas Trip“ Reihe, steht aber allein für sich und besitzt keinen Storytechnischen Zusammenhang zum ersten Spiel. Das erste Spiel von Akibas Trip erschien 2011 für die PSP und erhielt leider nie ein Release in Europa. Die Firma hinter der Spielereihe ist ACQUIRE Corp..
Die Japankenner unter euch ist es schon aufgefallen, aber der Titel „Akibas Trip“ ist Programm! Denn das komplette Spiel zeigt die Electrocity in Tokyo: Akihabara.

Die Story:


Die Story von Akibas Trip: Undead & Undressed ist anders. Und damit meine ich wirklich anders. Vorallem Japan, Anime und Manga Fans werden bei diesem Spiel auf ihre Kosten kommen! Man schlüpft in die Rolle des Otakus und Anhänger der „Akiba Freedom Fighters“, Nanashi welcher sich eigentlich zu einem Vorstellungsgespräch begibt, aber dann von misteriösen Gestalten gekidnappt und verschleppt wird. Bei diesen misteriösen Gestalten handelt es sich um Vampire, die als Synthisters bezeichnet werden. Kurz darauf beginnt man schon den ersten Hauptcharakter namens Touko Sagisaka, ein mysteriöses Mädchen welches Nanashi für eine Weile aus den Fängen der Synthisters befreien konnte. Doch nicht für lang. Denn nachdem die ersten Horde von Synthisters besiegt waren, kamen doppelt so viele nach. Unmöglich diese zu zweit zu besiegen. Somit flüchten beide von dem Ort und ziehen sich zurück. Nanashi, geschwächte von dem Kampf wird dann von Touko gerettet, indem sie ihn zu einem Vampir macht. Somit beginnt die Geschichte von Akibas Trip: Undead&Undressed. Denn die Synthisters beginnen Akiba zu attakieren und die Menschen zu bedrohen. Als Nanashi habt ihr die Aufgabe diese auffindig zu machen und das Handwerk zu legen. Und dass auf eine GANZ besondere Art und Weise!

 

Die Spielmodi:


Die Spielmodi sind schlicht und einfach in drei aufgeteilt: Einmal wäre es da der Storymode, welches wiederum in Hauptquest und Nebenquest aufgeteilt isz. Die Hauptquests verfolgen natürlich die Hauptstory, wobei aber die Nebenquests einige Überraschungen bereit halten. Hier lernt man nämlich Akihabaras „Einwohner“ kennen. Manchmal muss man etwas besorgen, manchmal Gegner bekämpfen oder aber Fotos von der neuesten Animeserie schießen, um den Otaku sein Fandom zu befriedigen.
Der zweite Spielmodi sind die Kämpfe, die meistens aus den Hauptquests resultieren, und die sind im passenden Akihabara Stil gestaltet: ein bisschen „kawaii“ und ein bisschen „ecchi“. Denn die Gegner besiegt man nicht indem man sie K.O. Schlägt, sondern indem man sie nach und nach auszieht. Erst dann sind sie ungeschützt von der Sonne und verbrennen (die meisten Gegner sind nämlich Anhänger der Synthisters).

Der dritte Spielmodi nenne ich jetzt einfach mal „Investigate“ und wohl der interessanteste Teil im Spiel. Hier könnte ihr nämlich die 1 zu 1 nachgebaute Stadt erkunden. Aber Vorsicht! Entweder man bekommt das Verlangen diese Stadt zu sehen, oder aber man bekommt „Fernweh“ und will endlich wieder hin! Hier trifft man nämlich bekannte Geschäfte, aber auch Maids die euch mit in ein Maidcafe begleiten. Die Akiba Idols auf den Straßen dürfen natürlich auch nicht fehlen!

Die Steuerung:
So viel Spaß es auch macht die Vampire bis aufs Hösschen auszuziehen, so leidet bei all den tollen Details etwas die Spielesteuerung. Leider kann man nicht wirklich die Gehgeschwindigkeit des Hauptcharakters lenken, da dieser sofort losrennt wenn man den Controllstick etwas nach vorne drückt. Auch die Kameraführung ist manchmal fehlerhaft und springt auch manchmal bei den Kämpfen hin und her.

Der Spieleindruck:


Ich muss sagen, der Spieleindruck ist unbeschreiblich! Obwohl das Spiel komplett im Animestil gehalten ist, ist die Stadt Akihabara 1 zu 1 nachgebaut. Man bekommt das Gefühl das man wirklich da ist und außerdem findet man immer wieder aufs neue, kleine Details oder Orte die man beim ersten Mal hingehen nicht gesehen hat. Was eine besonders tolle Idee ist, ist die Verbindung von dem virtuellen Akiba zu dem realen Akiba in Tokyo. Neben der nachgebauten Stadt, gibt es dort Mädels die Flyer an dich verteilen, die man sich in der Enzeklopedy anschauen kann. Bei diesen Flyer handelt sich um reale Flyer von realen Läden die es so in Akihabara zu finden gibt, und das sogar mit Wegbeschreibung! Die Macher von Akibas Trip haben da besonderen Wert drauf gelegt, wenn man Akihabara wirklich irgendwann mal sehen will, Akibas Trip als eine Art Wegführer zu benutzen, welches ich wirklich eine innovative und auch wundervolle Idee finde. Außerdem sind auf den typischen großen Videoleinwände in Akihabara, Werbung von anderen Spielen oder auch Konzerte von existierende Idolgruppen zu finden!

 

Die Grafik:
Über das 1 zu 1 nachgebaute Akihabara brauch ich ja nicht weiter zu schwärmen, es ist top und man merkt das wirklich viel Liebe im Detail steckt. Die Figuren im Spiel sind auch alle einzigartig, von ihrer Art und ihrem Aussehen. Bei Dialogen mit den Figuren untereinander, sieht man die schön ausgearbeiteten Charakterdesigns, wobei im „Investigate“ Modus etwas an der Detailreichheit gesparrt wurde. Die Gesichter sind zwar süß und auch die Kleidung ist hübsch umgesetzt, aber leider wurden die Hände der Figuren sehr lieblos erstellt. Es sind eigentlich nur Handflächen wo die Finger zusammengewachsen sind…aber das bringt keinen Abbruch zu den tollen Illustrationen im Spiel!

Der Sound:
Es ist wundervoll. Die Geräuschkulisse ist wie im richtigen Akihabara. Maids die Passanten ansprechen, Marktschreier in den Geschäften, singende Idols und so vieles mehr. Ein richtiger Soundtrack,außer ein oder zwei, hat Akibas Trip nicht, aber das braucht es auch gar nicht. Die Geräuschkulisse ist einfach passend abgestimmt!

Fazit:
Man bekommt einfach Fernweh bei diesem Spiel! Wenn man Japan liebt und außerdem mit der Anime und Manga Szene vertraut ist, ist dieses Spiel ein absolutes Muss! Man spielt zwar in Akihabara, aber lernt auch irgendwo viel über diese Stadt und ihre Menschen. Da fallen die kleinen Macken im Spiel überhaupt nicht auf! Also: holt es euch und besucht doch direkt mal das Maidcafe! In diesem Sinne: Moe Moe kyun~

Bewertung:
Story: 5 von 5
Steuerung: 3 von 5
Grafik: 5 von 5
Sound: 5 von 5
Spielmodi: 5 von 5
Preis: 5 von 5
_____________________
Gesamt: 5 von 5

Info:

Akibas Trip: Undead & Undressed

Original Name: Akibazu Torippu 2
Publisher: AQUIRE Corp
Entwickler: AQUIRE Corp.
Plattform: PS Vita
Genre: Beat em up Adventure
USK: 16 Jahre
Release: ab sofort erhältlich
Preis: 39.99 EUR (Stand 18.10.2014 Amazon)
Im Web: http://akibastrip.com/

Weitere Infos:
Akibas Trip ist ledeglich auf englisch oder auf japanisch! Außerdem ist die Sprachausgabe auch auf englisch und japanisch erhältlich!