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40 Prozent der großen japanischen Verlage bieten bisher keine Vorlage für E-Books an

Mehr als 40 Prozent der großen japanischen Verlage stellen die elektronischen Daten ihrer Bücher und Zeitschriften nicht zur Verfügung. Damit erschweren sie die Konvertierung der Werke in Blindenschrift oder Audio-Aufnahmen für Leser mit Sehbehinderung. Das ergab eine Umfrage der Mainichi Shimbun.

Die 18 befragten Verlage nannten den Verwaltungsaufwand oder Bedenken wegen möglicher Datenlecks als Gründe für die Weigerung, ihre Daten bereitzustellen. Die Ergebnisse der Umfrage belegen, welche Hürden es für Menschen mit Behinderung gibt, Zugang zu Print-Medien zu bekommen. Japan unterzeichnete schon vor einiger Zeit ein internationales Abkommen zur Förderung des Konsums von solchen Medien durch Menschen mit Sehbehinderung.

Die von November bis Dezember 2018 durchgeführte Umfrage umfasste die 50 umsatzstärksten Verlage des Geschäftsjahres 2017. Von ihnen antworteten 42 auf die Anfrage der Zeitschrift. Auf die Frage, ob sie Menschen mit Sehbehinderung oder Bibliotheken für Sehbehinderte elektronische Daten zur Verfügung stellten, erklärten 18 Verlage, dass sie solche Anfragen generell ablehnen.

Nur drei Verlage erklärten, solche Daten grundsätzlich weiterzugeben. Vier Publisher meinten, dass sie die Daten oft freigaben. Die restlichen 17 Anbieter erhielten bisher entweder keine Anfrage zur Bereitstellung oder nannten andere Gründe.

Nach Angaben des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Soziales hatten Ende März 2018 rund 330.000 Menschen mit Sehbehinderungen einen staatlichen Behindertenausweis. Während jährlich rund 80.000 Titel erscheinen, werden in Internetbibliotheken für Menschen mit Behinderung jährlich nur rund 9.000 Publikationen in Blindenschrift neu registriert.

Die Produktion von Büchern und Zeitschriften für Sehbehinderte erfordert einige Zeit, da jeder Titel einzeln bearbeitet werden muss. Es gibt zwar Hörbücher auf dem Markt, ihre Anzahl ist allerdings noch gering. Auf der anderen Seite würde eine Freigabe der elektronischen Daten durch die Verlage die Umwandlung der Titel in Blindenschrift erleichtern.

Professor Jun Ishikawa von der Universität Shizuoka forderte die Verlage auf, digitale Daten ihrer Publikationen zur Verfügung zu stellen. Die Möglichkeit, Datenlecks zu verhindern, wäre durchaus vorhanden. Die Daten bereitzustellen wäre die Pflicht der Verlage, wie es das Gesetz gegen Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen fordert.

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