• Gesellschaft
Home Gesellschaft App erkennt mittels künstlicher Intelligenz gefälschte Rechnungen
Anzeige

App erkennt mittels künstlicher Intelligenz gefälschte Rechnungen

Eine neue Smartphone-App ist in der Lage, ihren Nutzern zu sagen, ob eine Rechnung echt ist oder nicht. Eine künstliche Intelligenz soll Fälschungen erkennen.

Der sogenannte „Scam Detector” wurde von Takehiko Kawame, einem Anwalt, und Kohei Okubo, einem Programmierer aus Tokyo, entwickelt. Die kostenfreie App ging im Dezember 2018 in den Handel. Bisher kommen täglich bis zu 50 Echtheit-Anfragen.

In typischen Fällen von falschen Rechnungen schicken Betrüger Postkarten mit einem Hinweis über nicht bezahlte Gebühren an die Menschen. Sie drohen darin mit einer folgenden Klage bei Nichtzahlung. Rufen die Empfänger unter einer entsprechenden Telefonnummer an, erhalten sie den Hinweis, dass die Klage fallen gelassen wird, wenn die Empfänger die Rechnung in bar bezahlen.

Gemäß Angaben der Polizei zahlte eine 80-jährige Japanerin in Kasugai (Präfektur Aichi) zwischen April und November wegen solcher Karten insgesamt 125,5 Millionen Yen (1 Million Euro) an die Betrüger. Eine 60-jährige Frau in Yamagata wurde zwischen November und Dezember um 100 Millionen Yen (800.000 Euro) betrogen.

Die Benutzer der App müssen Bilder dieser verdächtigen Postkarten per LINE Messanger-App an die künstliche Intelligenz schicken, die dann die Echtheit überprüft. Sie scannt die Karte nach auffälligen Sätzen und Wortmustern. Innerhalb einer Minute erhält der Nutzer dann eine Rückmeldung.

Echtheits-App für Rechnungen
Bild: Scam Detector

Ist die KI nicht in der Lage, eine eindeutige Zuordnung zu klären, schickt sie das Bild an Kawame weiter, der innerhalb von 24 Stunden eine Antwort zurückschickt. Der Anwalt geht davon aus, dass die meisten normalen Japaner nicht in der Lage sind, die Echtheit rechtlich bindender Postkarten zu erkennen. Erkennt die App eine falsche Rechnung, rät sie dem Empfänger, rechtlichen Rat einzuholen.

In Anbetracht der Tatsache, wie wenig Betrogene wirklich Hilfe anfordern, entwickelte Kawame die App. Durch die Unterstützung seines Freundes Okubo war die Anwendung innerhalb von drei Monaten fertig. Im November gründeten die beiden das Start-up-Unternehmen Legal Tech.

Kawane plant, in Zukunft mit der Polizei und den Untersuchungsbehörden im Kampf gegen die Betrüger zusammenzuarbeiten. Okubo wies darauf hin, dass gefälschte Rechnungen heute nicht nur per Post, sondern auch über das Internet zugestellt werden. Deswegen möchte er die App weiter verbessern, um auch Online-Rechnungen zu prüfen.

Der Service ist über die Webseite von Legal Tech abrufbar. Außerdem muss der Kunde über einen LINE-Account verfügen oder einen entsprechenden QR-Code verwenden.

Quelle: The Asahi Shimbun

Unser Podcast

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Anzeige

Anzeige

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige

Cookie-Einstellung

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und Werbung einblenden zu können,verwenden wir Cookies. Datenschutz | Impressum

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz.

Zurück