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Ausländer in Japan – “Gaijinconfessionfriday” erobert Twitter

Als Ausländer in Japan hat man es zugegebenermaßen nicht immer leicht: es gibt so viele ungeschriebene Regeln, dass man als Fremder nur von einem Fettnäpfchen ins nächste  treten kann.

Auch wer schon Jahre in Japan gelebt hat, oder ein Meister der japanischen Sprache ist, wird hin und wieder über Dinge stolpern, die er schlicht und einfach nicht versteht und die ihm sonderbar erscheinen. Unter dem Hashtag #Gaijinconfessionfriday haben in Japan ansässige Ausländer nun ihre skurrilsten, lustigsten und unangenehmsten Erfahrungen im Land der aufgehenden Sonne geteilt.

Wir haben für euch eine kleine Auswahl lustiger und interessanter Tweets zusammengestellt.

“Meine Freundin und ich haben einmal Trinkgeld im Restaurant liegenlassen. Die Kellnerin ist uns die ganze Straße runter hinterhergesprintet” (Anm. d. Red.: In Japan wird guter Service vorausgesetzt. Trinkgeld ist hier unüblich.)

“Ich habe einen Kellner in gebrochenem Japanisch gefragt, wo die Toilette ist und er kam zwei Minuten später mit einer Portion Pommes Frites zurück.”

“Als ich das erste Mal in Shinjuku ausgestiegen bin, habe ich mich so heillos verirrt, dass ich wieder in die Bahn gestiegen bin, um dort wegzukommen.” (Anm. d. Red.: Mehr als 2 Millionen Menschen täglich passieren den verkehrsreichsten Bahnhof der Welt.)

“Ich bin gerade für eine halbe Stunde im Food Court eingeschlafen und meine Tasche ist noch immer da. Ich liebe es hier.”

“Ich liebe es, dass sich in den öffentlichen Verkehrsmitteln nie jemand neben mich setzt.”

“Zu stolz sein die englische Menükarte zu benutzen und dann viel zu lange brauchen, um die japanische Menükarte zu entziffern.”

“Ich habe sogar schon McDonalds Pommes und Chicken Nuggets mit Stäbchen gegessen”

“Ich mag es nicht, wenn Japaner mit einer zu hohen Stimme ständig えええ (eeee) sagen.”

“Mir gefällt die Po-Dusche, mein Hintern war noch nie so sauber.” (Anm. d. Red.: Beheizte Klodeckel, MP3-Funktion, Föhn und Dusche fürs Gesäß – Japan hat die modernsten Hightech-Toiletten der Welt.)

“Ich behaupte, dass ich Natto essen kann, aber ich habe es nie wirklich probiert.”

“Ich wünschte, Japaner wären manchmal direkter und weniger höflich.”

“Ich weiß es gehört sich nicht, aber manchmal putze ich meine Nase in der Öffentlichkeit.” (Anm. d. Red.: In Japan gehört es sich, die Nase hochzuziehen. Das Naseputzen in der Öffentlichkeit ist verpönt.)

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Kommentare

2 Kommentare

  1. Ja, da kommt mir einiges bekannt vor…
    In Shinjuku habe ich mich auch mehr als einmal verirrt. Meist hatte ich aber das Glück, dass mir jemand zur Hilfe eilte.
    Dass man seine Tasche einfach schon mal abstellen kann und sich dann an der Theke was bestellt, fand ich am Anfang auch sehr seltsam und ungewohnt. War toll, Mal nicht ganz so paranoid sein zu müssen 😉
    Danke für die Zusammenstellung. Da sind viele schöne und lustige Erinnerungen wieder hoch gekommen.

  2. Am besten finde ich den Tweet mit der Tasche, die nicht geklaut wurde.
    Den kann ich persönlich nachempfinden, weil ich totale Angst hatte, als meine japanische Freundin meinte: stellen wir die Taschen schonmal oben (1. Stock) ab und holen dann was zu essen (Theke im EG).
    Natürlich verstand sie meine Sorge nicht, weil man das in Japan einfach machen kann.
    Hier in Deutschland hab ich ja schon Angst, wenn ich meinen Rucksack anhab und jemand sehr nah hinter mir steht…

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