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Ausländer in Japan – Zahlen und Nationalitäten im Überblick

Japan ist nicht nur bei Touristen so beliebt wie nie zuvor. Auch die Zahl der in Japan lebenden Ausländer nimmt kontinuierlich zu. Doch welche Nationalitäten leben hier und was haben diese für einen Visastatus? Ein Überblick.

In Japan leben derzeit rund 2,3 Millionen Ausländer. Das entspricht einem Anteil von 1,8 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Zwar ist diese Zahl im internationalen Vergleich verschwindend gering (in Deutschland liegt der Prozentsatz im Vergleich bei 22,5%), aber die Tendenz ist steigend. Besonders vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und dem damit einhergehenden Bevölkerungsrückgang ist Japan dringend auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen. Zwar gibt es bisher kaum Anzeichen, dass die japanische Regierung ihre bisherige Zurückhaltung beim Zuzug von ausländischen Arbeitskräften aufgeben will, aber die Zahl der in Japan lebenden Ausländer steigt dennoch kontinuierlich an.

Herkunft von Ausländern in Japan

Laut Angaben des japanischen Innenministeriums (METI) machen die Asiaten mit knapp 83% die größte Gruppe unter den 2,38 (Stand Ende 2016) Millionen in Japan lebenden Ausländern aus. Danach folgen Einwanderer aus Südamerika (10%). Europa und die USA liegen mit 3% gleichauf.

Betrachtet man die Einwanderer nach ihrem Herkunftsland, dann liegt China mit 695,522 Menschen (14.5%) auf Platz 1, gefolgt von Südkorea (9.4%), den Philippinen (5.1%) und Vietnam (4.2%). Brasilianer machen mit 3.8% die größte Gruppe der nichtasiatischen Einwanderer in Japan aus.

2016 lebten rund 72,138 Europäer in Japan. Mit 16,454 Einwanderern stellen die Briten die größte Gruppe unter den in Japan ansässigen Europäern. Frankreich (11,640 Personen) und Russland (8,306 Personen) folgen auf Platz 2 und 3. Deutschland landet mit 6,773 Einwanderern auf Platz 4.

Visakategorien und Aufenthaltsstatus

Derzeit sind in Japan über 2 Millionen Ausländer registriert. Registrierungspflicht besteht in Japan für alle Ausländer, die sich länger als 90 Tage im Land aufhalten.

Über 58% der in Japan lebenden Ausländer gehören zur Gruppe der Daueransässigen, Ehegatten oder Kinder von Japanern, Ehegatten oder Kinder von Daueransässigen und Langzeitresidenten. Auslandsstudenten machen rund 11.6% aller Ausländer aus und 9.5% sind mit einem speziellen Praktikantenvisum nach Japan eingewandert.

6.7% der in Japan arbeitenden Ausländer sind unter der Visakategorie Specialist in Humanities/International Services eingewandert. Darunter fallen beispielsweise Berufe wie Übersetzer, Copywriter, Designer, PR-Spezialist, Architekten oder Finanzberater.

Anzahl der Auslandsstudenten und Praktikanten steigt

Analysten führen den Zuwachs an Ausländern in Japan auf eine gestiegene Anzahl an Auslandsstudenten und Praktikanten zurück. Während ausländische Studenten in der Regel für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr nach Japan kommen und neben dem Studium einem regulären „Minijob“ nachgehen, arbeiten viele Praktikanten für bis zu 3 Jahre bei geringer Entlohnung in japanischen Unternehmen.

Das umstrittene Praktikantensystem der japanischen Regierung

Das sogenannte Technical Internship Training Program wurde 1993 als Teil japanischer Entwicklungshilfe für asiatische Schwellenländer eingeführt und sollte offiziell den Wissenstransfer fördern. In der Praxis wird das Programm allerdings von vielen Firmen dazu genutzt, ungelernte Arbeitskräfte nach Japan zu holen und bei geringer Entlohnung zu beschäftigen. Laut Angaben der japanischen Immigrationsbehörde wurden 2016 insgesamt 383 Verstöße gegen die Richtlinien des staatlichen Praktikantensystems gemeldet.

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