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Brennstoffzellen in Japan – Ein Überblick

Dieselmotor oder Brennstoffzellen? Welche Technologie wird die Zukunft der Mobilität bestimmen? Automobilhersteller in aller Welt beschäftigen sich mit dieser Frage.

In Japan kristallisiert sich dazu schon langsam eine Antwort heraus. Viele Unternehmen arbeiten an Wasserstoff betriebenen Elektroautos, genauer gesagt an Autos, die mit einer Brennstoffzelle (jap: 燃料電池 nenryōdenchi) angetrieben werden. Der japanische Markt ist weltweit führend im Bereich der Brennstoffzellen-Technologie.

Bauweise einer Brennstoffzelle

Brennstoffzelle
©Vaillant

Der Aufbau einer Brennstoffzelle ist im Grunde simpel: sie besteht aus seiner Kathode und einer Anode, die in der Mitte durch die Elektrolyse getrennt werden. Der Anode wird kontinuierlich Sauerstoff hinzugefügt. Dieser wird durch die Elektrolyse ionisiert und bei der Kathode zu elektrischem Strom umgewandelt. Bei den neusten Brennstoffzellen handelt es sich um H2 Brennstoffzellen, die lediglich Wasser ausstoßen.

Einsatzbereiche

Toyota Mirai
©Toyota

Die Brennstoffzellen werden vielfältig eingesetzt: so gibt es Gabelstapler (Amazon), Drohnen, Generatoren für Wohnhäuser (Tokyo Gas – ENE – Farm) und die bereits erwähnten Automobile. Die japanischen Unternehmen Toyota, Honda und Nissan sind in diesen Bereichen die Top-Player. Toyota und Honda haben eigene PKWs entwickelt, die schon in diversen Ländern der Welt erhältlich sind.

Toyotas Mirai zum Beispiel kam 2015 auf den deutschen Markt und Hondas Clarity schaffte es kürzlich auf den deutschen Markt. Weltweit gibt es keine anderen Autohersteller, deren Technologie in dem Bereich Elektroautomobil so ausgereift ist wie die eben genannten.

Ein nicht unerhebliches Problem stellt jedoch noch die Infrastruktur dar. Zur Zeit befinden sich lediglich 80 Wasserstoff-Tankstellen in Japan. Dies soll sich jedoch in den nächsten Jahren drastisch ändern. Die Regierung hat sich vorgenommen, etablierte Großkonzerne und Start-ups in diesem Bereich mit Fördergeldern zu versorgen. Die Olympischen Spiele 2020 in Tokyo werden als gigantische PR-Aktion für die Brennstoffzelle verwendet. So werden in Kooperation mit einigen großen Autoherstellern und Verkehrsunternehmen, u.a. Toyota, Shuttle Busse mit Brennstoffzelle beim Kansai International Airport verkehren.

Momentan stellt die Fahrreichweite der Fahrzeuge ein Problem dar. Der Mirai kann mit einer Tankfüllung eine Strecke von 500 km zurücklegen. Damit legt dieses Modell schon eine der weitesten Strecken unter den Brennstoffzellenautos hin.

Pain Points der Brennstoffzellen – Technologie

Es scheint, das die Brennstoffzelle in Zukunft eine große Rolle im Bereich der Mobilität spielen wird. Auch hier in Europa sind der Mirai und der Clarity schon erhältlich. Im Mai eröffnete die zehnte Wasserstoff-Tankstelle in Deutschland. Japan ist eines der fortschrittlichsten Länder in diesem Bereich, was sich an Toyota und Honda deutlich zeigt. Die nächsten Schritte zur Verbreitung dieser Technologie liegen aber bei der Verbesserung der Infrastruktur und Fahrreichweite.

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