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Erste Pflegeschülerinnen aus Myanmar kommen nach Japan

Die ersten Pflegekräfte aus Myanmar, die an einem japanischen Ausbildungsprogramm teilnehmen, kamen am Montag an einem Flughafen in Hokkaido an. In dem südostasiatischen Land sollen in Zukunft mehr der dringend benötigten Arbeitskräfte rekrutiert werden.

Das Ausbildungsprogramm für Ausländer begann im Jahr 1993 mit dem Ziel, verschiedene Fähigkeiten in Entwicklungsländer zu exportieren. Es galt allerdings auch, Arbeitskräfte nach Japan zu holen. Das Land kämpft seit einiger Zeit mit einer alternden Bevölkerung und sinkenden Geburtenraten.

Seinen Pflegesektor öffnete das Land im November 2017 für ausländische Auszubildende. Die drei Azubis aus Myanmar, allesamt Frauen um die 20 Jahre, werden drei Jahre lang Erfahrungen bei dem in Sapporo ansässigen Unternehmen Sakura Community Service sammeln. Dies erklärte ein Mitarbeiter der Tochtergesellschaft der Firma in Rangoon.

Wut Yee Phyo sagte, sie habe Japan gewählt, weil sie die Kultur sehr mag. Nur das kalte Wetter mache ihr Sorgen. Für die 23-Jährige ist es die erste Auslandsreise. Ihr Fokus liegt erst einmal darauf, aufgrund der kulturellen Unterschiede zwischen Japan und Myanmar nirgendwo anzuecken.

Zin Zin Moe, 28 Jahre alt, freue sich auf die gründliche Ausbildung. Sie sagte, dass sie Altenpflegerin werden wollen, um älteren Menschen zu helfen. Bei ihrem Vater, der inzwischen verstorben ist, hatte sie diese Gelegenheit nicht.

In Japan wächst die Hoffnung mehr ausländische Auszubildende aus Myanmar, das ebenfalls mehrheitlich buddhistisch ist, für das japanische Pflegesystem zu gewinnen. Skeptiker vermuten eine schwierige Zeit für Menschen aus Myanmar in Japan. In ihrem Heimatland liegt die durchschnittliche Lebenserwartung bei 67 Jahren. Im Vergleich werden Japaner 84 Jahre alt. Und viele der potenziellen Arbeitskräfte haben keine Vorstellung, was eine Ausbildung in der Altenpflege wirklich bedeutet.

Da Japan weiterhin mit einem gravierenden Arbeitskräftemangel kämpft, beschloss die Regierung im April 2018 ein neues Visa-System einzuführen. Auf diese Weisen sollen mehr ausländische Arbeitnehmer Zugang zum japanischen Markt erhalten. Das Land erteilte bisher an Personen mit Berufserfahrung und einer hohen Qualifikation wie Ärzten, Anwälten und Lehrern ein Arbeitsvisum. Viele Ausländer arbeiten mittlerweile auch im technischen Bereich und vor allem ausländische Studenten arbeiten in verschiedenen Bereich in Teilzeit.

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