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Haha no Hi – der Muttertag in Japan

Die japanische Bezeichnung des Muttertags ist Haha no Hi (母の日(ははのひ). Haha bezeichnet die eigene Mutter und Hi bedeutet Tag. Und wie sieht dieser Tag in Japan so aus?

Das Meiste dürfte euch ziemlich bekannt vorkommen. Dass der Muttertag in Japan und Deutschland ähnlich gefeiert wird, liegt vielleicht daran, dass die amerikanische Vorstellung vom Mother’s Day in beide Länder importiert wurde.

Ab 1915 verbreitete sich der Feiertag in Japan ausgehend von einer christlichen Gruppe rund um einen Professor der Aoyama Universität in Tokyo. In den 1930er und 40er Jahren wurde der offizielle Muttertag am Geburtstag der Kaiserin Kōjun, Mutter des heutigen Tennō Akihito, zu ihren Ehren begangen. Erst seit der Nachkriegszeit feiern die Japaner, wie viele Länder der Welt, den Muttertag am zweiten Sonntag im Mai. Ein gesetzlicher Feiertag ist er weder in Japan noch in Deutschland, doch Zeit zum Feiern gibt es sonntags ja glücklicherweise genug.

Muttertag in Japan, nur seiner Mutter danken

In Deutschland wünscht man den ganzen Tag über allen Müttern, die man trifft „Alles Gute zum Muttertag“, in Japan ist das jedoch unüblich. Man bedankt sich nur bei seiner eigenen Mutter mit gemeinsamer Zeit und schönen Aufmerksamkeiten. Beliebt sind dabei Haushaltswaren, Süßigkeiten, DIY-Geschenke und Beautyprodukte. Wer einen Japaner fragt, was er mit Muttertag verbindet, wird aber oft diese Antwort bekommen: Nelken.

Die zum Haha no Hi mit Abstand beliebteste Blumenart steht für Reinheit und reine Liebe. Die Nelke ist fast zum Symbol des Feiertags geworden. Dieser Brauch geht darauf zurück, dass Anna Marie Jarvis, die amerikanische Begründerin des Muttertags, weiße Nelken am Grab ihrer Mutter ablegte. Daher schenkt man heute in Japan selten weiße Nelken, sondern rote oder pinke. Laut Blumensymbolik stehen die pinken für Dankbarkeit und die roten für die Liebe zur Mutter. In den letzten Jahren gibt es auch immer mehr andersfarbige, bunte Blüten und Kinder orientieren sich häufiger an den Lieblingsfarben der Mutter. Im japanischen Amazon-Muttertagsranking rangieren auf den ersten Plätzen Komplettsets mit Nelkensträußchen und edlen Süßigkeiten. Für den etwas ausgefalleneren Geschmack gibt es sogar Nelkengestecke in Pudelform. Dafür werden in den Wochen vor dem Haha no Hi allein über den Flughafen Narita über 7.000.000 Nelken aus Kolumbien importiert.

Haha no Hi ist mehr als nur Geschenke

Doch Geschenke sind natürlich nur ein Teil der Tradition des Haha no Hi und so verbringen japanische Familien den Muttertag oft auf Festen in lokalen Zentren, Vereinen oder Malls, die mit Tänzen, Kinderspielen und mehr aufwarten. Zu den typischen Speisen am Haha no Hi gehören schlichte Gerichte wie das gerollte Omelett Tamagoyaki oder die eierstichartige Suppe Chawanmushi. Aber davon morgen mehr, denn dann stellen wir euch hier ein köstliches Muttertagsrezept vor!

Wenn ihr Live-Eindrücke vom japanischen Muttertag bekommen wollt, dann schaut doch auch mal bei Twitter unter dem Hashtag #hahanohi, was in Japan so los ist.

Also: okaasan arigatou! / Danke, Mama!

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Kommentare

2 COMMENTS

  1. Haha no Hi – hört sich wirklich schön an. Den Feiertag hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Vielen Dank für’s Erinnern.

    P.S. Euer neues Logo-Design gefällt mir richtig gut. Besonders das Favicon!!! Ist jetzt viel leichter zu erkennen, als das alte. Ein Lob an eure Designer an dieser Stelle.

    • Hallo Daniela!

      Ja, das stimmt, ein sehr klangvoller Name.

      Und Danke für das Lob. Es ist schön, dass die Verbesserung auch als solche ankommt, wir freuen uns!

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