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Immer mehr japanische Lehrer fallen wegen chronischen Depressionen aus

Die meisten Lehrer, die gerade ihr Studium abgeschlossen haben und ihre Arbeit aufnehmen, sind voll motiviert, die Zukunft der kommenden Generation mitzugestalten. Die Realität holt viele Lehrer in Japan schon bald wieder ein. Denn neben dem Unterricht haben sie weitere Aufgaben wie Clubaktivitäten und endlose Meetings zu schultern.

Das japanische Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie fand heraus, dass im vergangenen Jahr insgesamt 5.077 Lehrer an Depressionen litten und deswegen nicht arbeiten konnten. Damit stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 186 Personen und bedeutet gleichzeitig den Höchststand seit vier Jahren.

Mit 2.333 erkrankten Pädagogen bilden Grundschullehrer die größte Gruppe innerhalb der Studie. Dahinter liegen die Lehrer von Hauptschulen mit 1.384 Erkrankten. Die Zahl der Gymnasiallehrer, die wegen Depressionen ausfallen, lag bei einem deutlich geringeren Wert von 742. Bei den Sonderpädagogen fielen 612 wegen der Krankheit aus.

Auch geografisch lässt sich eine klare Einteilung vornehmen. Die drei an den stärksten betroffenen Gebieten sind der stark bevölkerte Raum Tokyo mit 602, gefolgt von der Stadt Osaka mit 430. An dritter Stelle liegt die Präfektur Aichi mit 331 erkrankten Lehrern.

depressive Frau
Bild: Susi-paku

33 Prozent der überarbeiteten Lehrer nahmen wegen ihrer Depressionen eine Auszeit von bis zu sechs Monaten. 13 Prozent der Pädagogen waren dermaßen ausgebrannt, dass sie mehr als zwei Jahre ihre Arbeit nicht verrichten konnten. 1.023 Mitarbeiter gaben ihre Tätigkeit vollständig auf.

Viele Lehrer leiden derzeit an chronischen Depressionen, die auf die intensive Arbeitsbelastung in der Schule zurückzuführen ist. Nach einer krankheitsbedingten Pause sind eine Vielzahl weiterhin so überfordert, dass sie erneut ausfallen. Dieses Problem muss von den Schulen unbedingt angegangen werden, findet Makane Kaoruko, Leiter der psychiatrischen Abteilung am Sanraku Hospital.

Japanische Nutzer der sozialen Netzwerke sympathisieren mit den Lehrern und ihren Problemen. Viele schlagen vor, Clubaktivitäten von Vertrauensschülern oder weiteren Mitarbeitern betreuen zu lassen.

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