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Japans Kabinett beschließt Richtlinie zur Aufnahme ausländischer Arbeitskräfte

Das Kabinett von Premierminister Shinzo Abe regelte gestern die grundlegende Politik für die Aufnahme ausländischer Arbeitskräfte. Ab April 2019 sollen 345.150 ausländische Arbeitnehmer in 14 Branchen, zunächst für fünf Jahre, eingestellt werden.

Diese Genehmigung stellt den offiziellen Rahmen für die Einreise von ausländischen Arbeitern, die einen Aufenthaltsstatus in Japan beantragen. Ab dem achten Dezember überarbeitete das Kabinett den bisher gültigen Immigration Control and Refugee Recognition Act.

In der Richtlinie legt das Kabinett Branchen fest, die trotz Bemühungen um einheimische Arbeitskräfte Schwierigkeiten haben, eine Steigerung der Produktivität zu erreichen. Um eine Konzentration ausländischer Arbeitnehmer in den Großstädten zu vermeiden, versucht die Regierung die Maßnahmen in Absprache mit regionalen Gemeinschaften zu koordinieren. Vor allem ländliche Gebiete haben Schwierigkeiten, neue Arbeitskräfte zu finden.

Gleichzeitig stellt die Regierung verschiedene Programme zur Verfügung, die Arbeitgeber unterstützen, die ausländische Arbeitnehmer einstellen. Bevor die Leute nach Japan kommen, erhalten sie Hilfe beim Kennenlernen des neuen Lebensstils. Ebenso hilft ein Programm bei der Suche nach einer neuen Wohnung und natürlich beim Erlernen der japanischen Sprache.

Jobwechsel sind allerdings nur innerhalb dieser 14 Berufszweige möglich. Erst drei Monate nach dem Ende der letzten Beschäftigung gilt diese Einschränkung nicht mehr.

Go! Go! Nihon Mitarbeiter weist den WegDie Zahl von knapp 345.000 ausländischen Arbeitskräften für die nächsten fünf Jahre ist eine Obergrenze, die sich an der aktuellen Wirtschaftslage orientiert. Die Richtlinien sehen eine Vollzeitbeschäftigung vor. Für bestimmte Bereiche wie Landwirtschaft oder Fischerei sind allerdings auch Zeitverträge möglich.

Für jede Stellenbeschreibung erarbeitet das Kabinett Tests, die die technischen Fähigkeiten der ausländischen Bewerber überprüfen. Die ersten Prüfungen starten im April 2019 für Pflegeberufe sowie im Gastgewerbe und der Gastronomie. Dies liegt daran, dass diese Branchen keine ausländischen Auszubildenden anerkennen, die nicht bereits in Japan arbeiten. Für die anderen Branchen plant die Regierung die Prüfungen im Geschäftsjahr 2019, das im März 2020 endet, einzuführen.

Auch die Regeln für die Sprachkenntnisse werden angepasst. Arbeitnehmer, die nach dem neuen System eine Anstellung wollen, müssen entweder einen neuen Test, der ab April 2019 in neun asiatischen Ländern Pflicht wird, bestehen. Oder sie beweisen, dass sie das Niveau N-4 des Japanese Language Proficiency Tests erreichen. Die potenziellen Angestellten müssen ein Verständnis der grundlegenden japanischen Sprache nachweisen. Wer in einem Pflegeberuf anfängt, muss einen zusätzlichen Test bestehen, in dem erforderliche Fachbegriffe abgefragt werden.

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