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Medizinische Universität von Tokyo bevorzugte Bewerber, die von hohen Beamten supportet wurden

Die Tokyo Medical University nahm bestimmte Bewerber auf, nachdem sie von Beamten dazu aufgefordert wurde. Ein Bericht eines unabhängigen Gremiums enthüllt, dass sie dafür Bewerber mit besseren Prüfungsergebnissen überging. Das Gremium untersucht aktuell massive Manipulationen an den Aufnahmeergebnissen.

Masahiko Usui, ehemaliger Vorsitzender des Aufsichtsrats der Universität, gab einem Angestellten den Befehl einem Bewerber zu helfen, die Aufnahmeprüfung 2013 zu bestehen. Gemäß einem Bericht, der am Samstag in Tokyo veröffentliche wurde, handelte Usui im Auftrag eines Beamten der Regierung.

Der entsprechende Bewerber landet ursprünglich nur auf der Ersatz-Liste, erhielt aber trotzdem einen Studienplatz, obwohl andere Teilnehmer bessere Prüfungsergebnisse erzielten.

Der Angestellte erklärte dem Gremium, fast jedes Jahr eine Anweisung Usuis für eine Sonderbehandlung erhalten zu haben. Er förderte bestimmte Bewerber, die anschließend alle die Universität besuchten. Der Bericht verrät, dass mehrere hohe Beamte und Personen, die dem Aufsichtsrat der Universität nahestanden, Usui baten, bestimmte Bewerber zu bevorzugen.

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Bild: すしぱく

Der ehemalige Beamte der Liberaldemokratischen Partei, Tsuneo Akaeda, der auch im Aufsichtsrat der Universität saß, erklärte ebenfalls mit einer solchen Bitte an Usui herangetreten zu sein. Zwei oder drei Studenten habe er jedes Jahr in den letzten 10 Jahren vorgeschlagen. Er handelte auf Anfrage anderer Mitglieder des Rates.

Die Medical University Tokyo steht seit einiger Zeit unter Beschuss, nachdem bekannt wurde, dass sie Ergebnisse der Aufnahmeprüfung manipulierte, um Frauen von Studium auszuschließen.

Der Bericht zeigt weiterhin, dass ein supporteter Bewerber für die medizinische Fakultät zwischen 2013 und 2018 behauptete, die Prüfungsfragen bereits vorher erhalten zu haben. Die Untersuchung wies nach, dass er seinen Test als Erster abgab. Ein Mitarbeiter der Universität informierte ein Mitglied des Prüfungsausschusses vorher per E-Mail über die Fragen, die Standards der Antworten sowie über Fallbeispiele.

Gegenüber dem Gremium wies das entsprechende Mitglied des Ausschusses den Vorwurf zurück, seine Fragen seien nach außen durchgesickert. Die Verantwortlichen erklärten, dass ein begründeter Verdacht vorliege, der allerdings lange zurückliege. Aus diesem Grund können keine klaren Schlussfolgerungen mehr gezogen werden.

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