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Mehr Job-Möglichkeiten für ausländische Studien-Absolventen versprochen

Das Justizministerium plant, auch den ausländischen Absolventen den Arbeitsmarkt in bestimmten Bereichein zu öffnen. Durch ein Visum sollen sie Zugang zu Jobs, zum Beispiel im Gastgewerbe oder in anderen Sparten mit Arbeitskräftemangel, erhalten.

Unternehmen verschiedener Branchen, wie Einzelhändler auf dem Land oder andere Geschäfte, die sich am Rande der Großstadt ansiedelten, forderte die Regierung auf, langfristige Maßnahmen gegen den Mangel an Arbeitskräften zu ergreifen. Vor allem in Anbetracht der stetig steigenden Touristenzahlen sei dies dringend notwendig.

Das Ministerium erarbeitete eine Richtlinie, die Ausländern mit Hochschulabschluss den Einstieg in den Job in Japan erleichtern soll. Vor allem sollten ausländische Studenten mit guten Sprachkenntnissen gefördert werden. Die Richtlinien gelten ab April 2019. Gleichzeitig passt die Regierung den Aufenthaltsstatus für Flüchtlinge, die „spezifische Fähigkeiten“ mitbringen, an.

Diese Fähigkeiten sollten vor allem im Gastgewerbe liegen und sind auf die Arbeit in Restaurants und Hotels beschränkt. Auch für Jobs im Einzelhandel ist ein entsprechendes Visum geplant. Angestellte für Elektrofachgeschäfte sind aktuell besonders begehrt.

Als besondere Zielgruppe nannte das Justizministerium ausländische Absolventen, die mindestens vier Jahre eine japanische Universität besuchten und einen Abschluss machten. Auch Sprachschulen verhelfen zu diesem Status, wenn das N1-Level, das höchste Sprach-Level in Japan, erreicht wurde.

Von Ausländern, die sich normal um ein Visum bewerben, wird in der Regel ein N4-Niveau erwartet. Mit diesem Level lassen sich tägliche Gespräche führen, die nicht auf Fachtermini angewiesen sind.

Das Visum für die Absolventen ist berufsgebunden und kann grenzenlos verlängert werden. Nach Angaben der japanischen Studentenorganisation gab es im Mai 2018 rund 135.000 eingeschriebene ausländische Studenten an Japans Universitäten oder Sprachschulen. In der Regel erhalten Studenten nach ihrem Abschluss ein Visum als Ingenieur, Spezialist für Geisteswissenschaften oder internationale Dienstleistungen.

Die Regeln für diese Absolventen-Visa sind allerdings sehr streng. So wird das Visum ungültig, wenn der Student einen Job außerhalb seines Fachbereichs annimmt. Gemäß Angaben verschiedener Unternehmen lag die Beschäftigungsquote für ausländische Absolventen im Geschäftsjahr 2016 nur bei knapp 36 Prozent. In diesem Jahr plante die Regierung, diesen Wert auf mindestens 50 Prozent zu steigern.

Im Jahr 2017 arbeiteten 22.419 ausländische Absolventen mit einem Visum in Japan, vorrangig als Dolmetscher beziehungsweise Übersetzer, in großen Firmen. Auch für Transaktionsaufgaben waren die Absolventen begehrte Arbeitskräfte.

Mit dem aktuellen System können Absolventen ebenso einen Job in einem Elektromarkt oder im Einzelhandel finden. Eine Ausweitung dieser Regeln ist im Gespräch, sodass die Studenten ihre Sprachkenntnisse auch optimal zum Einsatz bringen können. Vor allem für den lokalen Arbeitsmarkt will das Ministerium die Studenten begeistern.

Allerdings fehlten vor allem kleineren Betrieben die Möglichkeit, den Absolventen passende Stellen anzubieten. Obwohl die Studenten generell interessiert waren, fanden sie keine Stellen, wo sie hätten arbeiten dürfen. Trotzdem erwartet das Ministerium, dass ausländische Absolventen weiterhin Tätigkeiten als Dolmetscher übernehmen.

Quelle: The Asahi Shimbun

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