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Menschenhandel – Über die Schattenseiten Japans Teil 1

Anime, J-Pop, Kampfkunst und ganz viel Bling. Ist das nicht, was uns durch den Kopf geht, wenn wir den Begriff Japan hören? Fakt ist leider, dass es noch ein ganz anderes Japan gibt, eines des organisierten Verbrechens, eines der Perversion und sexuellen Ausbeutung – ein Japan des Menschenhandels. Was einigen nicht bewusst ist und von anderen verdrängt wird, ist dennoch präsenter als je zuvor.

Bereits seit Jahrzehnten ist Japan einer der größten Dreh- und Angelpunkte des internationalen Menschenhandels. Das Land der aufgehenden Sonne sei dabei das Fenster zum Westen, wie die US-Regierung in ihren jährlichen Berichten über den Menschenhandel verlauten lässt. Demnach sei Japan eines der, wenn nicht sogar das Industrieland, das am stärksten in Menschenhandel involviert sei.

Länder die in die gleiche Kategorie wie Japan fallen, sind unter anderem Rumänien, Uganda, der Kosovo und Afghanistan. 2014 wurden insgesamt 32 Fälle von Menschenhandel aufgedeckt. Dabei geht es nur um tatsächlich aufgedeckte und definitiv als Verbrechen eingestufte Fälle. Gesetzeslücken fallen nicht in diese Statistik. In Wirklichkeit ist zudem wohl von einer weitaus größeren Dunkelziffer auszugehen.

Menschenhandel und Ausbeutung in Japan

Menschenhandel in Japan betrifft Personen jeden Alters und Geschlechts. So sind durchaus Fälle bekannt, in denen Kinder aus einigen Ländern nach Japan geschmuggelt wurden, um dort ausgebeutet zu werden. Der Menschenhandel in Japan stützt sich im Wesentlichen auf zwei Felder der Ausbeutung: Ausbeutung von Arbeitskraft und sexuelle Ausbeutung. Zudem muss zwischen Japan als Empfängerland, Startpunkt, Transitpunkt und Kreis unterschieden werden. Während nur wenig Fälle bekannt sind, in denen JapanerInnen gegen ihren Willen in andere Länder geschmuggelt wurden, ist es anders herum weitaus häufiger. Vor allem sind China, südostasiatische Staaten und Kolumbien betroffen. Aber auch osteuropäische Länder sind nicht ausgenommen. Ein zudem nicht weniger schockierendes Phänomen ist in Japan an sich schwer nachzuvollziehen – es gibt ebenso Menschenhandel, der als Start- und Zielpunkt Japan betrachtet, also ein nationaler Menschenhandel.

Dies ist der Einführungsartikel. In den kommenden Wochen werden wir die einzelnen Gruppen, sowie verschiedene Maßnahmen näher beleuchten.

Für einen kurzen Überblick ist der jährliche Bericht der US-Regierung zu empfehlen.

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