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Ein Blick hinter die Kulissen der DoKomi

Die jährlich stattfindende DoKomi ist eine der größten deutschen Anime-, Manga- und Japan-Convention. Doch sie wäre, wie viele andere Events, ohne die zahlreichen freien Helfer, welche hinter den Kulissen ihr Bestes geben, kein Erfolg. Sumikai kam mit einem dieser Helfer, Lucas Paffrath, ins Gespräch. Was dabei herauskam, erfahrt ihr in diesem Interview.

Lucas Paffrath
Lucas Paffrath

Sumikai: Wie kam es dazu, dass du Teil der DoKomi-Organisation wurdest und wie lange bist du bereits dabei?

Lucas: Ich bin seit der ersten DoKomi 2009 dabei. Die ersten 2 Jahre war ich mit für den Gamesroom zuständig. Da ich während der dritten DoKomi zum Bund gekommen bin, habe ich aber diesen Posten abgegeben und danach auf dem alten Gelände mich mit um die Außenbühne gekümmert. Im Jahr danach stand dann das neue Gelände an. Da ich immer noch beim Bund war und gerade versetzt wurde, habe ich eigentlich geplant, als Helfer dabei zu sein. Leider ging so viel drunter und drüber während des Aufbaus, dass ich dem damaligen Helfer Koordinator unter die Arme gegriffen habe. Es wurde leider ziemlich viel im Vorfeld nicht geplant und so habe ich mir noch zwei Helfer dazu geholt und mit denen von Freitag auf Samstag alles versucht, um den Besuchern eine bestmögliche Con zu liefern. Hinter den Kulissen ging allerdings viel Drunter und Drüber. Dennoch haben wir ein erfolgreiches Jahr hinter uns gebracht und haben danach mit einem weiteren langjährigen Helfer ein Vierer-Team gegründet, mit dem wir die nun mittlerweile 400 Helfer organisiert bekommen.

Sumikai: Kannst du uns ein bisschen über deinen Aufgabenbereich erzählen?

Lucas: Mittlerweile ist es recht allumfassend, da wir in fast alle Bereichen der Con Einblick brauchen. Wir planen, wie viele Helfer wir brauchen so das jeder auch genug Pause hat, um was von der Con zu sehen. Planen die Menge an Essen und Trinken so wie einige Unterbereiche, wie die Verpflegung und den Eingang. Daher sind wir auch auf den Sicherheitsbesprechungen und den Hallenbesichtigungen immer dabei. Außerdem stehen wir per Mail allen Helfern zur Verfügung und bearbeiten, die Hauptorga unterstürzend, die Postfächer. Das alles geht auch nur da wir es als 4er-Team, die alle Vollzeit tätig sind, leicht kompensieren können, wenn mal einer Privat verhindert ist.

Wenn die Con dann beginnt, helfen wir beim Aufbau so gut es geht mit. Unsere Damen im Team, Jenny und Anna, planen die Teams ein, prüfen ob alle Helfer die sich angemeldet haben da sind und gehen noch mal alle Positionen durch. Im laufenden Betrieb prüfen sie, ob alle Positionen besetzt sind, planen spontane Lücken und Extraanforderungen ein und sind unser Kopf. Die Männer, Claas und ich, sind die Augen, Ohren und Beine :). Claas ist besonders für die Sanitäter und Security der Halle der Ansprechpartner. Ich helfe da, wo gerade Hilfe gebraucht wird, oder suche sonst nach Problemen ;-).

Sumikai: Die Tätigkeit ist sicherlich unentgeltlich. Was motiviert dich jedes Jahr aufs Neue auf der DoKomi auszuhelfen?

Lucas: Ein ganz großer Teil ist bei mir einfach, dass ich mit der Con aufgewachsen bin.
Ich bin seit Anfang an dabei und habe die Con wachsen sehen. Von ~1500 Besuchern auf nun 31000 und nächstes Jahr sicher noch mehr! Dadurch steckt da schon einiges an Herzblut drin. Aber auch die familiäre Atmosphäre, die trotz der steigenden Helfermenge nicht verloren geht, ist ein großer Part des Ansporns.

Sumikai: Auf einer großen Veranstaltung passieren einem als Helfer sicherlich allerhand kuriose, liebenswürdige oder bombastische Momente. Kannst du uns an dieser Stelle Beispiele deiner „Best Moments“ aufführen?

Lucas: Ein Moment, der mir in Erinnerung geblieben ist, ist das im letzten Jahr der alten Halle ein fürchterlicher Wind geweht hat. Da wir als Sonnenschutz draußen einen Pavillon aufbauen wollten, waren einige Helfer dabei. Als plötzlich aufgeschrien wurde, merkte ich erst das zwei Helfer fast weggeflogen sind und 10 andere sich mit an den Pavillon gehangen hatten :D.

Sumikai: Bei dem großen Besucheransturm ist Ärger ebenso vorprogrammiert. Wie schätzt du das Thema Sicherheit auf der DoKomi ein? Kommt es gelegentlich zu größeren Problemen mit Besuchern oder ist das eher eine Seltenheit?

Lucas: Grundsätzlich sind Besucher dieser Szene sehr handzahm. (das wäre noch ein Grund, warum ich das gern mache :D, man kann mit allen reden!) Der schlimmste Moment ist eigentlich immer der, wenn die Tickets ausverkauft sind. Dann staut sich bei dem ein oder anderen verständlich etwas Wut auf. Ich höre mir das gerne an, wenn die Leute ihren Frust ablassen müssen, kann aber leider in dem Moment nichts daran ändern. Aber ich denke, das wird sich nächstes Jahr ganz sicher ändern :).

Sumikai: Gibt es eventuell Dinge bei denen du sagen würdest, das müsste sich auf der DoKomi ändern?

Lucas: So schnell, wie wir wachsen, gibt es bestimmt einiges, dass sich ändern müsste.
Wir sind aber auf dem besten Wege, dass sich mit dem nächsten Jahr einiges ändern wird! Und auch sind schon Sachen in Planung, die für in zwei Jahren geplant sind. Man darf gespannt bleiben ;).

Sumikai: Wenn du nicht gerade auf der DoKomi als Helfer arbeitest: Was machst du hauptberuflich, und gestaltest du deinen Alltag ebenso mit Anime-/Manga-Themen?

Lucas: Ich arbeite zurzeit als Informatikkaufmann bei einem Internetanbieter. Im Endeffekt Sachbearbeiter ^^’. Die größten Berührungspunkte zwischen meinem Arbeitsalltag und der DoKomi ist eigentlich das 80% meines Jahresurlaubs dafür drauf gehen :D. Privat bin ich eher der Gamer, lese aber auch die ein oder anderen Manga. Im Moment bin ich aber ziemlich auf der Manwha/Korea schiene. Ein Dauerbrenner musikalisch ist bei mir z. B. Roll Deep von Hyuna oder Ringa Linga von Taeyang.

Sumikai bedankt sich bei Lucas Paffrath für das Interview.

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