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Final Fantasy XIV Shadowbringers – Interview mit Naoki Yoshida

Der Director und Producer von Final Fantasy XIV verrät uns sein Lieblingsfeature und inwiefern die Story auf der realen Welt basiert

Naoki Yoshida ist der Director und Producer von Final Fantasy XIV. Er wurde am 1. Mai 1973 in Japan geboren und arbeitet seit 2004 bei Square Enix als Director, Producer und Designer von Videospielen.

Nachdem der originale Launch von Final Fantasy XIV im Jahr 2010 gefloppt war, übernahm Yoshida die Posten des Directors und Producers und leitete die Produktion des Relaunches Final Fantasy XIV: A Realm Reborn. Das MMO wurde von Grund auf umgebaut und nach seinem Release 2013 positiv aufgenommen.

Seitdem erschienen unter Yoshidas Leitung zwei sehr erfolgreiche Erweiterungen – Heavensward und Stormblood. Die dritte Erweiterung namens Shadowbringers wird am 2. Juli 2019 auf den Markt kommen.

Wir haben Naoki Yoshida beim Presse-Event zu Final Fantasy XIV: Shadowbringers in London getroffen und ihn zu der kommenden Erweiterung interviewt.

Unseren Bericht zum Presse-Event findet ihr hier.

„Ich finde, von allen Erweiterungen hat Shadowbringers das beste Szenario“

Sumikai: Shadowbringers beinhaltet eine Menge neuer Features und Verbesserungen. Was ist Ihr Lieblingsfeature der Erweiterung?

Yoshida: Die Main-Story. Wir haben bis zur letzten Minute an der Erweiterung gearbeitet, um eine gute Qualität zu garantieren. Die Story von Final Fantasy XIV hat ihren Kern im Verlaufe des Games mit einer sehr guten Geschwindigkeit und Dynamik erreicht, daher wird die Main-Story der Erweiterung euch definitiv überraschen.

Wir werden euch Charaktere zeigen, in die man sich sehr gut hineinfühlen kann und freuen uns sehr darauf! Tatsächlich hoffen wir, dass ihr Shadowbringers so bald wie möglich spielt. Ich persönlich denke, dass das Szenario von Shadowbringers von allen FFXIV-Erweiterungen das Beste ist.

FFXIV Shadowbringers Logo
Das Logo zur neuen Erweiterung von Final Fantasy XIV – Shadowbringers.

Sumikai: Ich persönlich bin sehr gespannt auf die neue Stadt Eulmore. Eine Stadt, die den Kampf gegen die Bedrohung aufgegeben hat, um die verbleibende Zeit im Luxus zu schwelgen, ist ein sehr interessantes Konzept. Was inspiriert Sie bei der Erschaffung neuer Bereiche – was inspirierte Sie zu Eulmore?

Yoshida: Es ist nicht nur auf Eulmore beschränkt, aber wenn das Main-Scenario-Team oder ich neue Ideen zum Thema einer Erweiterung entwickeln, basieren diese auf der Geschichte der realen Welt oder aktuellen, realen Geschehnissen. Aktuelle Ereignisse einfach auf unsere Ideen zu übertragen, macht ein Feature jedoch noch nicht interessant.

[Anmerkung der Redaktion: Die folgenden Absätze beziehen sich auf das Konzept von Eulmore und das grundlegende Konzept von Shadowbringers.]

Faulheit als Friedensmaßnahme – Yoshidas Inspiration zu Eulmore

Yoshida: Das Gegenteil von Aufwand betreiben ist Faulheit. Faul zu sein wird häufig als etwas sehr Schlechtes angesehen, wenn man es in diesem Kontext interpretiert. Wenn jedoch jeder Mensch auf der Welt faul wäre, gäbe es keine Kämpfe oder Konflikte, weil jedermann friedfertig ist. Das könnte mal eine andere Weise sein, die Dinge zu sehen.

Ich meine, in der heutigen Welt gibt es so viele Kriege und Konflikte. Was wäre, wenn wir damit aufhören würden, in Konflikte zu geraten? Wenn alle ihr aggressives Verhalten beenden würden und ihre Zeit stattdessen mit Schlafen, auf der Couch Liegen oder Ähnlichem verbringen würden – denkt ihr nicht, dass das etwas sehr Friedliches wäre? Selbst wenn wir nicht miteinander auskommen sollten, können wir einander doch einfach ignorieren und so Konflikte vermeiden. Das würde Frieden bedeuten, oder?

FFXIV Shadowbringers Eulmore Bild 1
Die Stadt Eulmore ist Teil der neuen Shadowbringers-Erweiterung zu Final Fantasy XIV.

Die Perspektive ändern, um etwas Einzigartiges zu erschaffen

Yoshida: Die allgemeine Interpretation von Licht ist etwas Heiliges beziehungsweise etwas Gutes. Etwas Schwarzes oder die Dunkelheit steht oftmals für etwas Schlechtes oder Grauenhaftes. Diese Vorstellungen existieren bereits. Also haben wir uns gedacht: Wenn wir diesen Stereotyp umdrehen, könnte das etwas ziemlich Einzigartiges sein. Wenn man das Ganze anders betrachtet, kann sehr starkes Licht verheerend sein.

Wir wollten also die Perspektive ändern, um etwas Einzigartiges und Originelles zu erschaffen. Etwas, das als schlecht interpretiert wird, muss nicht unbedingt schlecht sein. Das sind die grundlegenden Gedanken des Entwicklungsteams. Statt eine vollkommen neue Idee zu entwickeln, nutzen wir existierende Konzepte und betrachten sie aus einer anderen Perspektive oder stellen die vorherrschende Denkweise auf den Kopf.

Ein weiterer, einfacherer Grund für das neue Szenario ist, dass die Spieler nun sechs Jahre lang „Krieger des Lichts“ genannt wurden. Daher ist es wohl an der Zeit, das zu ändern, damit keine Langeweile aufkommt.

Sumikai: Das ist eine sehr interessante Sichtweise.

Yoshida: Ich möchte nicht die gleichen Dinge verfolgen, die andere Leute schon einmal getan haben. Ich möchte etwas ganz Neues erschaffen.

Wir danken Ihnen, dass Sie sich Zeit für uns genommen haben, Mister Yoshida!

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