Interview: Angelina Paustian Autorin von „Manga Kochbuch“

    © CADMOS VERLAG
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    Angelina Paustian ist die Schöpferin der beiden Kochbücher „Koch dich japanisch!“ und ihrem jüngsten Werk „Manga Kochbuch“. Letzteres ist erst diesen Monat erschienen und enthält nicht nur leckere Rezepte sondern auch Short-Mangas! Wir durften Angelina dazu persönlich interviewen.

    Die Autorin ist Studentin für Ökotrophologie (Ernährungswissenschaften) und hat eine Zeit lang in Japan gelebt. Deshalb verbürgt sie sich für die Authentizität ihrer Rezepte. Ihr erstes Buch „Koch dich japanisch!“ erhielt 2013 den Award des besten deutschen Kochbuches in der Kategorie Japanische Küche. Außerdem ist sie selbst ein großer Manga Fan, was sie uns auch im Interview verraten hat.

    Du hast auch eine Zeit lang in Japan gelebt und dort auch als Köchin gearbeitet, oder?

    Angelina: Ja, also in der Gastronomie als Hilfsköchin, oder als Hilfsmensch. Als Koch direkt nicht, weil ich keine Kochausbildung habe, aber da hab ich viel gelernt. Ich hatte dort das Glück, dass der japanische Koch mich wohl ganz nett fand und der war auch Sushi-Meister. Der hatte mir auch einen Sushi-Kurs gegeben.

    Wie ist denn durch deine Erlebnisse in Japan dazu gekommen, dass dir die Idee kam ein Kochbuch zu schreiben, der sich an die japanische Küche anlehnt, aber so umstrukturiert ist, damit es auch Deutsche nachkochen können?

    Angelina: Das kam eigentlich so während meines Studiums. Da hatten wir einen Kurs „Öffentlichkeitsarbeit“ und als Prüfungsleistung durften wir uns aussuchen ob wir einen Flyer, einen Poster, ein Kochbuch oder eine Broschüre machen. Und ich hab dann gedacht: Ja! Kochbuch, da hab ich Lust zu! Hab es dann ein bisschen übertrieben und anstatt 20 Seiten, irgendwie 110 Seiten geschrieben. *lacht* Und da hatte ich nur zusammengefasst was wir in Japan gelernt hatten. Und dann hab ich natürlich geschaut was davon man hier bekommt und wie man das so authentisch wie möglich in Deutschland nachkochen kann. Es ist halt einigermaßen schwierig, weil es eben nicht überall alles gibt, aber Gott sei Dank gibt es den Onlinehandel und da findet man eigentlich jede japanische Zutat. Und wenn man in einer größeren Stadt lebt, dann geht´s eigentlich auch.  Dann dachte ich mir, dass diese Streetfoods die man in japanischen Großstädten isst, noch nicht in einem Kochbuch zusammengetragen worden waren. Nur diese eher ländlichen Gerichte mit viel Tofu. Also war es eigentlich doch ganz gut, wenn ich das einen Verlag schicken würde. Also hab ich das gemacht und vielleicht käme ja etwas zurück. *lacht*

    War es schwer für dich einen Verlag zu finden, der sich dafür begeistern konnte? Oder war das relativ leicht?

    Angelina: ja~ also, es geht! Also ich glaub ich hab es so an 50 Verlage geschickt. Und nur einer hat geantwortet, dass sie da Interesse daran haben. Leicht war es also glaube ich nicht.

    Hattest du schon nach dem ersten Kochbuch schon die Idee ein Zweites zu schreiben?

    Angelina: Ja also, als wir das das erste Buch fertig hatten, war ich erstmal froh dass es vorbei war. *lacht* Weil es so anstrengend war, aber ich hatte auch schon direkt wieder Lust was neues zu machen und die Idee von diesem Manga Kochbuch war halt damals schon in meinem Kopf. Ich hatte wirklich Lust es zu machen, aber ich wollte erstmal gucken was der Verlag so macht – also wie das Buch („Koch dich japanisch!“) so ankommt. Aber die Idee war auf jeden Fall schon da.

    Ist das „Manga“ Kochbuch so zu verstehen, dass du auch ein Fan von Manga bist, oder ist die Idee aus stylischen Gründen entstanden?

    Angelina: Also ich bin sowas von Manga-Fan. Ohne Mangas kann ich nicht leben! *lacht* Bestimmt schon seit ich 12 Jahre alt bin habe ich schon regemäßig Animes gesehen, aber damals halt noch bei RTL2 – die guten alten Zeiten. *lacht* Hab auch viele Mangas gelesen. Die ersten die in Deutschland rauskamen – Jeanne, Akira und Sailor Moon, waren ja die ersten die es hier gab und bis jetzt bin ich immer noch Feuer und Flamme! Auf jeden Fall Manga-Fan!

    Ist auch für dein aktuelles Buch „Manga Kochbuch“ geplant, dass du auf Conventions Werbung dafür machst?

    Angelina: Oh~ Ja! *lacht* Also auch diese Jahr sind wir bis jetzt auf acht Conventions angemeldet. Mit Workshop und Stand meistens. Oder auch teilweise nur Workshop oder nur Stand. Weil das macht erstens richtig doll Spaß. Die Leute sind total motiviert. Also im Moment mach ich das Programm „Bentoworkshop“ und das macht sehr viel Spaß und sehr viele sind interessiert und haben Lust darauf. Deshalb sind Wochenenden dieses Jahr erst einmal voll verplant.

    Welche wird denn die erste Convention sein auf die du demnächst gehen wirst?

    Angelina: Die erste ist jetzt im Mai die Hanami. Und danach die Dokomi.

    Weißt du schon was du dort machen wirst? Oder kannst du da direkt noch nichts dazu sagen?

    Angelina: Also auf der Hanami und auf der Dokomi wird es auf jeden Fall den Bentoworkshop geben. Auf der Hanami wird vor und nach dem Workshop die Möglichkeit bestehen ein bisschen zu quatschen und das Buch zu kaufen wenn Interesse besteht. Auf der Dokomi werde ich einen Stand haben.

    Was ist denn bei deinem Manga Kochbuch anders als bei normalen Kochbüchern?

    Angelina: Zum einen gibt es eben Daisuke und Aya die den Leser durch das Buch geleiten. Außerdem sind auch Mangas zu finden, die als Kapiteleinführung dienen oder auch mal was Hilfreiches zeigen, wie man zum Beispiel aus einer Karotte eine Rose als Deko machen kann. Eben kleine Erklärungsmangas oder Chibis auf jeder Seite. Eher ein Erlebnis Kochbuch.

    Was für Gerichte sind denn darin enthalten? Wie schwer und wie teuer ist es, diese nachzukochen?

    Angelina: Es ist sehr gemischt gehalten, in allen Bereichen. Die Gerichte oder Desserts die es in Anime oder Manga gibt, finden sich auch in meinem Kochbuch. Es ist eher an Anfängerköche gehalten, daher eigentlich sehr einfach nachzukochen. Die Zutaten sind nicht so teuer. Aber Shrimps sind in Deutschland etwas teuer, da kann man leider nichts machen.

    Welches Gericht aus deinem Kochbuch ist dein Lieblingsgericht?

    Angelina: Ja! Der Ramenburger und Takoyaki (Teigbällchen mit Oktupus). Wobei ich bei dem Takoyaki eher ein Ebiyaki (Ebi = Shrimps) daraus mache, weil ich Oktupus nicht ganz so mag.

    Was würdest du noch gern deinen Fans sagen?

    Angelina: Ich hoffe, dass ihr ganz viel Spaß mit diesem Buch haben werdet. Und der Spaß soll hier an erster Stelle stehen. Lasst euch ein bisschen verzaubern und kocht euch ein in die Welt von Anime und Manga, dann könnt ihr euren Helden ein bisschen näher sein!

    Vielen Dank, dass du dir die Zeit für uns genommen hast!

    Angelina: Ich danke Euch!

    Mehr Informationen findet ihr auf ihrer Facebook-Seite.