Mari-Mari stand Sumikai in einem Interview Rede und Antwort zu ihrem Onlinemanga DreamDancer, der aktuell bei uns präsentiert wird. Was die Zeichnerin uns darin verrät, das lest ihr in diesem Beitrag.

Sumikai: Erzähl uns doch mal, wie du auf die Idee zu DreamDancer gekommen bist.

Mari-Mari: DreamDancer war ursprünglich nur ein Wettbewerbsbeitrag, den ich 2007 angefangen und nie zu Ende gebracht habe. Demnach war die Idee eine völlig andere (um was es sich da handelte, kann ich allerdings nicht mal mehr sagen). Als ich dann zu Animexx kam und nach etwas gesucht habe, was ich hochladen könnte, fielen mir die alten Skizzen in die Hände und ich begann daran wieder Gefallen zu finden und 2010, also vier Jahre später, einfach weiter zu zeichnen. Die eigentliche Idee zur Story, so wie sie jetzt ist, kam dann im Laufe des Zeichnens und hat sich mit der Zeit entwickelt. Da ich den Titel „DreamDancer“ jedoch beibehalten hatte und eine Verbindung zum Titel aufbauen wollte, machte es irgendwann, nach langen Überlegungen, „pling“ und die endgültige Idee mit den mysteriösen Komapatienten, den Dreamdancern war plötzlich geboren. X“D

Sumikai: Wer sind die wichtigsten Charaktere?

Mari-Mari: Oh, ganz klar Makoto und Akira. Schließlich sind die beiden die Hauptdarsteller in diesem schlechten Traum, um deren Beziehung zueinander es eigentlich geht! Wobei Makoto noch ein bisschen wichtiger als Akira ist/sein wird. Was alle anderen nicht weniger wichtig macht, sie tragen schließlich alle zum Verlauf der Story bei und treiben die beiden (und mich) immer weiter voran! Souya ist auch wichtig – am Anfang war er eine „Zufallsbekanntschaft/ random Character“, hat sich aber als nützlich und als der „missing Link“ gemausert, der alles ein bisschen plausibler macht.

Sumikai: Wie sieht das Setting aus?

Mari-Mari: DreamDancer spielt in zwei unterschiedlichen Welten. Einmal in der realen Welt, in der Makoto und Akira leben, und einmal in der „Splitterwelt“, eine Traumwelt, welche der Nightmaker Legion (ein übernatürliches Wesen) erschaffen hat und in die er seine Opfer im Geiste hineinzieht.

Geplant sind fünf Bände, die jeweils eine exklusive Bonusstory als auch diverse Farbseiten und kleine Extras beinhalten. Je nachdem, wie viele Artworks noch im Verlauf entstehen, gibt es vielleicht sogar ein kleines Artbook… irgendwann … gaaanz am Ende… einen Namen dafür gäbe es auch schon. XD (falls das mit Setting gemeint war …) °XD

Sumikai: Was ist in deinen Augen das besondere an DreamDancer?

Mari-Mari: Ich denke das besondere an DreamDancer ist, dass es KEINE typische Shonen Ai / Junge liebt Junge Geschichte ist, sondern viel tiefgründiger und spektakulärer als man vielleicht denkt. Natürlich steht nach wie vor eine „Lovestory“ hinter allem, bei der sich zwei Jungs ineinander verlieben und zueinander finden müssen, aber gut verpackt mit viel Spannung und vielen Überraschungen.

Sumikai: Auf was können sich Leser in DreamDancer freuen?

Mari-Mari: Auf eine spannende Geschichte mit vielen Überraschungen und unerwarteten Wendungen. Ein bisschen Herzschmerz und Drama und ein klein wenig Witz. ^^

Sumikai: DreamDancer gibt es auch als Print. Wie können Leser diesen erwerben?

Mari-Mari: entweder auf diversen Cons (DoKomi 2016 am VERnarrtstand und/oder beim Bring&Buy, Connichi steht noch nicht fest), oder online! Dazu einfach eine Mail an marikathchan[@]gmail.com mit dem Betreff „DreamDancer Band…“ und der Anzahl der gewünschten Exemplare.

Sumikai: Was für eine Bedeutung misst du Träumen zu?

Mari-Mari: Auf jeden Fall eine sehr wichtige! Im Zuge meiner Recherchen zu DreamDancer hab ich viel über Träume und ihre Bedeutung gelesen. Und vieles davon trifft wirklich zu. Für mich sind Träume eine Art Kommunikation mit uns selbst. Unser Unterbewusstsein (ich sag immer das zweite ICH) ist ständig in Bewegung und durch unsere Träume versuchen wir unbewusst die Dinge, die uns täglich beschäftigen zu bewältigen und zu begreifen. Auch wenn das sehr oft auch mal richtig abgefahrene Träume sein können. XD

Sumikai: Was waren deine „kuriosesten“ Träume?

Mari-Mari: Oha, meine „kuriosesten“ Träume? Mal überlegen … einer der heftigsten spielte in einer absoluten Wüste. Ich war zwar nicht allein, aber die, die bei mir waren, legten sich zum Schlafen hin und irgendwie wusste ich … jetzt sind sie tot. Ich ging ans Fenster und sah in diese Wüste hinaus, der Himmel war mit dunklen Wolken verhangen und ich wusste nur, da kommt was auf mich zu. Was echt böses. (ich glaub das war die Geburt des Nightmakers ~ ähem). Der Traum war so gemein, dass ich mich heute noch daran erinnern kann, sogar an das unangenehme Gefühl beim Blick aus dem Fenster! (brr) Aber es gibt auch durchaus tolle Träume! (lach) Ich bin ein unheimlicher Bleach und überhaupt Tite Kubo Fan, und hab auch mal davon geträumt, wie Ichigo Kurosaki in meiner Tür steht und mich doch glatt in den Arm nimmt und knuddelt like „Free Hugs“. Wie gesagt, Träume können echt abgefahren sein. X’D

Sumikai: Was ist dir bei deinen Zeichnungen besonders wichtig?

Mari-Mari: die Message, also das Gefühl, welches ich damit ausdrücken und/oder erzeugen will. Abgesehen davon aber auch saubere Outlines und klare Linien. Persönlich gefallen mir klare und saubere Outlines am besten. Eigentlich gefallen mir skizzenhafte Zeichnungen auch super gut, aber nicht, wenn ich sie gezeichnet hab. Dann finde ich sie furchtbar. *lach*

Sumikai: Welchen zeichnerischen Herausforderungen stellst du dich in DreamDancer?

Mari-Mari: so ziemlich jeder erdenklichen Herausforderung! XD Ganz besonders den Perspektiven und Hintergründen. Ich versuche immer möglichst „filmisch“ und dynamisch die Seiten zu gestalten und meine Gedanken (den Film in meinem Kopf ~ hust) so detailgetreu mit Ansichten und „Kameraführung“ auf Papier zu bannen, wie ich nur kann. Das gelingt mir aber nach wie vor nicht immer und macht mich manchmal verrückt, wenn es nicht so klappt, wie ich es mir vorstelle. Ich hab noch so vieles zu lernen und stelle mich den noch kommenden Herausforderungen. *keep on learning*

Sumikai bedankt sich bei Mari-Mari für das Interview.

Gina
ich bin eine ziemlich durchgeknallt aber ruhige Manga-Leserin der 30+ Generation :3