Nachgefragt – deutsche Mangas 2014: Highlights und Tiefschläge

    Asana Mamoru als Kurtz
    Asana Mamoru als Kurtz

    Ein ereignisreiches Jahr geht mit 2014 zu Ende, besonders was die deutschen Manga-Eigenproduktionen betrifft. Hier war deutlich ein Wachstum zu spüren, sowohl in Bezug auf Quantität als auch Qualität. Um 2014 gebührend zu verabschieden und 2015 einzuläuten, widmet AnimeY die zweite Runde Nachgefragt dem Thema:

    deutsche Mangas 2014: Highlights und Tiefschläge

    Manga-Zeichner verraten uns – und somit auch euch – was sie 2014 alles so erlebt haben. Ein kleiner Ausblick auf 2015 verleiht zudem Vorfreude auf Kommendes. Zum Abschluss lässt es sich die AnimeY-Redaktion nicht nehmen, in Form von Asuka und fallenshadow ebenfalls ein paar Worte zum endenden Jahr zu verlieren.

    Zur Einstimmung hat sich fallenshadow die Mühe gemacht und ihre eigene Sammlung nach deutschen Eigenproduktionen (Mangas, Artbooks, Anthologien und sogar eine Light Novel) 2014 durchgekramt. Das obere sowie die drei folgenden Bilder umfassen einen Bruchteil dessen, was dieses Jahr alles zu bieten hatte.

    Yaya-Chan (u.a. Spooky Ice)

    2014 war für mich ein unglaublich kreatives, aber auch stressiges Jahr gewesen.
    Wenn ich so darüber nachdenke, gab es für mich persönlich mehr Highlights als Tiefschläge.
    – Im Januar oder Februar wurde ich beim Verlag Neon Comics angenommen!
    – Im Mai erschien mein erster Manga Spooky Ice auf der Hanami.
    – Ende Mai – Juli habe ich Nana Yaa Kyere bei ihrem Manga Patina assistiert, Fuku bei ihrem Alien-Doujinshi und nebenbei auch noch einen South Park-Doujinshi rausgebracht.
    Ich habe rund um die Uhr gezeichnet, war auf mega vielen Conventions mit einem Zeichnertisch anwesend und habe ganz viele Erfahrungen dabei gesammelt.
    Ich habe zum ersten Mal das Con-Poster für den CosDay² und die Eintrittskarten gestalten dürfen.
    Zusätzlich habe ich in Zusammenarbeit mit Yakitori zum ersten Mal in meinem Leben Shirts designt und rausgebracht!

    Ich saß währenddessen auch an einem Sailor Moon-Doujinshi, den ich leider canceln musste, ansonsten habe ich auch zum ersten Mal in meinem Leben vom vielen Zeichnen eine Sehnenscheidenentzündung bekommen |D‘
    Ich glaube, das war mein einziger Tiefpunkt, was das Zeichnen angeht in diesem Jahr.
    Natürlich bin ich auf dem Weg zur Besserung, aber dadurch habe ich auch gelernt, endlich Pausen einzulegen.

    Ich hoffe, dass das nächste Jahr genau so tollig wird wie 2014 (aber bitte ohne Sehnenscheidenentzündung xD)!

    Meine Zukunftsprojekte sehen so aus:

    – Für Januar versuche ich, sofern meine Hand es mir erlaubt, die Kurzgeschichte Spooky Mochi rauszubringen. Spooky Mochi ist ein kleiner Spin-off zu Spooky Ice.
    Das Genre ist dieses mal kein Shonen-ai, sondern Slice of Life, Comedy und Shojo.
    Geplant ist der Release auf den FCT in Frankfurt (10.01.2015) in einem Sammelband, in Zusammenarbeit mit Christina Plaka und vielen weiteren Zeichnern.

    – Gerne möchte ich Spooky Ice Bd. 2, was vielleicht auch der Abschlussband sein wird, auf der Hanami oder DoKomi 2015 rausbringen. Dieses Mal mit vielen Kapiteln und vielen Seiten, damit der Band ganz dick ist! UvU))o

    – Mega gerne würde ich eigentlich noch 1-2 Doujinshis 2015 zeichnen! Zu gerne zur Serie Tokyo Ghoul! Mal schauen, ob ich das hinbekomme!

    – Und als Abschluss: Ich würde zu gerne auch einen Ecchi-Comedy-Shojo (Ja, komische Mischung!) Manga rausbringen. Story und Idee sitzen schon! Werde das Projekt aber nur in Angriff nehmen, wenn Spooky Ice abgeschlossen ist.

    Uhh, ich habe mir ganz schön viel vorgenommen, hahaahaha. Mal schauen, was daraus wird.
    Aber auf was ich mich besonders freue, im nächsten Jahr ist die DoKomi und Hanami!
    Sind nun mal meine Lieblingscons U//3//U‘!

    Safaia (u.a. i•seki)

    2014 war ein sehr turbulentes Jahr für mich.
    Da ich ohne einen Verlag arbeite und nur meine eigenen Werke selbst herausgebe, hatte ich sehr viel zu tun. Es gab freudige Momente, aber auch niederschmetternde.

    Ich durfte dieses Jahr auf sehr vielen Messen und Cons mit einem Zeichnertisch vertreten sein. Dabei habe ich unglaublich viele tolle Menschen getroffen, die mich in dem bestätigt haben, was ich mache! Dazu konnte ich zwei meiner Werke, Spes 2.0 und i·seki Heft 1, endlich drucken. Es war unglaublich schön, die Hefte endlich in Händen zu halten! Das waren wohl die schönsten Momente!

    Leider war ich auch recht oft krank, körperlich geht es nur langsam wieder bergauf. Ich denke, das Schlimmste für mich war, dass ich oft nicht zeichnen konnte, weil ich dazu einfach nicht in der Lage war. T_T
    Aber auch zeichnerisch steckte ich oft fest und hatte das Gefühl, nicht weiterzukommen. Es gab Momente, in denen ich nicht mehr wollte, nicht weiter wusste. Doch meine Freunde fingen mich auf und gaben mir neue Kraft ^^.

    Für die Zukunft 2015 plane ich:
    > i·seki Band 2
    Ich möchte meinen Doujinshi im zweiten Band beenden und abschließen.
    Daran arbeite ich bereits jetzt. Ich hoffe, es zur LBM zu schaffen!

    > ~West End~
    Zur DoKomi möchte ich meine Kurzgeschichte ~West End~ herausbringen! Alltag und Yaoi.
    Ich sehe das als Herausforderung, die ich einfach schaffen muss und will.

    >Ende des Jahres möchte ich mich an etwas setzen, das mir mehr als nur am Herzen liegt!
    Mein erster Doujinshi war Herbstwind. Diesen möchte ich nun neu auflegen, verbessern und noch einmal zeichnen! Vielleicht versuche ich es damit noch einmal bei einem Verlag, vielleicht mache ich das Ganze wieder selbst. Ich weiß es noch nicht. Doch ich freue mich darauf! Da ich das Werk wirklich liebe und die Charas einfach zeichnen möchte!

    Ich möchte zeichnen, auf einige Cons gehen, meine Leser treffen und eine schöne Zeit haben. Ich hoffe, dass 2015 besser wird, denn der Spaß blieb etwas auf der Strecke. Ich möchte, dass es mir wieder mehr Spaß macht und ich mich verbessere!

    Miriam Esdohr (IAKES)

    Mein Jahr war leicht chaotisch. Nachdem IAKES erschienen war und ich damit auch auf der Leipziger Buchmesse vertreten war, hatte ich irgendwie keine Aufgabe mehr und stand mehr oder weniger vor dem Nichts. Mir blieb also nichts anderes übrig, als mich neu zu orientieren, also habe ich mich auf die Verbesserung meiner Fähigkeiten gestürzt. In Foren und Communities habe ich viel nützliches Feedback erhalten und habe fleißig an all meinen zeichnerischen und malerischen Fähigkeiten gearbeitet: Wiederauffrischung von Grundlagen wie Perspektive, Anatomie, Licht, Schatten und Farbe, mich aus meiner Komfortzone begeben und mal was anderes versuchen. Außerdem habe ich mir »digital painting« und ein neues Programm beigebracht und mich zwischenzeitlich als Freelancerin durchgeschlagen. Auf Conventions bin ich sonst überhaupt nicht gewesen, hatte dafür aber zwei Ausstellungen hier in Bremen. Dabei hat sich auch ein weiteres Projekt für mich ergeben, in dem ich eine Metal-Band mit meinen Illustrationen beziehungsweise Character Designs unterstützen darf. Das ist auch für mich persönlich das Highlight des Jahres, über diese Möglichkeit freue ich mich wirklich sehr!
    Unterm Strich habe ich sehr viel an mir gearbeitet und versucht, mich weiterzuentwickeln (ich denke, dass mir das auch gelungen ist), viel gemalt und gezeichnet, für meine Verhältnisse viele Leute getroffen, und ich glaube, ich bin das ganze Jahr nicht ein einziges Mal krank gewesen. Zum Abschluss des Jahres geht es für mich wieder auf Japanreise, und ich bin mir ziemlich sicher, dort viele neue (oder auch schon bekannte) Eindrücke zu bekommen, die mir hoffentlich noch mal Inspiration und einen Energieschub für das kommende Jahr geben, denn ich habe noch keine konkreten Pläne. Keine Pläne, keine sonstigen Projekte und auch nichts in Aussicht.
    Ich wünsche mir für 2015, dass sich mir weitere tolle Möglichkeiten eröffnen, und ich wünsche mir besonders, dass diese mich kreativ und beruflich weiterbringen. Und noch dazu wünsche ich mir endlich ein wenig finanzielle Stabilität (so, jetzt habe ich’s gesagt!), von Luft und Liebe allein lebt’s sich dann doch nicht so gut, auch wenn es romantischer klingt.

    Kami (Get Your Man)

    2014 wird mir wohl immer als ein besonderes Jahr in Erinnerung bleiben, da ich mit GYM #1 meine allererste Veröffentlichung hatte! *freudentränen* Ein weiterer Höhepunkt des Jahres war meine erste Connichi, auf der der Band dann vorgestellt wurde.
    Richtige Tiefschläge hatte ich eigentlich keine…immer mal wieder die üblichen Krea-Tiefs, aber nichts Langanhaltendes.
    Ja, ich denke unter 2014 kann ich einen sehr positiven Strich ziehen.
    Oh, und wenn ich darf, würde ich die Chance gerne nutzen und allen danken, die mich mit GYM unterstützt haben, und ebenso allen, die das Projekt mögen ;_; DANKE.

    HolzEsserin und Salamandra (u.a. He´s half-baked)

    2014 war für uns ein sehr produktionsreiches Jahr.
    Im März auf der Manga Comic Convention/Leipziger Buchmesse waren wir mit VERnarrt 2 und It’s Shonen Time gleich mit zwei Anthologien am Start. Außerdem erschien noch Salamandras Einzelband Till the End, und HolzEsserin hatte das erste Mal ein Sortiment für Messen zusammengestellt, bestehend aus Kakaos, Postkarten, Poster, Sticker, Originalen und vielem mehr.

    Es war eine tolle Erfahrung, das erste Mal einen Stand auf der MCC/LBM zu haben. Wir haben sehr viele neue Gesichter kennengelernt, alte Freunde wieder getroffen und viel Input aufgesaugt. Wir sind die Großverlage abgelaufen und sind zu den Mappensichtungen gegangen und haben uns die Diskussionen am Schwarzen Sofa zu den deutschen Mangas angehört.

    Auf der Messe haben wir außerdem das Team von Animando kennengelernt und unser erstes Interview mit ihnen geführt. Im Laufe des Jahres haben wir sie öfters wieder getroffen, bis schließlich im September ein kleines, großartiges Special zu unserer VERnarrt-Anthologie fertig war.

    Wenn wir nicht gerade auf Messen unterwegs waren, haben wir immer still und heimlich an unserem nächsten Projekt für die nächste Messe gearbeitet, oder unserer Mappe.

    So konnten wir auf der DoKomi 2014 unsere Geschichte Petrichor – der Geruch des Regens (zusammengehörig mit One for the Way, welches wir zur Connichi 2013 rausgebracht hatten) präsentieren und jeweils einen Beitrag im Baito oh!-Sonderband DEAI abliefern, den es dort ebenfalls zu ergattern gab.

    Auch auf der DoKomi besuchten wir wieder die Mappensichtung von TOKYOPOP und erhielten weitere Ratschläge.

    Zeitgleich mit der DoKomi durften wir ein großes Interview mit AnimeY geben, was wir aufgrund der interessanten Fragen sehr spannend fanden.

    Im Grunde hatten wir aber das ganze Jahr auf die Connichi hingearbeitet. Denn 2013 hatte dort mit One for the Way und unserer ersten gemeinsamen Mappensichtung bei TOKYOPOP alles begonnen, und unser Ziel war es, eben auf jener Con unsere fertige Mappe präsentieren zu können. Und so gingen wir voller Aufregung und unserer gedruckten Mappe in der Hand auch zu dieser Mappensichtung und gaben unsere Mappe dort ab…!

    Doch das war nicht das Einzige, woran wir in der Zwischenzeit gearbeitet hatten. Zur Connichi brachten wir außerdem eine weitere Kurzgeschichte aus unserem zusammenhängenden Projekt mit. Diese lautete Get this Straight. Neben dieser hatten wir auch noch unseren ersten Josei-Titel He’s half-baked mit dabei.

    Auf der Connichi sind wir ebenfalls in Kontakt mit dem Schwarzen Turm getreten und haben uns von Olivia Vieweg die große Version von Hermann, die Dicke Katze, gegönnt.

    Allgemein kann man sagen, dass 2014 für uns ein sehr ereignisreiches Jahr war, mit sehr vielen schönen Highlights. Seien es nun die Cons, die gemeinsamen Übernachtungen oder nächtliche Zeichensessions, um mit all unseren Projekten fertig zu werden, und dann das unglaubliche Gefühl, wenn man seinen Druck das erste Mal in der Hand hält, aufschlägt und feststellt, dass fleißige Wichtelmännchen einem noch mal den Text korrigiert haben ;D

    2015 steht für uns schon seit einiger Zeit in den Startlöchern, und wir arbeiten bereits wieder gleichzeitig an ein paar Projekten. Eins davon soll ein längerer Online-Comic werden zu den inzwischen bekannten Charakteren aus unseren Doujinshis. Daneben arbeiten wir fleißig an VERnarrt 3 (MCC/LBM) und unserer neuen Shonen-ai-Anthologie blueprint (DoKomi) und einem weiteren Projekt, das uns nach den Sternen greifen lässt.

    Alexandra Völker (u. a. Bloody Magic)

    Mein 2014 war sehr lehrreich, wortwörtlich! Denn nach zwei Jahren Pause habe ich endlich einen Master-Platz an der Folkwang Universität der Künste bekommen und konnte mein Studium fortsetzen – das war mir sehr wichtig, und endlich hat sich mein Wunsch erfüllt. Ich habe viele neue Leute im Studium kennengelernt und hoffe, dass es auch weiterhin so gut klappt!
    Ein neues Projekt plane ich auch, da es mit der Uni bisschen weniger wird, hoffe ich, dass es auch klappt.
    An Messen hatte ich die Contopia in Dortmund und die AnimagiC in Bonn. Auf der Contopia durfte ich einen wunderschönen Aquarellkurs geben, und ich habe mich riesig gefreut, dass so viele Besucher gekommen sind, es war mir eine große Ehre! Auf der Zeichnermeile habe ich viele liebe Kollegen getroffen und war begeistert, wie sich die Zeichner-Truppe entwickelt, fast alle beobachte ich auch auf Facebook und freue mich sehr, dass Manga sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut!
    Auf der AnimagiC war es ebenfalls schön, ich durfte an allen drei Tagen signieren, und meine kleinen Manga-Leser waren da, teilweise mit ihren Eltern oder älteren Geschwistern, das war sooo niedlich und süß! Es haben sich sogar einige männliche Leser verirrt, darauf bin ich auch sehr stolz XD.
    Ich bin sehr happy, dass ich das tun kann, was mir Spaß macht, ich lebe für die Kunst und freue mich, dass ich mit meiner Begeisterung nicht allein bin, meine Kollegen und Leser helfen mir sehr. Also ein Dankeschön auch an EUCH!!!

    abschließende Worte zum Thema aus der AnimeY-Redaktion 

    Asuka: Ich befinde mich zwar eher in der Leserposition, dennoch gibt es auch von meiner Seite ein paar Dinge zum Thema Manga-Eigenproduktionen in diesem Jahr zu erzählen. Dank unserer Redakteurin fallenshadow setzte ich mich weitaus mehr mit deutschen Zeichnern auseinander, als die Jahre davor, wo ich mich doch eher auf Verlagszeichner oder eben japanische Titel konzentriert habe. Ich erkannte, dass die Vorurteile in Deutschland gegenüber Eigenproduktion schon längst nicht mehr so groß sind, als noch vor mehreren Jahren, und das Interesse sehr gewachsen ist.

    Über das Internet trat ich vermehrt mit Zeichner persönlich in Kontakt, suchte das Gespräch ebenso auf Conventions. Kurz, das Jahr 2014 öffnete meine Augen für den kompletten Bereich der Eigenproduktionen, von daher bin ich sehr gespannt, was 2015 alles parat hält. Ich verneige mich echt vor diesen Leuten, die soviel Leidenschaft in ihre Arbeit packen.

    Leider huldigen nur wenige Online-Magazine, die sich mit dem Thema Manga beschäftigen, die Arbeit dieser Leute, die sich Tag für Tag an ihre Mango-Storys setzen. Die Lücke möchte ich (bzw. wir) mit AnimeY stopfen, und ich freue mich riesig darüber, dass die Zusammenarbeit sehr viel Zuspruch bekommt. Ich bin sehr gespannt, wie sich dieses Projekt im kommenden Jahr entwickelt.

    fallenshadow: 2014 war ein grandioses Jahr für die deutsche Mangazeichner-Szene. Meine Begeisterung für die Eigenproduktionen startete so wirklich erst Ende 2013. Somit war dies das erste Jahr, in dem ich das fleißige Treiben der deutschen Zeichner von Januar bis Dezember so gut wie möglich mitverfolgte sowie zusammen mit meinen Kollegen versuchte, auf AnimeY einen guten Überblick über das Geschehen zu geben.

    Wir haben im deutschsprachigen Raum eine sehr lebendige und auch facettenreiche Szene, dementsprechend hoch ist die Anzahl an 2014 erschienenen deutschen Eigenproduktionen ausgefallen. Die Veröffentlichungen bei den großen Verlagen bilden dabei nur die Spitze des Eisberges, wobei auch hier ein Wachstum und reges Interesse für das Thema erkennbar sind. Nur zu gerne vermerke ich hier auf die erste Runde Nachgefragt, in der es um die Stellung der deutschen Eigenproduktionen auf unserem Manga-Markt ging und sich sowohl TOKYOPOP als auch CARLSEN MANGA! freundlicherweise zu Wort meldeten.

    Oft den Augen verborgen bleiben jedoch die privat herausgegebenen Werke, welche zahlenmäßig die Mehrheit einnehmen, sowie die Titel der Kleinverlage. Das musste ich in diesem Jahr lernen. Besonders Veranstaltungen wie die LBM, DoKomi und Connichi sind terminliche Hochburgen für neue deutsche Mangas. Gleichzeitig bedeutet das für uns Redakteure einen großen Stress, die Ankündigungen von den einzelnen Künstlerseiten herauszupicken. Auf der anderen Seite mache ich das aber auch sehr gerne, da dahinter auch das private Interesse steckt zu erfahren, was alles frisch auf den Markt kommt.

    Was die Qualität betrifft, ist die Art der Veröffentlichung, ob nun privat bezahlt oder über einen Verlag herausgegeben, oft irrelevant. Richtige Perlen lassen sich auf allen Ebenen finden. Genretechnisch bekommt man jetzt schon eine große Auswahl geboten, wobei mir – zugegeben – besonders viele Boys-Love-Werke auffielen. Doch die Szene ist noch spürbar am wachsen – und mit ihr AnimeY.  Auch 2015 wollen wir euch mit Interviews versorgen und arbeiten daran, das Künstler-Portal auszubauen. Als Leser und Redakteur freue ich mich schon darauf, was das neue Jahr für deutsche Eigenproduktionen bereithält.

    AnimeY bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmern. Gerne lesen wir auch eure Meinung zum Thema »deutsche Mangas 2014: Highlights und Tiefschläge« in den Kommentaren. Solltet ihr selbst Themen-Vorschläge für kommende Beiträge in dieser Sparte haben, könnt ihr uns diese gerne mitteilen.

    Bilder © 2014 AnimeY Online Magazin

    fallenshadow
    Passionierte Liebhaberin der deutschen Manga-Zeichner-Szene, Manga über Anime Stellerin, es darf auch mal ein amerikanischer Comic sein, Avocado Makis sind lecker, liebt Regentage, zu faul Haare schneiden zu lassen, Mathe ist easy, Tofu ist mein Fleisch