Nachgefragt: Verkauf von Fan-Doujinshis – Top oder Flop?

    Neues Jahr, neuer Veranstaltungskalender. Auf Conventions und Messen präsentieren Manga-Zeichner ihre Werke. Darunter befinden sich aber nicht nur immer komplett selbst erdachte Handlungen, sondern auch der ein oder andere Fan-Doujinshi (selbst gezeichnete Mangas zu bereits existierenden Serien anderer Zeichner, wie etwa Naruto, One Piece oder Attack  on Titan).

    Die dritte Runde unserer Interview-Kategorie Nachgefragt widmet sich passend dem Thema:

    Verkauf von Fan-Doujinshis: Top oder Flop?

    Wir haben deutsche Manga-Zeichner gefragt, wie sie Fan-Doujinshis als Künstler beziehungsweise Privatperson gegenüberstehen und es finden würden, wenn jemand zu ihren Werken einen Doujinshi anböte. Als Highlight haben wir dieses Mal Jonas Blaumann, Programmleiter von Egmont Manga, gewinnen können, der aus Verlagssicht Licht in die Thematik bringt.

    Kami (Get Your Man)

    Also, ich bin großer Fan von Fan-Doujinshis aller Art! Ich habe schon einige japanische gekauft und würde auch deutsche kaufen. Ich habe bisher einfach noch keinen gesehen, der für eins meiner Fandoms war.

    Ich würde mir sogar wünschen, dass die Szene hier
    in Deutschland noch weiter aufblüht und gedeiht (damit es eben auch eventuell mal für obskurere Sachen ein paar Doujis gibt oder es sich lohnt, selbst welche anzubieten)!

    Und wenn jemand einen Douji zu Get Your Man anbieten würde, wäre ich überglücklich und wahnsinnig geehrt!

    Ich finde es immer ein wenig schade, wenn Zeichner (oder Autoren oder was auch immer) die Kreativität ihrer Fans in die Schranken weisen wollen.

    Andererseits mag das für einige auch keine Frage dessen sein, was sie selbst WOLLEN, als viel mehr, was sie vielleicht tun MÜSSEN, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.

    So wie es vielleicht auch eine Frage ist, was zutrifft: »jemand zeichnet einen Douji, weil er so ein großer Fan ist« oder »jemand zeichnet einen Douji, weil das Fandom beliebt ist und es darum lukrativ ist«.

    Yaya-Chan (u.a. Spooky Ice)

    Ich liebe Doujinshis, zeichne/kaufe selbst welche und werde dies auch weiterhin tun.
    Was mich ja auch an den ganzen Doujinshis so verzaubert, ist, dass man sich einfach zu den Charakteren seiner Lieblingsserie selbst eine eigene Story ausdenken kann und man
    einfach nur noch mehr an die Serie gebunden wird. Ich finde, wenn Zeichner zu einer Serie einen ganzen Doujinshi zeichnen, dann ist das wie so eine Art Liebesbeweis zur Serie. Klingt komisch, aber so geht es mir.
    Beispiel: Ich liebe South Park und das schon seit Jahren! Nachdem ich das Videospiel endlich durchgespielt hatte, war ich die Serie wieder so am Hypen, dass ich meine eigene Story-Idee einfach zu Papier bringen musste!
    Am schönsten fand ich es ja, als ich die gedruckte und vor allem fertige Version dann endlich in den Händen halten konnte und auch die positiven Rückmeldungen der Fans und Käufer erhielt.
    Ich finde, so ein Doujinshi bindet einen nicht nur an die Serie, sondern bringt auch neue Leute dazu, Interesse an einer Serie zu entwickeln.
    Alleine in meinem Fankreis habe ich nach dem Doujinshi so viele Rückmeldungen bekommen, dass viele jetzt erst damit angefangen haben, die Serie dadurch zu schauen und sich sogar das Spiel gekauft haben.
    Doujinshis sind nicht nur dafür da, um seinen Hype zu teilen, nein, sie dienen auch als Werbeträger. Sofern ich das jetzt nicht falsch erklärt habe.
    Aber es ist einfach Fakt, dass so ein Doujinshi gratis Werbung für die Serie ist. Man macht Werbung und wird dafür zwar nicht von dem Zeichner gezahlt, aber verdient dann halt ein bisschen an dem Doujinshi.
    Ich habe schon so oft mitbekommen, dass einige meinten »Ja, das machen die doch nur, um Geld zu scheffeln!«
    Quatsch! Der Druck für einen Doujinshi in einer top Druckqualität kostet sehr viel! Ich achte immer darauf, dass meine Doujis immer in einer sehr guten Qualität abgedruckt werden, und das kostet wirklich seeeeehr viel! Ich wische mir jedes Mal den Schweiß von der Stirn, wenn ich gerade noch so die Druckkosten reinbekomme.
    Aber dieses Risiko gehe ich für meine Lieblingsserie gerne ein! Ich möchte, dass andere auch mitbekommen, wie super die Serie ist, in der ich so viel Zeit, Liebe und Mühe gesteckt habe, um einen Doujinshi daraus zu machen.
    Ich weiß noch, wie ich auf der Connichi einen Doujinshi von Lancha zur Serie Kuroko no Basket gekauft habe. Ich kannte die Serie nicht, der Doujinshi sah aber mega interessant aus. Zwei Wochen später habe ich mit der Serie angefangen und bin einfach begeistert davon. Sollte sie irgendwann in Deutschland erscheinen, würde ich sie mir auf jeden Fall kaufen.

    Was ich ebenfalls noch mitbekommen habe, was in Japan anders ist als hier in Deutschland:
    In Japan schreiben gewisse Anime-Studios sogar berühmte Doujinshi-Zirkel an (das sind Gruppen mit vielen Zeichnern drin, die an einem Projekt immer gemeinsam arbeiten), schicken diesen eine Art Preview zu der neusten Serie und bitten diese sogar darum, einen Doujinshi zur Serie zu zeichnen.
    Sowas finde ich einfach nur klasse!
    Doujinshis sind gratis Werbung und binden ihre Fans u

    nd Zeichner nur noch mehr an eine Serie!
    Für jeden Zeichner ist das eigentlich schon fast eine Ehre, wenn man einen ganzen Doujinshi gewidmet bekommt. Denn jeder, der zeichnet, weiß auch, wie viel Arbeit hinter so einem Doujinshi steckt, und sowas macht man nicht einfach just4fun.

    In Japan gibt es ebenfalls genug Manga-Zeichner, die ebenfalls neben ihren Mangas, die sie rausbringen, sogar Doujinshis zeichnen.
    Wenn ich mich nicht irre, ist die Shonen-ai-Zeichnerin Junko ebenfalls eine, sie müsste zurzeit an einem Haikyuu-Doujinshi arbeiten.
    Vom Spice and Wolf-Zeichner Keito Koume besitze ich sogar einen Doujinshi zur Serie Ika Musume.
    Die meisten Doujinshi-Zeichner werden ebenfalls auch erst durch ihre Doujinshis entdeckt und bekommen dann auch oft ein Angebot von einem Verlag.

    Zum Thema »Was würde ich denn davon halten, wenn man von meiner Serie einen Doujinshi zeichnen würde?«

    Ganz ehrlich? Ich würde heulen. Heulen vor Freude.
    Alleine heute habe ich auf dem FCT wieder ein Fanart erhalten von einer Besucherin. Jedes Mal, wenn man mir etwas zeichnet, freue ich mich so riesig!! Der Gedanke, dass sich jemand die Zeit genommen hat, mir meine Charaktere zu zeichnen, macht mich einfach glücklich!
    Bei einem Doujinshi würden mir wahrscheinlich wirklich die Tränen runterlaufen. Ich war ja schon kurz davor zu heulen, als mein Charakter Shiro aus Spooky Ice von Lipwig gecosplayt wurde, und gerade weil ich Doujinshis so abgöttisch liebe, würde mich das einfach mega glücklich machen.
    Ich würde sogar selbst ein Exemplar kaufen (so wie ich mich kenne sogar zwei  U//A//U) und der Zeichnerin mehr als nur dankbar sein.
    Ich hätte auch kein Problem damit, wenn der Doujinshi verkauft werden würde. Schließlich soll die Zeichnerin ja ihre Kosten wieder reinbekommen und für ihre Mühen auch etwas belohnt werden :>!
    In dem Sinne, ja, ich würde es einfach super finden Uvu.

    Doujinshis sind einfach tollig und der Grund dafür, dass ich mich immer wieder ein bisschen mehr beim Zeichnen verbessere ;>

    Nachtrag: Eine weitere Manga-Zeichnerin, die im Moment dauernd Doujinshis rausbringt, ist sogar Arina Tanemura! Hätte ich nie gedacht!
    Habe mir sofort mal einen von ihr bestellt ;>

    Zombiezeemo (The Pink End)

    Also, auch ich besitze Doujinshis aus Japan, und auch ich zeichne welche, aber werde erstmalig dieses Jahr auch tatsächlich einen verkaufen. Ich wünschte mir, dass dies so weit verbreitet wäre wie in Japan! Ich hätte auch gerne Doujinshi-Cons, die NUR dafür da sind. /weint
    Und wenn man zu meinen eigenen Sachen Doujinshis zeichnen würde, wäre ich die Erste in der Schlange, um ihn zu kaufen!!!

    Alexandra Völker (u. a. Bloody Magic)

    Was in Japan erlaubt ist (eher Grauzone), ist bei uns in Deutschland leider nicht gestattet: Der Verkauf von Doujis, sofern dort bereits bestehende Charas aufgenommen werden (wie Sailor Moon oder Naruto), ist NICHT gestattet und verletzt das Urheberrecht. Keiner der Zeichner besitzt die Rechte an Pikachu und Co., und darüber sollte man sich im Klaren sein. Wenn man die Werke drucken lässt und sie für Geld weiterverkauft, macht man sich damit in Deutschland strafbar.
    Wie die Rechtslage ist, wenn man einfach nur gern einen Fancomic zeichnet und ihn online stellt (also ohne damit Geld zu machen), darüber weiß ich leider nicht so viel, so viel Recht hatte ich im Studium leider noch nicht.
    Ich selber würde mich riesig freuen, wenn jemand meine Manga-Charas in Doujis verwenden würde, aber nur in solchen, die nicht zum Verkauf gedacht sind. Aber über Fanarts und Doujis online, ganz ehrlich, wer freut sich darüber nicht??? Auf Animexx lese ich immer wieder gern Online-Doujis, auf Facebook findet man auch immer mehr, und die Qualität ist einfach super!

    Yunuyei (u.a. Black Frost – Beast of Night)

    Interessant finde ich, dass viele immer argumentieren, dass es verboten ist. Ich verstehe sowieso nicht diese ganze Rechtsdiskussion, da es bis jetzt keinen bekannten Fall gab, in dem man verklagt wurde. Natürlich heißt es nicht, dass es korrekt ist und Doujinshiverkauf legal ist, man muss aber auch immer beachten, dass unsere Gesetze nicht auf etwas wie Fanfiction und Doujinshiverkauf ausgelegt sind und eigentlich für andere Bereiche gemacht sind. In Japan und Amerika gab es genau deswegen ja auch Rechtsanpassungen und ist die Lage eine andere. Gesetze ändern sich ständig und sind auslegbar. Den Unternehmen sind Doujinshis, Fanarts und Fanfictions zum Großteil sogar sehr willkommen, da sie eines der besten Werbemittel sind. Übrigens sind Doujinshis nicht immer zwangsläufig illegal. Ich habe einen SherlockxHobbit-Doujinshi gezeichnet, der eindeutig als Parodie erkennbar ist. Parodien sind davon ausgenommen. Parodien, Satire und Karikaturen haben einen hohen Rechtsschutz, denn gegen diese wird ja auch meistens vorgegangen, weil sie im Gegensatz zu den normalen Fanwerken oft auch kritisch sind und den Rechteinhaber nicht immer positiv darstehen lassen. In diesem Fall geht die Kunst und die Meinungsfreiheit vor. Auf der anderen Seite kann man sich auch von manchen Publishern die Genehmigung holen, ein Fanwerk rauszubringen (es gibt aber auch viele, die auf solche Anfragen nicht reagieren). Zum Thema, wie ich selbst zu Doujinshis stehe: Wenn jemand einen Doujinshi zu meinen Werken zeichnen würde, würde ich mich sehr freuen (der Höflichkeit halber sollte er mich natürlich fragen). Wie gesagt, es gibt keine bessere Werbung und größere Anerkennung. Man muss auch mal zwischen kommerziell und privat unterscheiden. Doujinshis haben kleine Auflagen und erreichen vielleicht ein paar hundert Leute. Der Zeichner verdient vielleicht ein paar hundert Euro und hat eine Menge Arbeit. Werbung ist da teurer, und man erreicht so vielleicht sogar eine Zielgruppe, die man nie erreicht hätte. Wenn eine Firma etwas ohne Genehmigung macht und damit Millionen verdient, ist es ein großer Unterschied und tatsächlich ein finanzieller Schaden. Für mich sind Doujinshis im Allgemeinen eine tolle Sache, und ich finde es eigentlich schlimm, dass darüber oft geschimpft wird, wenn Deutsche einen zeichnen und drucken lassen, aber die Leute sie sich liebend gern aus Asien und Amerika importieren.

    Safaia (u.a. i•seki)

    Hm, ein Thema, das wahrscheinlich die Zeichner spaltet.
    Ich persönlich zeichne Fan-Doujinshis schon, drucke und verkaufe diese aber nicht. Ich würde auch keinen kaufen, da ich es nicht gut finde. Warum? Weil ich auch nicht möchte, dass irgendjemand meine C
    haraktere nimmt, dazu eine Story macht und das dann verkauft. Man könnte sich natürlich geehrt fühlen, dass jemand das macht. Doch es sind nicht die eigenen Charas, man weiß nicht, was der Zeichner sich bei denen gedacht hat oder wie sie reagieren würden. Zudem muss man auch mal betrachten, dass viele Fan-Doujinshis nicht so ganz jugendfrei sind… Daher unterstütze ich es nicht. Bei freigegebenen Serien oder Werken ist das etwas anderes. Da würde ich mir auch einen kaufen ^^.

    Marika Paul (Royal Lip Service)

    Ich finde Doujinshis und Fanarts allesamt gut, um das mal vorneweg zu sagen. Ich habe selbst auch beides schon gemacht.
    Aber was Alexandra schon geschrieben hat: Es gibt in Deutschland eine klare Rechtslage, und da spielt es eben keine Rolle, wie andere
    Länder das handhaben. Wenn es einmal zum Ernstfall kommt, wird man mit dieser Argumentation auch nicht weiterkommen.
    Deswegen sehe ich den heutigen Umgang mit dem Urheberrecht und geistigem Eigentum etwas kritischer.
    Ein Fanart oder einen Doujinshi zu machen, ist kein Thema, natürlich immer unter Nennung des eigentlichen Copyrights.
    Ihn dann aber OHNE Lizenz oder Erlaubnis des Zeichners/Autors/Verlags abzudrucken und zu verkaufen, ist bei uns nun mal verboten. Egal ob es da schon einmal zu einem Ernstfall kam oder nicht. Das hat dann meiner Meinung nach nichts mehr mit Werbung oder Huldigung seiner Lieblingsserie oder Vorbildes zu tun, im Gegenteil. Das ist einfach nur unfair.
    Was meine eigenen Comics betrifft, so würde ich es auch nicht gut finden, wenn ohne Erlaubnis meinerseits etwas veröffentlicht und verkauft wird. Da bliebe dann leider die Freude aus.

    Jonas Blaumann, Programmleiter Egmont Manga

    Grundsätzlich sind Fan-Doujinshis ein Zeichen dafür, dass die inspirierenden Originale sehr beliebt sind und die Fans sich kreativ mit diesen auseinandersetzen.

    Gerade für Nachwuchszeichner- und autoren sind sie ein wunderbares Mittel, mit bestehenden Figuren und Welten zu arbeiten, daran zu üben und zu wachsen, bevor sie sich an die Kreierung eigener Stoffe wagen. Ob es sich um Weiterführung der Originale, eigene Interpretationen oder Parodien handelt, spielt dabei keine Rolle.

    Für den Eigengebrauch und im privaten Raum ist daran nichts auszusetzen. Auch die sogenannten Fanarts (Bilder von bekannten Figuren, z.B. für Wettbewerbe, Zeitschriften oder auch Internetseiten) werden eher als Anerkennung gesehen und werden sogar von den japanischen wie auch den deutschen Verlagen gerne genommen und teilweise auch veröffentlicht (in gegenseitigem Einvernehmen).

    Sobald solche Doujinshis aber verkauft werden und Geld mit Produkten verdient wird, sieht die Sache anders aus. Hier gilt das Urheberrecht der Originalautoren. Auch wenn man eigene Versionen von bekannten Figuren oder Geschichten erstellt, profitiert man doch vom Bekanntheitsgrad der Ursprungswerke. Wir sind als Lizenznehmer vertraglich verpflichtet, solche Verstöße zu verhindern und gegebenenfalls auch zu verfolgen.
    Deshalb raten wir Euch, liebe Nachwuchskünstler, vom Verkauf Eurer Doujinshi-Werke abzusehen. Zeichnet für Eure Familien und Freunde und entwickelt damit Eure Fähigkeiten. Aber verkaufen solltet Ihr nur, was Ihr auch selbst erschaffen habt.

    Jonas Blaumann, Programmleiter Egmont Manga

    AnimeY bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmern. Gerne lesen wir auch eure Meinung zum Thema »Verkauf von Fan-Doujinshis – Top oder Flop?« in den Kommentaren. Solltet ihr selbst Themen-Vorschläge für kommende Beiträge in dieser Sparte haben, könnt ihr uns diese gerne mitteilen.

    fallenshadow
    Passionierte Liebhaberin der deutschen Manga-Zeichner-Szene, Manga über Anime Stellerin, es darf auch mal ein amerikanischer Comic sein, Avocado Makis sind lecker, liebt Regentage, zu faul Haare schneiden zu lassen, Mathe ist easy, Tofu ist mein Fleisch

    5 Kommentare

    1. Ich lese gern Fan-Doujis, aber kaufen würde ich mir an sich keine. Es ist totale Betrachtungssache, aber wenn ich darüber nachdenke, dass vielleicht ein anderer mit meinen erfundenen Figuren Geld verdienen würde, würde mich das ganz schön kränken. Und was ich selbst nicht möchte, gönne ich auch anderen nicht. Klar liebe ich manche Stiele extrem gerne und freue mich, wenn diese Leute Doujis mit meinen Lieblingscharas rausbringen, aber bisher war selbst da das Verlangen nicht groß genug das zu kaufen. Keine Ahnung, ob ich da zu steif denke. Ich würde jetzt keine verkaufen wollen.

    2. Ich sehe das wie Yaya. Bei Sachen aus Japan macht man damit doch wirklich nur Werbung für die. Und man hat halt nicht wirklich die Möglichkeit den Originalzeichner in Japan zu erreichen und zu fragen. Bei Fandoujinshi für Serien aus Deutschland finde ich man muss da schon nachfragen wenn man was verkaufen will, da wirds wahrscheinlich auch kaum einen Zeichner geben den man nicht irgendwie erreichen und fragen kann.
      Und generell gilt für mich natürlich, dass es alles wirklich nur aus Liebe für die Serie gezeichnet wird und nicht weil man damit evtl. mehr Profit macht als mit einer eigenen Serie.

      • Ich verstehe absolut, dass die Intention bei Doujinshis hauptsächlich in der Hommage an die Originalserie besteht. Aber ich denke, dass man den japanischen Verlag zwecks Verkauf für eine „Erlaubnis“ o. ä. anschreiben sollte (nicht den Mangaka selbst). Ob der jedoch antwortet, na ja^^ … dass die Zeichner sich evtl. über Doujis ihrer Fans und kostenlose Werbung freuen, schützt euch vor dem Gesetz leider nicht. Ein Beispiel ist nur der illegale Verkauf von Animestickern (gibt es einige Online-Artikel zu). Keine Ahnung, ob sich die Lizenzinhaber lediglich an der Merchandising-Konkurrenz und dem Gewinn gestört haben, den diese Personen damit erzielt haben …

    3. Ich finde, es sollte mehr Kontakt zwischen Lizenzgebern und Europa allgemein geben. Die Leute in Japan schaffen es ja auch irgendwie, an die Leute ranzukommen (sieht man besonders bei Modelkits)… :/

      • Die Anschrift eines japanischen Verlags herauszufinden ist dank Internet eine Leichtigkeit. Schließlich haben alle eine offizielle Webseite. Das Problem ist denke ich vielmehr die Sprachbarriere. Die Chance, dass der Verlag das Anschreiben „wahrnimmt“, ist denke ich einfach höher, wenn der Schriftverkehr auf Japanisch erfolgt. Es wird kein Verlag der Welt auf Dojinshi-/Fanart-Zeichner zukommen, da muss schon jeder selber die Initiative ergreifen oder auf den Verkauf verzichten ;).

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