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Onsen. Austern und Sake

4 Tipps für eine Winterreise in die Region Setouchi

In der Region Setouchi in Japan herrscht normalerweise ein mildes Winterklima mit wenig Niederschlag. Dennoch hat die Region viel zu bieten, denn auch malerisch verschneite Orte gibt es reichlich.

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Darüber hinaus sind in der Region viele Onsen zu finden, in denen man sich an kalten Wintertagen entspannen kann. Für alle, die eine Winterreise nach Japan planen, haben wir vier Tipps zusammengestellt.

Kinosaki Onsen und seine sieben heißen Quellen

Die Stadt Kinosaki Onsen ist ideal für einen Winterausflug. In dem nur 3500 Einwohnern zählenden Kinosaki gibt es insgesamt 74 Ryokans (japanische Gasthäuser).

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Der Bahnhof bildet den Eingang zur Stadt, die in der Präfektur Hyogo in der Region Kansai liegt. Wenn man zwischen November und März seine Reise antrit, wird man von einer Skulptur mit zwei großen Krabbenscheren begrüßt, die darauf hinweist, dass gerade Schneekrabbensaison ist.

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Durch skulpturale „Bögen“ sind die Straßen der Stadt wie Flure gestaltet, ähnlich wie in einem Haus, und die sieben Onsen (heiße Quellen), die man hier findet, bilden die „Bäder“. Es werden kostenlose Shuttlebusse zum Zentrum angeboten. Die Stadt erkundet man am besten zu Fuß.

Spaziergänge sind in Kinosaki Onsen auch im Winter ein Vergnügen, denn die Stadt besteht aus einer Reihe von Kanälen und Flüssen mit eindrucksvollen Brücken. Einige Häuser am Rande des Stadtzentrums verfügen sogar über ihre eigenen Brücken. 

Das Highlight der Stadt: Die Onsen

Onsen in Kinosaki
Ein Onsen in Kinosaki

Während tagsüber die Stadt erkundet werden will, erwacht sie nachts zum Leben, wenn „Onsen-Hopper“ von einer heißen Quelle zur nächsten sowie zu den Ryokans pilgern. Es ist beeindruckend, die Menschen in farbenfrohen Yukatas (leichte Kimonos) gekleidet und vom dunstigen Schein der Gaslampen beleuchtet in den Straßen der Stadt zu beobachten.

Gäste, die in einem der Ryokans von Kinosaki Onsen übernachten, erhalten einen QR-Code-Pass, mit dem man jedes der sieben Onsen der Stadt kostenlos betreten kann. Das Wasser in den Onsen enthält Natrium, Kalzium und Chlorid, die dafür bekannt sind, dass sie die Verdauung fördern und Müdigkeit, Nerven- und Muskelschmerzen lindern. Auch wenn man nicht in einem Ryokan unterkommt, kann man gegen eine Eintrittsgebühr von 8 bis 9 Euro die wohltuenden Wirkungen des Wassers genießen. Oder man kauft sich einen „Yumepa“ (Onsen-Pass) für 15 Euro, mit dem man Zugang zu allen Onsen der Stadt hat.

Kinosaki Osen erreicht man mit dem Zug in 2,5 Stunden von Kyoto oder Osaka aus.

Eine Nacht in einem Ryokan 

Die traditionellen Gästehäuser, die ihren Namen seit der Edo-Zeit tragen, machen schon seit jeher den besonderen Charme von Japans Gastfreundschaft aus. Dementsprechend ist es eigentlich für jeden Japanreisenden ein Muss, zumindest eine Nacht in einem dieser traditionellen Gästehäuser zu verbringen. 

Die Region rund um das Seto-Binnenmeer bietet eine große Auswahl an luxuriösen Ryokans, ausgestattet mit berühmten Onsen-Bädern, vorwiegend in Kinosaki.

Besuch einer Austernfarm auf Miyajima

Wer nach Hiroshima reist, muss auch unbedingt Miyajima (ursprünglich Itsukushima), eine der meistbesuchten Kulturstätten Japans, mit ihrem berühmten Shinto-Schrein und dessen großen, im Wasser stehenden Torii entdecken. Das Torii präsentiert sich seit Jahren erstmals ohne ein Gerüst. Dieses Paradies trägt den Spitznamen „Insel der Götter“, denn das ganze Eiland wird als heilig betrachtet.

Es ist zwar kein übliches Ziel für eine Winterreise, bietet aber dennoch ein ganz besonderes Erlebnis. Zum Beispiel, wenn man am Morgen auf Miyajima eine Austernentladung in Shimada Suisan miterlebt, nur 10 Gehminuten vom Miyajima-Fähranleger entfernt.

Dies ist die erste Austernanlandung in der Präfektur Hiroshima. Es bietet sich an, an einer Tour teilzunehmen, die am Itsukushima-Schrein beginnt und bei der man mit den Fischern auf ein Boot steigen und das Entladen der mächtigen Austernflöße aus nächster Nähe sehen ansehen. Außerdem kann man das Weltkulturerbe des Itsukushima-Schreins vom Meer aus besichtigen. Nach der Rückkehr nach Shimada Suisan endet dieses Erlebnis mit einer Fischermahlzeit.

Besuch einer Austernfarm auf Miyajima
Besuch einer Austernfarm auf Miyajima

Die Tour kostet für Erwachsene 3.000 Yen (ca. 21,34 Euro) mit Essen und 2.000 Yen (ca. 14,22 Euro) ohne Essen. Kinder ab vier Jahren bezahlen 1.000 Yen (ca. 7,11 Euro). Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Website.

Besuch einer Sake-Brauerei auf Shodoshima

Shodoshima, die zweitgrößte Insel im Seto-Binnenmeer mit einer 125 km langen Küstenlinie, beherbergt etwa 30.000 Einwohner. Das Symbol der Insel ist der Olivenbaum, der in dem warmen Klima bestens gedeiht.

Olivenbäume werden auf der ganzen Insel angebaut und man kann diese am besten im öffentlichen Shodoshima-Olivenpark mit seinen 2.000 Olivenbäumen bewundern. Eine weiße Windmühle heißt Besucher im Park willkommen, der auch ein beliebter Ort für Fotoshootings ist.

Sakebrauerei auf Shodoshima
Die Sake-Brauerei auf Shodoshima

In Shodoshimas einziger Sake-Brauerei können Besucher Sake genießen, der sorgfältig von Hand aus Sake-Hefe, die aus Shodoshimas Olivenbäumen gewonnen wird, und Reis, der auf dem Nakayama-Senmaida-Feld in der Stadt Shodoshima angebaut wird, hergestellt wird.

Um den ursprünglichen Geschmack hervorzuheben, wird der Sake nicht durch Aktivkohlefiltration entfärbt, sondern mit seinem unverfälschten Geschmack und Aroma serviert.

Es werden Führungen durch die kleine, traditionelle Sakebrauerei sowie Verkostungen angeboten. Im angrenzenden Café und in der Bar, die aus einer Tsukudani-Fabrik (in Sojasauce eingekochte Lebensmittel) umgebaut wurde, können Besucher Sake-Speisen genießen. Vor Ort gibt es darüber hinaus eine Bäckerei, in der das aus Sake-Reismehl hergestellte Brot sehr beliebt ist.

Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Website.

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