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Alles über dieses besondere Bad in Japan

Ganz in der Nähe von Tokyo lieg Gunma, der perfekte Ort für ein wohliges Bad. Auch wenn es seltsam klingt, ist es doch wahr, denn in Japan ist die Badekultur etwas ganz besonderes. Natürliche heiße Quellen sorgen für Entspannung und heilen den angestrengten Körper.

Weniger als zwei Stunden vom Neon-beleuchteten Tokyo entfernt, liegen die malerischen Berge der Präfektur Gunma. Sie sind geradezu überflutet mit natürlichen heißen Quellen, den sogenannten Onsen. Es gibt Takaragawa Onsen mit wunderschönen Freiluft-Bädern entlang eines Flusses. Hier gibt es sogar die Möglichkeit, geschlechtergemischt zu baden, was in den meisten Onsen verboten ist. Außerdem bieten sie gutes Bier an. Auch Kusatsu Onsen ist sicherlich erwähnenswert. Dieser spuckt jede Minute rund 4.000 Liter schwefelhaltiges Wasser aus der natürlichen Quelle aus. Shinokawara Onsen ist ein riesiges draußen gelegenes Bad mit Raum für 99 Personen und Hoshi Chojukan bietet einen abgelegenen Gasthof, tief in den Bergen. Sie haben ebenfalls viele Außenbäder. Doch diese können Touristen ganz allein genießen.

Zwischen all diesen einzigartigen Angeboten ist das Entscheiden nicht unbedingt einfach. Doch es gibt ein paar Aspekte, die für den Besuch der Stadt Kuratsu sprechen. Die beste Einführung in die Onsen von Gunma gibt es vermutlich dort. Dieser Onsen bietet die höchste Menge an heißem Wasser des Landes. Im Stadtzentrum verwendet das yubatake (Heißwasserfeld) hölzerne Tröge. In diesen kühlt das Wasser ab, sodass es dann in die umliegenden öffentlichen Bäder und Gasthäuser weitergeleitet werden kann. Außerdem können Besucher das sogenannte yumomi miterleben. Bei diesem rühren einheimische Frauen das Wasser der heißen Quellen mit hölzernen Paddeln um. Dabei singen sie traditionelle Lieder und tanzen dazu. Erst danach ist das Wasser kalt genug, um darin ein Bad zu nehmen.

Japans Kultur im Bad hat ihre ganz eigenen Regeln

Badekultur in Japan - Onsen und Etikette
Braucht man das Tuch nicht gerade, um seinen Schambereich beim Beckenwechsel zu verdecken, dann kann man es im Wasser auf den Kopf legen | Pakutaso すしぱく (女湯の様子が気になる下心満載の自称紳士 [モデル:大川竜弥])

Es ist wichtig, auch als Tourist zu wissen, welche Regeln in japanischen Bädern gelten. Beispielsweise ist es tätowierten Menschen nicht erlaubt, ein öffentliches Bad zu betreten. Tattoos sind in Japan noch immer ein Zeichen für eine Verbindung zur Verbrecherorganisation der Yakuza und daher nicht gerne in Onsen gesehen. Bei tatsächlichen Eintrittsverboten für Tätowierte stehen vor den Eingängen Schilder, die mit Bildern, auf Japanisch und Englisch auf dieses Verbot hinweisen. Doch langsam verblassen die Vorurteile gegen diesen Körperschmuck in Japan immer mehr, sodass in manchen Onsen kein solches Verbot mehr besteht. Einige werben sogar damit, auch tätowierte Besucher hinein zu lassen.

Doch es gibt noch andere Regeln, die vermutlich nicht einfach verschwinden werden. Sie haben mit der Hygiene zu tun. Vor einem Bad muss jeder, der die heiße Quelle betreten möchte, eine gründliche Säuberung durchlaufen. Jeder Teil des Körpers sollte ordentlich gereinigt sein. Auch sollten lange Haare hochgesteckt oder zusammengebunden werden, denn sie sollten nicht ins Wasser hängen. Jeder, der schonmal ein Büschel nasse Haare beim Putzen aufgesammelt hat, versteht sicherlich den Grund für diese Regel. Außerdem ist in den Onsen auch Kleidung nicht erlaubt. Auch das hat hygienische Gründe. Wer sich jedoch an diese Regeln hält sollte keine Probleme beim Baden in einem typischen, traditionellen Onsen haben.

Gunma bietet nicht nur das perfekte Bad, sondern auch jede Menge Natur

Wie in fast allen Teilen Japans besticht die Umgebung Gunmas durch atemberaubende Natur. Abwechslungsreiche Landschaften bieten Besuchern mehr, als pausenlos in verschiedensten Onsen zu baden. In Minakami können Sie eine Pause vom Pause-Machen nehmen. Dort werden einige Extremsport-Aktivitäten angeboten. Das gesamte Gebiet ist gefüllt mit Organisationen, die die verschiedensten Sportarten für jede Jahreszeit in ihrem Plan haben. Von Rafting und Bungee-Jumping im Sommer bis hin zu Skifahren und Snowboarden im Winter gibt es alles, was das Herz begehrt. Und auch für diejenigen, die lieber lange wandern gibt es tolle Möglichkeiten. Der Berg Tanigawadake hat einige tolle Wanderwege, die von Juli bis November freigegeben sind und sich bei Schnee in rasante Abfahrten der Ski Resorts verwandeln.

Vor allem für Saisonarbeiter aus dem Ausland ist dieser Ort ein beliebtes Arbeitsziel. Daher bieten fast alle Unternehmen auch ihre Services auf Englisch an. Auf diese Weise wird diese Präfektur für Touristen attraktiver, denn gefährliche Sportarten erfordern zumeist eine zumindest grundlegend mögliche Verständigung für Notfälle. Auch die unkomplizierte Anreise macht das Gebiet zusätzlich attraktiv. Einige Shinkansen fahren von Tokyo nach Takasaki, dem Tor zur Präfektur Gunma. Auf dem Weg zum eigentlichen Ziel bietet die Stadt dabei viele tolle traditionelle Souvenirs. Denn sie sind der größte Produzent der traditionellen Daruma Puppen. Diese werden genutzt, um einen Wunsch zu äußern. Dann wird das linke Auge ausgemalt. Wurde der Wunsch wahr, darf auch das rechte Auge ausgefüllt werden.

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