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Japans Hauptstadt entdecken

Labyrinth Tokio – 30 Touren durch die Hauptstadt von Japan

Tokio ist eine „Global City“ mit 9,644 Millionen Einwohnern und einer Bevölkerungsdichte von 15.357 Einwohnern pro Quadratkilometer. Zählt man Tokio-Yokohama noch dazu, kommt man auf insgesamt 38 Millionen Menschen in diesem Bereich.

Wer Japan und vor allem Tokio erkunden möchte, wird oftmals von der breiten Masse an Angeboten und Möglichkeiten förmlich erschlagen. Dieser kompakte Reiseführer soll 30 Touren durch das komplexe Labyrinth von Tokio zeigen und hat dabei für jeden Geschmack etwas zu bieten: Egal ob historische, moderne, sehenswerte, kulinarische oder andere Touren, in dem Buch wird man fündig.

Auf Erkundungstour durch Japans Hauptstadt

Abb: Labyrinth Tokio
Abb: Labyrinth Tokio

Nach einem kurzen Vorwort des Autors Axel Schwab bekommt man jeweils eine Doppelseite von Fotos der „Best Of“ an Cafés, Restaurants, Shopping und mehr geboten, die auch direkt mit der Nummer der Tour angegeben sind. Die vielen bunten Bilder machen Lust darauf, diese Millionenmetropole auf eigene Faust zu erkunden und dabei einige Empfehlungen auszutesten.

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Das ausklappbare Cover des Buches zeigt die jeweiligen Bereiche der Touren, sodass sie problemlos mit etwaigen eigenen Zielen verknüpft und geplant werden können. Dies ist auch das große Anliegen des Buches: Man möchte mögliche Wege aufzeigen, aber die Leserin oder den Leser dennoch dazu ermutigen, eigene Wege zu gehen und selbst zu entdecken, was die Stadt so zu bieten hat.

Jede der 30 Touren ist farblich codiert, sodass man sie bereits von außen am Buch gut erkennen kann. Jede startet mit einem kurzen, knappen Einführungstext, was einen erwartet.

Vom verruchten Yoshiwara bis nach Asakusa

Viel nördlicher als zum Tempel Senso-ji und dem Asakusa-Schrein kommen die wenigsten Touristen. Im hauptsächlich von Handwerkern (Takumi) bewohnten Stadtteil werden viele Traditionen bis heute aufrechterhalten.

Abb: Tour 17 entführt einen in die unterschiedlichen Welten des Handwerks

Direkt beim Hauptfoto befindet sich ein empfohlener Tag, wie hier „Mittwoch – Samstag“ sowie die Länge der Tour. Rechts ist ein kleiner Kartenausschnitt, anhand dem man sich gut orientieren kann und wo alle Besuchspunkte nochmals markiert sind.

Not all those who wander are lost… Das Buch weckt den Entdecker in einem!

Es ist ein großer Pluspunkt, dass jede der 30 Touren an einer U-Bahnhof-Station anfängt und endet, da Tokio so gut vernetzt ist, dass man kaum eines Autos oder eines Taxis bedarf. Es ist allerdings am Anfang verwirrend, sich durch das große Geflecht an unterschiedlichen Linien und Gesellschaften zu finden.

Daher wäre es wünschenswert gewesen, wenn man dem Leser oder der Leserin noch eine zusätzliche Übersichtskarte der öffentlichen Verkehrsmittel in Tokio an die Hand gegeben hätte, sodass die Orientierung und die Verknüpfung von Touren oder eigenständig geplanten Ausflugszielen noch leichter fallen würde.

Abb: Die ausklappbare Karte erleichtert einem den Überblick über sämtliche Touren.

Die Informationen zu einzelnen Punkten der Tour sind mit Absicht sehr knapp gehalten: Zum einen hat man dadurch einen besseren Überblick und findet Informationen leichter und zum anderen soll man selbst auf Erkundungstour gehen. Sehr praktisch ist auch, dass für jeden Shop, jedes Museum oder jeden anderen Punkt einer Tour die Telefonnummer angegeben ist. Gibt man diese in Google Maps ein, kann man sich noch zusätzlich navigieren lassen, ohne erst kompliziert die Adresse eingeben zu müssen.

Zudem bietet das Buch eine weitere, große Hilfe, die von vielen unterschätzt wird: Der Aufgang bzw. Ausgang, an dem eine Tour startet, ist notiert. Da Tokios Bahnhöfe oftmals mehrstöckig und ineinander verschachtelt sind, ist das eine große Zeitersparnis und schont vorab schon Nerven.

Klare, gleichbleibende Struktur bringt Ordnung und Übersicht in das Buch

Auf außergewöhnliches Layout wurde verzichtet, sodass jede Tour gleich aufgebaut ist: Ein Hauptfoto links, Karte rechts und die kommenden Seiten gibt es eine Reihe von Fotos mit Zahlen und darunter den Text, in den die Zahlen meist eingebunden sind. Dies gewährt eine bessere Übersicht und konzentriert sich damit auf das Wesentliche, da man ansonsten keine 30 Touren in nicht einmal 200 Seiten untergebracht hätte.

Abb: Die kurzen Beschreibungen mit zusätzlichen Bildern erleichtern die Orientierung.

Sehr schön ist auch die Markierung von Tempeln und Schreinen, die ein Goshuin anbieten. Goshuins sind rote Siegel mit handgeschriebener Kalligraphie eines jeden Tempels. Gegen einen kleinen Obolus von meist 300 – 500 Yen erhält man eine zauberhafte Erinnerung und ein kleines Unikat. Unter Reisenden sind diese sehr begehrt.

Abb: Goshuin (Siegelstempel) sind begehrte Souvenirs und hübsche Andenken zugleich.

Nach den 30 Touren bekommt man noch ein paar Reisetipps an die Hand gereicht. Darunter fallen sowohl etwas Schnelles zum Essen finden, Verhaltensregeln in Badehäusern, Bankautomaten und mehr. Gold wert ist zudem auch der doppelseitige Jahreskalender mit den wichtigsten Feiertagen in den einzelnen Monaten.

Wer Zeit sparen möchte und mehrere Touren an einem Stück machen will, hat eine praktische Doppelseite mit kombinierbaren Touren und deren empfohlene Tage. Damit bleibt letztlich kein Wunsch mehr offen.

Fazit:

„Labyrinth Tokio – 30 neue Touren“ bietet praktische Übersichten von Spaziergängen durch die Megametropole mit genau ausreichend Text. Das Layout ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber zweckorientiert. Vor allem die Aufgangsnummern bei den U-Bahnen, die Telefonnummern der einzelnen Punkte der Tour für Google Maps sowie die angegebenen Tage nehmen einen Großteil normalerweise zeitintensiver Vorbereitungen vorweg.

Auch die Übersicht am Ende mit allen kombinierbaren Touren ist eine große Hilfe und macht Lust darauf, alle abzuklappern. Einzig eine Übersichtskarte der Züge in Tokio wäre wünschenswert gewesen. Außerdem wäre es noch übersichtlicher gewesen, wenn neben dem Namen einer Sehenswürdigkeit direkt die Nummer des jeweiligen Fotos stehen würde. Wer aber über diese Mankos hinwegsehen kann und Tokio auf unterschiedlichen Touren kennenlernen möchte, der kann bedenkenlos bei diesem Buch zugreifen.

Verlag: Conbook
Erscheinungsjahr: 2020
Autor: Axel Schwab
Seiten: ~187
Preis: 12,95 Euro
Sonstiges: Ausklappbare Umschlagseiten mit Karten
Bei Amazon kaufen
Preis
87 %
Information
95 %
Gesamteindruck
90 %

Unser Fazit

„Labyrinth Tokio – 30 neue Touren“ bietet praktische Übersichten von Spaziergängen durch die Megametropole mit genau ausreichend Text. Das Layout ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber zweckorientiert. Vor allem die Aufgangsnummern bei den U-Bahnen, die Telefonnummern der einzelnen Punkte der Tour für Google Maps sowie die angegebenen Tage nehmen einen Großteil normalerweise zeitintensiver Vorbereitungen vorweg.
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