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Start Japan entdecken Bücher "Living in Japan" – Über 25 japanische Traumhäuser

Eine breite Palette an japanischen Häusern wird von unterschiedlichen Seiten beleuchtet

„Living in Japan“ – Über 25 japanische Traumhäuser

Nimmt man das über ein Kilogramm schwere Buch „Living in Japan“ erst einmal in die Hand, lässt es einen so schnell nicht wieder los.

Ganz unvermittelt und ohne Vorwort bekommt man eine Karte Japans präsentiert, auf der Städte und Häusernamen markiert sind. Das Buch gliedert sich auch nach diesen Städten, wie beispielsweise Kyoto, Osaka, Tokyo, Niigata, Kanagawa, Ito-Shi und viele mehr.

Immer etwas zu entdecken

Review Living in Japan
Abb. 1: Living in Japan

Den Anfang macht Kyoto mit dem Haus Tawayara: Nach einem kurzen Einführungstext in Englisch, Deutsch und Französisch kann man das Interieur und die Fassade des historischen Gebäudes in Japan bewundern. Stilvoll in Szene gesetzt und mit einzelnen, kurzen Informationen durchdrungen entfalten die Fotos eine magische Wirkung.

Man fühlt sich fast, als wäre man selbst vor Ort und könnte die Tatami-Matten unter seinen Füßen oder die Stille des moosbewachsenen Gartens in seiner Seele widerhallen spüren. Das altehrwürdige Haus weiß mit japanischen Elementen und einem Garten im Zen-Stil zu begeistern und zu faszinieren.

Mehr zum Thema:  Japanische Architektur: Von der Erdhütte bis zum Wolkenkratzer - Teil 3

Dabei sind die dreisprachigen Zusatzinformationen stets so kurz gehalten, dass zwar das Nötigste enthalten ist, aber das Buch den Lesefluss nicht zu beeinträchtigen weiß. Interessierte haben die Möglichkeit, kursiv geschriebene Fachbegriffe hinten im Glossar des Buches „Living in Japan“ nachzuschlagen und dort genauere Informationen zu erhalten.

Abb. 2: Die gläserne Treppe des Go’o Schreins

„Die Glasstufen, die nur auf den ersten Blick modern wirken, führen in die Vergangenheit und bringen das Licht des Schreins in die Tiefen der Erde. So verbinden sie das darüberliegende Reich des Lichts mit den uralten Geistern des Landes.“ (Living in Japan)

Während man den Band durchblättert und dabei immer weitere, alte Häuser mit zum Teil jahrhundertelanger Tradition kennenlernt, trifft man auch auf Schreine und moderne Bauwerke. Besonders letztere bilden einen krassen Kontrast zum klassisch japanischen Stil, den man auf den vorherigen Seiten kennengelernt hat und mit Japan in Verbindung bringt.

Review Foto 4 für Living in Japan
Abb. 3: Auch moderne Häuser wie dieses „Lotus Haus“ finden in dem Buch ihren Platz. Ein kurzer, dreisprachiger Text führt einen in die Besonderheiten der architektonischen Gebäude ein.

Treppenstufen, die wie gefrorene Eisblöcke erscheinen, Traumtagebücher in roten Lettern auf weißem Grund als Wanddekoration, Häuser auf Stelzen inmitten eines lichten Waldes oder ein großzügiges Schachbrettmuster als Außenverkleidung eines Gebäudes: Das Buch bietet die ganze mannigfaltige Palette an architektonischen Bauten und ihren Besonderheiten an.

Dabei weiß man nie, welche Art von Bauwerk einen als Nächstes erwarten wird und welche facettenreichen Details zum Vorschein kommen werden. Es wird sowohl auf Kleinigkeiten als auch auf Architekten und die Geschichte verschiedener Gebäude eingegangen. „Living in Japan“ merkt man an, dass es eine möglichst große Bandbreite an Häusern präsentieren und im besten Licht darstellen möchte.

Blick fürs Detail

Review Foto 5 Living in Japan
Abb 5: Auch Alltagsgegenstände und versteckte Ecken finden ihre Beachtung und werden fotografisch festgehalten sowie näher erläutert.

Fazit

Wer sich in die Welt ästhetischer japanischer Gebäude entführen lassen will und einen Rundgang durch jahrhundertealte Häuser auf dem Papier machen möchte, ist hier genau richtig. Allein das festere Papier lädt zum Schmökern ein und trägt zur beruhigenden Atmosphäre dieses Bildbandes bei.

Fans von Einrichtungstipps, Feng-Shui-Regeln oder ähnlichem sind hier leider an der falschen Adresse. Fans japanischer Einrichtung, die gerne einen Blick in unterschiedlichste Häuser ohne Menschen(massen) und ohne Flug erhaschen wollen, dürfen sich bei einer Tasse Tee gemütlich zurücklehnen und diesen Bildband genießen.

Bewertung: 5 von 5 Sternen

Verlag: Taschen Bibliotheca Universalis
Erscheinungsjahr: 2019 (Original-Edition von 2008)
Fotos: Reto Guntli
Lektorin: Angelika Taschen
Autoren: Alex Kerr, Kathy Arlyn Sokol
Seiten: ~500
Preis: 15 Euro
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch
Sonstiges: Lesebändchen, Schutzumschlag, Hardcover
Bei Amazon kaufen

REVIEW OVERVIEW

Preis
89 %
Information
80 %
Gesamteindruck
95 %

Unser Fazit

Wer sich in die Welt ästhetischer japanischer Gebäude entführen lassen will und einen Rundgang durch jahrhundertealte Häuser auf dem Papier machen möchte, ist hier genau richtig. Allein das festere Papier lädt zum Schmökern ein und trägt zur beruhigenden Atmosphäre dieses Bildbandes bei.
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