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98 Tage bis zur Rugby-Weltmeisterschaft: Wie der Rugby die Stadt Kamaishi heilen kann

Kamaishi, eine Gastgeberstätte für die Rugby-Weltmeisterschaft 2019

Im März 2011 wurde die japanische Stadt Kamaishi vom historischen Erdbeben und Tsunami schwer getroffen. Fast 1000 Menschen starben und mehr als die Hälfte der Innenstadt lag in Trümmern. Aber im Jahr 2015 wurde ein ungewöhnlicher Retter in der Not verkündet: Kamaishi würde eine Gastgeberstätte für die Rugby-Weltmeisterschaft 2019 werden.

Alex Thomas von CNN World Rugby besuchte im Vorfeld der Rugby-WM die Stadt an der Nordostküste Japans und sprach mit Yu Saeki, dem Assistenztrainer der örtlichen Rugby-Mannschaft Kamaishi Seawaves. Er berichtet nicht nur über seine prägenden Erfahrungen am Tag des Tsunamis, sondern erklärt auch wie der Rugby-Club zu einem Zufluchtsort wurde und einen dringend benötigten Ausweg für jene Kinder bot, die nach dem Tsunami nicht mehr nach Hause zurückkehren konnten.

Das Stadium der japanischen Stadt Kamaishi
Das Stadium der japanischen Stadt Kamaishi

Thomas spricht auch mit der Hotelbesitzerin Akiko Iwasaki, die den Tsunami überlebt hat und optimistisch in die Zukunft blickt. Dabei erzählt sie CNN, wie sie aus der bevorstehenden Rugby-Weltmeisterschaft neue Motivation geschöpft hat, ihr Hotel in Kamaishi weiter zu betreiben.

Wir hatten die ganze Zeit Rugby gespielt

Auszüge aus dem Interview:

Yu Saeki erklärt, wie Rugby die Moral seit dem Tsunami aufrechterhält:

„Wenn ich jetzt zurückblicke, wird mir wieder klar, wie schrecklich die Situation war. Aber wir waren fest entschlossen, alles zu tun, was wir konnten. Wir hatten die ganze Zeit Rugby gespielt. Es gab einfach nichts Anderes, als Rugby zu spielen. Wir sahen damals viele ängstliche Kinder, die nicht trainieren konnten, weil es keine Plätze oder Parks gab. Wir wollten ihren Stress abbauen, indem wir sie zum gemeinsamen Spielen und Essen auf das Rugbygelände einluden. Ich sah, wie sich ihre Gesichter veränderten […]. Ich glaube wirklich an die Macht des Sports.“

Alex Thomas im Gespräch mit Yu Saeki
Alex Thomas im Gespräch mit Yu Saeki

Yu Saeki über die Rolle der Rugby-WM in Bezug auf den Wiederaufbau:

„Ich glaube, sie hat den Wiederaufbauprozess stark beschleunigt. Dennoch gab es einige, die nicht damit einverstanden waren, dass die Weltmeisterschaft hier stattfinden wird […]. Wir freuen uns jedoch darauf und es ist eine großartige Gelegenheit, sie verschiedenen Menschen zu zeigen. Ich denke, [die WM] war eine treibende Kraft, die Stadt wiederzubeleben. Ich persönlich wollte Kamaishi schon immer ermutigen, Rugby zu spielen und glaube, dass die Weltmeisterschaft Gutes für die lokale Bevölkerung bringen wird“.

Die Hotelbesitzerin Akiko Iwasaki erzählt, wie die bevorstehende Rugby-Weltmeisterschaft die Besitzer lokaler Geschäfte motiviert:

„Wir haben die Hoffnung nie aufgegeben, da wir die Weltmeisterschaft als Ziel vor Augen hatten. Wenn wir nicht die Weltmeisterschaft hätten und nur den Bauprozess verfolgen müssten, hätte ich vielleicht den Mut verloren. Da wir aber die Weltmeisterschaft und Menschen aus der ganzen Welt erwarten, haben wir nicht aufgegeben und Ausdauer bewiesen.“

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