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CNN-Gastbeitrag: Kaito Toba – Japans „Rising Star“ auf zwei Rädern

Von: Jonathan Hawkins, Digital Contributor, CNN Sport

Die Präfektur Fukuoka ist bekannt für üppige Gärten, ein majestätisches Schloss aus dem 17. Jahrhundert, ein renoviertes Kunstmuseum und köstliche Meeresfrüchte. Auch die mit Spannung erwartete Rugby-Weltmeisterschaft findet dort in diesem Jahr statt.

Eine bislang unscheinbare Sportstätte könnte jedoch bald stärker in den Fokus der Besucher dieser florierenden Tourismusregion rücken: die bescheidene Kitakyushu Kartway. Hier betrat Japans neueste MotoGP-Hoffnung zum ersten Mal eine Rennstrecke.

Rückblick: Im März schrieb Kaito Toba Geschichte. Beim spannenden Saisonauftakt in Katar gewann der 19-Jährige als erster Japaner ein Rennen der Moto3-Klasse — und war zudem der erste Japaner in dieser Einstiegsklasse des Motorradrennsports seit über 12 Jahren. Er gilt als herausragendes Talent einer aufstrebenden Gruppe junger japanischer Motorad-Rennfahrer.

Der Aufstieg von Japans Motorsport-Hoffnung

Toba, Qatar Moto3 race 2019
Toba, Qatar Moto3 race 2019

Wie viele erfolgreiche Fahrer vor ihm war auch Toba bereits früh bestens mit Motorrädern vertraut. „Im Alter von drei Jahren entwickelte sich meine Vorliebe für Motorräder“, sagte er. „Meine Familie war auf der Suche nach einem echten Motorrad — so etwas wie ein Pocket Bike […]. Es war ein unglaubliches Gefühl zum ersten Mal damit zu fahren. Ich genoss es sehr. Dann begann ich, viel zu üben — und so hat alles begonnen.“

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Im Alter von fünf Jahren drehte Toba schon seine ersten Runden mit dem kleinen Pocket Bike im Kitakyushu Kartway. Ein Jahr später besuchte er das japanische MotoGP-Rennen bei Motegi. Noch heute erinnert er sich mit einem Lächeln an dieses Erlebnis zurück. Dort fasste er auch den Entschluss, eines Tages als MotoGP-Fahrer auf dieser Rennstrecke antreten zu wollen.

Sein Einstieg in die MotoGP-Welt erfolgte über die „Road to MotoGP“-Initiative. Dort wurde ihm erstmals das schiere Ausmaß der Meisterschaft in Europa bewusst. Toba gewann 2014 den Idemitsu Asia Talent Cup und holte zwei Rennsiege aus vier Podiumsplatzierungen im Red Bull Rookies Cup in den Jahren 2015 und 2016.

Toba, Moto3 race, Qatar MotoGP 2019
Toba, Moto3 race, Qatar MotoGP 2019

Die MotoGP-Klasse hat ihren Hauptsitz in Spanien, wo der Sport wie besessen verfolgt wird. Die italienischen Hersteller Ducati und Aprilia sowie legendäre Fahrer wie Valentino Rossi sorgen dafür, dass der Sport auch die Herzen der Italiener erobert hat – und direkt nach Fußball an zweiter Stelle steht. Dabei sind es die japanischen Marken Honda, Suzuki und Yamaha, die das MotoGP-Aufgebot und die Meisterschaften seit Jahren dominieren.

Rückläufiges Interesse an japanischen Motorrädern

Angesichts der Omnipräsenz japanischer Motorräder kann man davon ausgehen, dass die Motorradkultur fest im Land verankert ist. Trotzdem sind die Motorradverkäufe dort wie auch in den USA stark zurückgegangen. „Auch wenn wir Honda, Suzuki und Yamaha haben – das allgemeine Interesse an Motorrädern sinkt [hier]“, sagt Toba.

Daher hebt Carmelo Ezpeleta, CEO des MotoGP-Ausrichters, die Bedeutung von Motorradprofis aus Japan hervor: „Es ist immer wichtig, dass japanische Fahrer vertreten sind. Und wenn einer davon zu den Spitzenreitern zählt, dann ist das umso besser für die Weltmeisterschaft. Dieses Land ist wirklich ein wichtiger Bezugspunkt für die MotoGP, da Honda, Yamaha und Suzuki eine gewaltige Präsenz im Markt haben.“

Engagierte Fans aus Japan

Wenn auch der Motorradabsatz weiterhin rückläufig ist: Die Begeisterung für die MotoGP hat in Japan zugenommen. Mehr als 96.000 Fans reisten für das Rennwochenende 2018 nach Motegi, im Vorjahr waren es noch 89.000. Die japanischen Fans sind für ihre Begeisterungsfähigkeit bekannt. Nach seinem Sieg in Katar verzeichnete auch Toba ein steigendes Interesse an seiner Person. „Ich hatte plötzlich zahlreiche neue Instagram-Follower. Fans schickten mir Nachrichten – darunter viele Japaner“, schmunzelt er.

Für Toba besteht der nächste Schritt darin, seinen Platz in der Moto3-Serie zu festigen und dann den Wechsel in die Spitzenklasse zu schaffen. „Mein Ziel ist es, die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Ich bin gerade in der Moto3. Meine Hauptaufgabe ist es, hier zu gewinnen. Dann [folgt] die Moto2. Ich hoffe, dass ich nach sechs Jahren vielleicht in der MotoGP-Klasse sein werde. Das ist mein Ziel.“

Er glaubt zudem, dass mit jedem Erfolg die japanische Leidenschaft für Motorräder größer wird. „Meine Hoffnung ist, dass ich die MotoGP in Japan ein wenig bekannter machen kann. Im Moment folgen ihr nicht so viele Leute. Ich hoffe, ich kann ihr zu mehr Bekanntheit verhelfen, zumal so viele MotoGP-Hersteller japanische Unternehmen sind.“

Dieser Beitrag wurde Sumikai im deutschsprachigen Raum exklusiv von cnn.com/sport zur Verfügung gestellt.“

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