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CNN-Spezial „Innovate Japan“: Wie ältere Menschen in Japan dank VR die Welt bereisen können

Mit VR das Fernweh stillen

Von den Kanälen Venedigs bis hin zur Golden Gate Bridge in San Francisco: Eine Gruppe älterer Menschen aus Japan bereist die Welt – und das, ohne sich auch nur ein Stück zu bewegen. All das verdanken wir Entwicklungen rund um die Virtual Reality-Technologie – und einem Team an der Universität Tokyo unter der Leitung von Kenta Toshima.

Als Therapeut reiste Toshima um die Welt und nahm 360-Grad-Videos auf, um sie seinen älteren Patienten zu zeigen. Er wollte ihnen helfen, wieder Freude und Motivation im Leben zu finden. Mit Einsatz der VR-Technologie war er in der Lage, das Fernweh all jener, die nicht mehr reisen können, zu stillen.

VR-Technologie stillt Fernweh

„Sie wollten noch mehr Aspekte von jenen Orten aus ihren Erinnerungen kennenlernen. Deshalb dachte ich, dass ich ihnen mehr zeigen konnte, indem ich die virtuelle Realität nutzte und ihnen [diese Orte] im 360-Grad-Modus zeigte“, erzählt er CNN Travel. „Mit der VR-Technologie können sie sich umsehen, wie sie wollen – und so das Filmmaterial aktiv erleben.“

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Toshima schloss sich mit Atsushi Hiyama, einem Dozenten und Assistenzprofessor für Geron-Technologien an der Universität Tokyo, zusammen. Gemeinsam wenden sie Technologien wie VR an, um die überalterte Gesellschaft Japans zu unterstützen. Sie lehren aktive Senioren, 360-Grad-Videos von ihren Reisen zu drehen und zu schneiden, um sie ihren weniger mobilen Freunden zu zeigen.

CNN-Spezial „Innovate Japan“ stellt VR-Reisen vor

Im Rahmen des CNN-Spezials „Innovate Japan“ besuchte CNN-Korrespondent Will Ripley eine ihrer Sitzungen an der Universität. Die Kursbesucher waren zwischen 53 und 90 Jahre alt und hatten sich bereits etwa ein Jahr lang mit der VR-Technologie befasst. Dort berichtete der  82-jährige Takeshi Maki etwa, dass er mit seiner 360-Grad-Kamera schon nach Hawaii gereist war.

„Ich habe [Freunde, die nicht reisen können], weil ich über 80 Jahre alt bin“, erklärt er. „Als ich ihnen das Material zeigte, waren sie so überrascht. Du weißt, dass die meisten älteren Menschen sich nicht bewegen oder reisen können, oder? Diese Kamera kann ihnen helfen.“

Laut Hiyama und Toshima arbeitet das VR-Reiseprojekt zusammen mit Pflegeeinrichtungen im Bereich der  körperlichen Rehabilitation. Sie hoffen, dass diese „Virtual-Reality-Ferien“ den älteren Patienten mit körperlichen und geistigen Problemen helfen können.

„Für die 80- und 90-Jährigen dieser Welt gibt es nicht so viele Dinge, die sie nicht schon persönlich erlebt haben“, sagt Toshima. „Wenn sie jedoch die virtuelle Realität sehen, werden Sie vor ihren Augen an einen anderen Ort geführt. Ich sah Leute, die aufstanden. Leute, die normalerweise nicht aufstehen können und die dann anfingen zu laufen. Es war so schockierend.“

„Auch wenn sich unsere körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeiten mit zunehmendem Alter verschlechtern, können wir mit Hilfe der VR-Technologie die Gesellschaft erleben und am Leben teilnehmen“, ergänzt Hiyama.

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