CNN Travel: Im Tempel, wo die ‘winkende Katze’ geboren wurde

Die Maneki-neko besitzt verschiedene Namen – wie etwa die winkende Katze oder die glück-liche Katze. Es wird allgemein angenommen, dass eine angehobene linke Pfote den Ge-schäftserfolg herbeiführt, während eine angehobene rechte Pfote zum Schutz im eigenen Hause dient.

Wenn auch viele die winkenden Katzen-Glücksbringer mit chinesischen Unternehmen in Ver-bindung bringen, haben die Maneki-neko ihren Ursprung in Japan. Es wird heute noch dar-über diskutiert, woher sie genau stammen. Eine Legende hat jedoch die Zeit überdauert und deutet auf ihren Ursprung in Gotokuji, gelegen in Tokios Setagaya-Bezirk, hin. Dort verfügen die Katzenfiguren über ihren eigenen Tempel.

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Bild: Bild: CNN Travel

Der Ursprung der Maneki-neko

Der örtlichen Überlieferung zufolge glich der Tempel im 15. Jahrhundert eher einer Hütte, die von einem Mönch betreut wurde. Er hatte Schwierigkeiten, von seinem mageren Einkommen zu leben. Trotzdem besaß er eine Katze, die er so sehr liebte, dass er sogar sein Essen mit ihr teilte. Eines Tages bat er die Katze, ihm Glück zu bringen.

Kurze Zeit später kehrten mehrere Samurai während eines Regensturms beim Mönchen ein und erklärten ihm, dass sie von seiner Katze herbei gewunken wurden. Der Mönch servierte ihnen Tee und teilte seine Lehren. Die Samurai waren äußerst begeistert und einer von ihnen stellte sich als Naotaka Li, Fürst von Hikone, vor. Der Legende zufolge hatten die Worte des Mönchs ihm die Augen geöffnet. So spendete der Fürst dem Tempel Reisfelder sowie Acker-land. Er betrachtete es als den Willen von Buddha.

Jahre später, als die Katze verstarb, wurde sie als Göttin names Shobyo Kannon, der Göttin der Barmherzigkeit, verehrt und ein Denkmal wurde auf dem Gelände für das Tier errichtet. Somit entwickelte sich der Tempel zu einem beeindruckenden Schrein, der heute noch Be-sucher aus aller Welt anzieht.

Der Tempel als Besuchermagnet

Heute hinterlassen die Besucher von Gotokuji ihre Talismane als Geste der Dankbarkeit für ihre erfüllten Wünsche. Die einheitlichen Maneki-neko bilden ein wahres Heer an Tausenden von kleinen Katzen. Noch mehr gibt es im Tempel zu kaufen, in allen erdenklichen Größen – von drei bis dreißig Zentimetern als Opfergabe oder Glücksbringer für zuhause.

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Bild: CNN Travel

Der Beitrag wurde Sumikai exklusiv für den deutschsprachigen Raum zur Verfügung gestellt. Im Original verfasst von Joshua Mellin, ursprünglich im Englischen erschienen auf CNN Travel/Quest’s World of Wonder unter:

https://edition.cnn.com/travel/article/maneki-neko-temple-tokyo/index.html

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