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Der Meisterarchitekt hinter Japans abgelegener „Kunstinsel“ Naoshima

Normalerweise befinden sich Museen in der Nähe von Städten oder sie sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.

Für Japans berühmte „Kunstinsel“ müssen Besucher jedoch eine weitere Reise auf sich nehmen. Nach einer Fahrt mit dem Zug oder dem Auto nach Okayama folgt eine Fährüberfahrt, um das kulturelle Angebot von Naoshima zu erreichen.

Die Insel in der Seto-Inlandsee beherbergt mehrere Museen. Diese wurden vom Pritzker-Preisträger und japanischen Architekten Tadao Andō entworfen. Andō ist bekannt für sein Geschick im Zusammenspiel von Beton, Licht und Schatten. Auf Naoshima liegen seine Gebäude ruhig in der Natur. Einige von ihnen, wie das Chichu Art Museum, liegen buchstäblich in der Erde begraben. Seine dreieckigen Galerien betrachtet man wohl am besten aus der Vogelperspektive.

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Bild: CNN

„Ich denke immer über Wege nach, wie ich Menschen aufs Neue begeistern kann“, berichtete der 76-Jährige im Gespräch mit CNN in seinem Studio in Osaka. „Jedes Jahr pflanze ich 50 Zentimeter hohe Bäume. Eines Tages sind die Gebäude in der Natur verborgen.“

In den Museen werden Werke nationaler und internationaler Künstler in Räumlichkeiten ausgestellt, die zum Dialog zwischen Kunst und Architektur einladen. Im Benesse House Museum werden beispielsweise Fotografien aus der Serie „Time Exposed“ (1980-1997) des japanischen Künstlers Hiroshi Sugimoto gezeigt – und das in einem Außenbereich mit Meerblick.

Die Fotografien, die wiederum selbst den Horizont und das Meer darstellen, fangen somit die Kraft der Natur und das Verstreichen der Zeit ein – zwei Kräfte, von denen Ando weiß, dass sie letztendlich selbst die Betonwände, an denen sie hängen, beeinflussen werden.

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Bild: CNN

Auch bei der Betrachtung der Kunst verfolgt Andō einen architektonischen Ansatz, indem er die Besucher mit Designelementen mental auf bestimmte Werke vorbereitet. So sind seine provokanten Betondurchgänge geschickt gewinkelt, um das Sonnenlicht durchzulassen.

„Es ist wichtig, dass du dir bereits beim Eintreten vorstellst, was auf der anderen Seite liegt“, erklärt Andō.

Dieser Beitrag ist Teil von CNN’s „Masters of Experience“-Serie und wurde Sumikai exklusiv im deutschsprachigen Raum zur Verfügung gestellt.

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