• Japan erleben

SDF – Die Frauen an der Front der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte

Während die japanische Bevölkerung schrumpft, wenden sich Japans Self-Defense Forces (SDF) an eine bestimmte Gruppe: Frauen.

Traditionell wurden Frauen in ganz Japan in die Haushaltsführung oder verwaltungsbezogene Rollen an den Schreibtisch verbannt. Ihre Rollen entwickeln sich jedoch zunehmend weiter. CNN erhielt in Zusammenarbeit mit dem Pulitzer Center on Crisis Reporting seltenen Zugang zu einem weiblichen Boot Camp der Marine und sprach mit einigen der Frauen an der Front der Verteidigung.

Gegenwärtig liegt der Anteil an Frauen im japanischen Militär bei nur 6,1 Prozent, verglichen mit 12,2 Prozent in Großbritannien und 16 Prozent in den USA. Japan will diese Zahl bis 2030 auf 9 Prozent erhöhen, steht jedoch vor der Herausforderung einer schrumpfenden Bevölkerung, die bis zum Jahr 2065 von 124 Millionen auf 88 Millionen sinken soll.

„Ich wollte in der Lage sein, die Nation zu verteidigen,“ erklärt Kokoro Isomura mit Blick auf ihre Motivation. „Ich bin nicht stark, also habe ich schon erwartet, dass die SDF körperlich hart wird. Es war jedoch viel schwieriger, als ich gedacht hatte. Ich habe zwar noch mit den 3.000 Metern und Liegestützen zu kämpfen, aber ich arbeite daran.”

Auch die ehemalige Krankenschwester Moeka Yoshinaka zeigt sich trotz der Herausforderung selbstbewusst: „Meine Freunde und Familie warnten mich, dass es schwierig wäre, die Nation zu schützen. Sie fragten, ob ich nicht Angst davor habe, aber ich fragte mich: ‚Wer wird den Job machen, wenn alle Angst haben?‘”

Akiko Hirayama führt ihre Entscheidung auf ein persönliches Schicksal zurück: „Japan wird von so vielen Naturkatastrophen getroffen – und unser Haus wurde im Juli tatsächlich überflutet. Mein Vater hat als Freiwilliger geholfen, es war so schrecklich. Er erzählte mir, wie unermüdlich die JSDF gearbeitet habe, um Menschen zu retten. Ich war wirklich bewegt und entschloss, den SDF beizutreten.“

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