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Japans 47 Präfekturen vorgestellt

Die Präfektur Fukuoka – Japans Tor in den Süden

Die Präfektur Fukuoka in der Region Kyushu verbindet die südlichste Hauptinsel Japans mit dem japanischen Festland. Mit einem der bekanntesten Tee-Anbaugebiete des Landes und als Ursprungsort der berühmten „Tonkotsu Ramen“ ist Fukuoka ein Paradies für Kulinarik-Fans, bietet aber mit uralten Tempeln und kleinen malerischen Orten auch sonst eine vielfältige Kultur und Natur.

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Wie viele andere heutige Präfekturen entstand Fukuoka aus der Zusammenlegung ehemaliger Provinzen im Zuge der Meiji Restauration. Ihr Name stammt von der gleichnamigen Hauptstadt, welche einst um die Burg Fukuoka herum entstand und später mit der Händlerstadt Hakata vereint wurde. Von Japans Hauptinsel Honshu aus erreicht man Fukuoka über die Kammon-Brücke und den unterirdischen Kammon-Tunnel, der neben Bahnverbindungen und einer Autobahn auch eine Fußgängerpassage besitzt.

Hauptstadt und vielfältige Metropole: Fukuoka Stadt

Die Stadt Fukuoka ist der Verwaltungssitz der gleichnamigen Präfektur und die achtgrößte Stadt Japans. Sie liegt in der Hakata Bucht und war daher schon früh eine Verbindung zum asiatischen Festland. Die Zusammenführung der ehemaligen Fischerei- und Händlersiedlung Hakata mit der Samurai-Stadt Fukuoka zeigt sich noch heute: Zwar heißt die Stadt selbst Fukuoka, der Hauptbahnhof jedoch trägt den Namen Hakata und auch der dortige Bezirk ist nach der damaligen Händlersiedlung benannt.

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Fukuoka schafft wie viele japanische Städte den Spagat zwischen Tradition und Moderne. So findet man hier jahrhundertealte Handwerkskunst wie beispielsweise die beliebten kleinen Hakata-Holzpuppen oder auch die aufwendig hergestellten Hakata-Ori Textilien. Gleichzeitig bildet das Einkaufs- und Unterhaltungszentrum Canal City mit seiner ungewöhnlichen sowie äußerst modern anmutenden Fassade einen wichtigen Teil des Stadtbildes.

Mentaiko (Pollackrogen) ist eine Spezialität von Fukuoka.
Mentaiko (Pollackrogen) ist eine Spezialität von Fukuoka. Foto von Fabienne Machner

Zudem ist Fukuoka besonders bekannt für zwei kulinarische Besonderheiten: Mentaiko (gesalzener Pollackrogen) und die geschmacksintensiven Hakata Tonkotsu Ramen (eine Nudelsuppe basierend auf einer Brühe aus Schweineknochen). Beides kann man an den vielen kleinen mobilen Yatai-Ständen genießen, die man jeden Abend in den Straßen und am Kanal findet. Tee-Fans dagegen kennen Fukuoka vor allem durch die Nähe zu Yame, einem der bekanntesten Anbaugebiete Japans, wo der berühmte gleichnamige Yame-cha herkommt.

Kulturelles Erbe

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Die Präfektur Fukuoka besitzt einige der bedeutendsten Tempel und Schreine Japans. Hier befindet sich beispielsweise mit dem Shofuku-ji der älteste Zen Tempel des Landes, der angeblich im 12. Jahrhundert vom Mönch Eisai nach dessen Rückkehr aus China gegründet worden ist. Neben dem Zen-Buddhismus soll er auch den Tee nach Fukuoka und damit nach Japan gebracht haben.

Auch die Stadt Dazaifu war lange Zeit eines der militärischen und kulturellen Zentren des Landes. Neben dem Nationalmuseum Kyushu ist sie vor allem für den Dazaifu Tenman-gu Schrein bekannt. Dieser ist einer der drei Hauptschreine des Tenjin, des zur Gottheit erhobenen Gelehrten Sugawara no Michizane. Er ist nicht nur ein wichtiges Kulturgut, sondern wird auch vor allem von Schüler*innen gerne besucht, um hier für Erfolg bei Abschluss- und Aufnahmeprüfungen zu beten.

Traditionelles Flair in Dazaifu, Fukuoka.
Traditionelles Flair in Dazaifu, Fukuoka. Foto von Fabienne Machner

Yanagawa – das „kleine Venedig“ in Fukuoka

Auch abseits der großen Städte und kulturellen Hochburgen hat die Präfektur Fukuoka einiges zu bieten. Der kleine Ort Yanagawa beispielsweise zeichnet mit seinen vielen kleinen Kanälen ein ungewöhnliches Bild von Japan. Ursprünglich wurden die mehr als 470 Kilometer langen Kanäle zur Bewässerung des umliegenden Farmlandes genutzt. Heute dagegen sind sie eine beliebte Attraktion und man kann bei Touren in den kleinen Holzbooten die Stadt besichtigen.

Die Kanäle von Yanagawa in Fukuoka haben der Stadt den Spitznamen "kleines Venedig" eingebracht.
Die Kanäle von Yanagawa in Fukuoka haben der Stadt den Spitznamen „kleines Venedig“ eingebracht. Foto von Fabienne Machner

Sonnenuntergang in der Präfektur

Ganz abseits der üblichen Touristenattraktionen findet man in der Präfektur auch einen der angeblich schönsten Sonnenuntergänge des Landes. Das weiße im Wasser stehende Torii und die beiden durch ein Seil verbundenen Meotoiwa Felsen machen Sakurai Futamigaura bei der Stadt Itoshima zu einem beliebten Ort der Einheimischen und Fotograf*innen.

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Mit einer Mischung aus kulturellem Erbe, traditionellem Handwerk und einer modernen Großstadt bietet Fukuoka damit eine Vielzahl an interessanten Orten. Mehr Informationen zur Präfektur Fukuoka gibt es auf Japan Travel.

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