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Die Schönheit von Japans Tohoku-Region und ihr Wiederaufbau

2011 zerstörte ein heftiger Tsunami die Küste von Japans Tohoku und damit zunächst auch ihre Schönheit. Die gesamte Ostküste war verwüstet. In der Bemühung, die Region wieder neu zu beleben und für Besucher interessant zu machen startete das japanische Umweltministerium einige Pläne.

Die Schönheit des Michinoku Wegs
Quelle: JapanToday

2013 begannen die Umsetzungen einiger dieser Pläne. Durch sie sollte die Schönheit der Region wieder hergestellt werden. Zu diesen Plänen gehörte auch das Erbauen des Michinoku Küstenwegs. Er soll dabei helfen, die betroffenen Gebiete zu unterstützen und gleichzeitig die unvergleichliche Schönheit der Region zu zeigen. Sein Name ist dabei abgeleitet von dem alten Spitznamen der Tohoku Region, Michinoku. Er besteht aus mehreren Wegen, die sich entlang der pazifischen Küste der Tohoku Region schlängeln. Insgesamt führt der Küstenweg Besucher beeindruckende 700 Kilometer lang an der Küste entlang.

Der Weg startet in der nördlichen Stadt Hachinohe in der Präfektur Aomori und endet in Soma, in der Präfektur Fukushima. Dieses Ende des Weges liegt nur etwa eine Stunde südlich von der größeren Stadt Sendai. Der Weg bietet den Besuchern die Möglichkeit, sich sowohl die Narben, die das Beben und der Tsunami hinterließen, als auch die wunderschöne, unberührte Natur zu bestaunen. Katastrophe und Schönheit sind in einer einzigartigen Kombination vereint. Denn von zahlreichen zerstörten Städten entlang des Weges bis hin zu grasigen Hügeln, felsiger Küste und Wasserfällen wird den Besuchern dort alles geboten.

Leider sind die Auswirkungen auch sieben Jahre später noch deutlich sichtbar. Neben all der Schönheit mancher Orte gibt es immer wieder Zerstörung zu entdecken. Ein Abschnitt des Küstenwegs führt durch die Stadt Kamaichi in der Präfektur Iwate im Süden der Region. Dort steht das Kamaishi Recovery Memorial Stadion, das den Opfern der Katastrophe gedenkt. Zugleich ist es auch ein Denkmal für die Kämpfe der Einwohner, die immer wieder durchhalten und ihre Region wiederaufbauen mussten.

Der Michinoku Küstenweg hat zahlreiche Höhepunkte der Schönheit und Erinnerung

Längst nicht alle Highlights des Weges können aufgezählt werden, denn jeder Teil erzählt eine ganz eigene Geschichte und zeigt seine einzigartige Mischung von Katastrophe und Schönheit, Zerstörung und Erhalt. Doch einige berühmte Orte sind im Folgenden aufgelistet.

Die Präfektur Aomori am Anfang des Wegs zeigt einige berühmte Orte, wie den Otsuka Strand und die grüne, von Gras bewachsene Küste Tanesashi. Diese Orte zeigen einen kleinen Vorgeschmack für die weitere Reise entlang des Pfades. Felsige Küsten und Pinien am Strand, das Rauschen des Meeres im Ohr, so werden viele Teile auf ihre eigene Weise aussehen. Viele Gebiete der natürlichen Schönheit und einer Kombination, die nicht an vielen Orten der Welt zu finden ist.

Weiter im Süden, in der Präfektur Iwate befindet sich der längste Abschnitt des Wegs. Besucher können endlos zerklüftete, felsige Klippen bestaunen, wie am Samurai Iishi Felsen in der Nähe der Stadt Kuji. Auch zahlreiche Fischerdörfer und kleine Shinto Schreine, wie auf der Insel Horaijima gibt es zu sehen. Bauten, die nicht nur die Schönheit der Natur zeigen und unterstreichen, sondern auch die ehemals belebten und zerstörten Orte präsentieren. Ein besonderes Symbol der Hoffnung ist der „Miracle Pine Tree“ am Jodogahama Strand. Denn er hielt der Zerstörungswut des Tsunamis stand.

In der Präfektur Miyagi können Touristen die Insel Oshima besuchen, die für ihre besondere Schönheit der Strände und die zahlreichen Sehenswürdigkeiten bekannt ist. Zu dieser Präfektur gehört auch die Matsushima Bucht, die eine der Berühmtesten Ansichten Japans zeigt. Auch die Hauptstadt dieser Region, Sendai, liegt mit auf dem Weg.

Der letzte Abschnitt führt bis in die Präfektur Fukushima. Hier gibt es besonders viele Auswirkungen der Zerstörungen zu sehen. Doch auch hier gibt es trotz der schlechten Presse noch Orte voller Schönheit zu bestaunen, wie zum Beispiel die Stadt Soma und der gesamte Norden der Präfektur.

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