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Drei Tipps für eine Reise in die Region

Drei Tipps für eine Reise in die japanische Region Setouchi

Die Präfektur Hyogo ist Teil der japanischen Region Setouchi und ist nur einen Katzensprung von Osaka und Kyoto entfernt. Wer eine dieser Städte besucht und eventuell anschließend einen Besuch in Hiroshima plant, sollte auf der Reise dorthin unbedingt in Hyogo Halt machen.

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Die Burg Himeji, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, zieht mit ihren weißen Dächern viele Besucher an und ist ein Muss für Samurai-Fans. Daneben gibt noch ein weiteres Juwel, das sich hinter der Stadt selbst versteckt.

Schwertschmiede in Hyogo inklusive Workshop

Der buddhistische Engyo-ji-Tempel aus der frühen Heian-Periode (10. Jahrhundert) wurde zwar als spiritueller Wallfahrtsort gegründet, ist aber heute vor allem als Drehort für „Der letzte Samurai“ und das NHK-Drama „Musashi“ bekannt.

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Japanische Schwerter bestehen aus einem besonderen Stahl, der den Namen Tamahagane trägt. Tamahagane wird unter Anwendung eines speziellen Schmelzverfahrens („Tatara“) aus Eisensand gewonnen. Bislang ist es der modernen Wissenschaft nicht gelungen, eine bessere Technologie zur Gewinnung von Tamahagane zu entwickeln. Das über eintausend Jahre alte Tatara-Verfahren ist daher die einzige Möglichkeit, den Stahl für die echten japanischen Schwerter zu liefern.

In der Schwertschmiede Kikyo Soun in der Stadt Aioi in der Präfektur Hyogo können Besucher den spannungsgeladenen Prozess des Schmiedens von Tamahagane, dem Material zur Herstellung von Schwertern, beobachten und die Herstellung eines kleinen Schwertes miterleben.

Um ein japanisches Schwert herzustellen, braucht es Geschick und viel Zeit
Um ein japanisches Schwert herzustellen, braucht es Geschick und viel Zeit.
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Die japanischen Schwerter, die von Kunsthandwerkern mit großem Geschick und viel Zeitaufwand hergestellt werden, waren einst Waffen für den Kampf. Doch heute stellen sie ein traditionelles Kunsthandwerk von glänzender Schönheit dar, das Besuchern einen Einblick in die traditionellen Fertigkeiten und die Kultur erlaubt.

Eine Reise in die Vergangenheit der Region Setouchi

Mit dem Shikoku Mannaka Sennen Monogatari können Reisende einen Schritt zurück in die Vergangenheit machen. Vorbei an Feldern und Bergen lässt sich ein faszinierender Ausflug an Bord dieses luxuriösen Sightseeing-Zugs unternehmen.

Mit dem Shikoku Mannaka Sennen Monogatari fährt man durch atemberaubenden Natur
Mit dem Shikoku Mannaka Sennen Monogatari fährt man durch atemberaubenden Natur.

Dabei kann man die wunderschöne Landschaft und köstliche Gerichte aus sorgfältig ausgewählten lokalen Zutaten, Sake und von Einheimischen liebevoll zubereitete Snacks, Kunsthandwerk und andere mit Bedacht ausgewählte Produkte genießen.

Jeder der Wagons ist einem anderen Thema gewidmet, inspiriert von den vier Jahreszeiten Japans.

Natürlich gibt es auch viele Leckereien während der Fahrt
Natürlich gibt es auch viele Leckereien während der Fahrt.

Der Zug schlängelt sich an kulturellen Sehenswürdigkeiten wie dem Zentsuji-Tempel und dem Kotohiragu-Schrein in der Präfektur Kagawa, und dem Iya-Tal in der Präfektur Tokushima, der Heimat der Nachfahren besiegter Heike-Krieger (Taira-Clan) entlang.

Reisende verlieren sich dabei in pittoresken Landschaften, einem noch unerschlossenen Waldgebiet und der Schönheit des Iya Tals.

Eine elegante Villa mit klassischem Garten und Teehaus

In Ehime gibt es viele Orte, an denen Besucher der Geschichte begegnen können. So sehen die Straßenbilder von Uchiko immer noch so aus wie in der Edo- und Meiji-Zeit.

Ehime ist die Präfektur mit der ältesten heißen Quelle Japans, dem 3.000 Jahre alten Dōgō-Onsen. Ausserdem gibt es in dieser Präfektur zwei von nur zwölf Schlössern, die vor der Edo-Periode (1603-1867), der Ära der Samurai, erbaut wurden. In der Hauptstadt Matsuyama können Sie die Schönheit ihrer Burg aus dem 17. Jahrhundert bewundern.

Im Garuy Sanso kann man die traditionelle japanische Architektur bewundern.
Im Garuy Sanso kann man die traditionelle japanische Architektur bewundern. Bild: Shoko Takayasu © 2019

In Ozu steht die Villa „Garyu Sanso„, die sorgfältig im traditionellen Architekturstil Japans, bei dem jeden Raum den Mond aus verschiedenen Blickwinkeln beherrscht, errichtet wurde. Von hier aus kann man leicht zum Stadtzentrum laufen und die authentischen Strukturen der industriellen Meiji-, Taisho- und Showa-Ära bewundern.

Dieser Teil der Stadt ist winzig und besteht aus nur etwa zwanzig, meist älteren Häuserblöcken mit Wohnungen und Geschäften. Würde man hier in einem Kimono spazieren gehen, bekäme man leicht das Gefühl, durch ein Zeitportal ins klassische Japan geschlüpft zu sein.

Die Holz-, Papier-, Bambus-, Ziegel- und Mörtelstrukturen sowie die Beschilderung, die aus einem anderen Jahrhundert zu stammen scheint, machen die Zeitreise zu einem besonderen Erlebnis. Man fragt sich, in welcher Epoche man sich gerade befindet.

Garyu Sanso ist eine subtile, zugleich aber auch ganz außergewöhnliche Villa. Sie wurde um 1907 erbaut, ist rustikal im Aussehen und traditionell in der Bauweise, aber künstlerisch in der Ausstattung.

Es dauerte zehn Jahre, die Villa zu entwerfen, basierend auf den Vorlagen der berühmten kaiserlichen Villen in Kyoto wie Katsura Rikyu und Shugakuin Rikyu.

Das Innere und Äussere der Villa ist geprägt von der Schönheit traditioneller Architektur, wie man sie in gewöhnlichen japanischen Häusern selten sieht. Der Garten ist mit tiefgrünem Moos bedeckt, das sich auf Boden und Steinmauerwerk ausgebreitet hat. Das schöne Grün der Bäume im Sommer und das farbige Herbstlaub bieten das ganze Jahr über eine grosse visuelle Vielfalt.

Die beste Zeit, um das Herbstlaub zu betrachten, ist von Mitte November bis Anfang Dezember. An Wochenenden und Feiertagen von April bis Oktober können Sie in dem charmanten Teehaus, das über dem Fluss Hiji liegt, Matcha-Tee und japanische Süßigkeiten genießen. Rund um die Villa sind ungewöhnliche Kunstobjekte zu finden, darunter Kürbis-Schnitzereien.

Eintrittspreis : 550 Yen Öffnungszeiten : 9 bis 17 Uhr (Schliesszeit 16:30 Uhr)

Die Villa kann mit dem Zug, dann zu Fuß oder mit dem Taxi erreicht werden. Von der JR Iyo Ozu Station sind es etwa 20 Minuten zu Fuß oder 5 Minuten mit dem Taxi.

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