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Ehemaliges Idol betreibt Ramen-Restaurant in Tokyo

Von der Bühne hinter den Herd

In Japan gibt es klare Vorstellungen, wie der Betreiber eines Ramen-Restaurants aussieht: Ein Mann mittleren Alters mit einer etwas schroffen Art, der vorher als Angestellter arbeitete, bis er genug Geld für einen eigenen Laden angespart hatte.

Ein Restaurant, das vor zwei Jahren in Tokyo eröffnete, entspricht diesem Klischee nicht. Die Besitzerin dieses Ramen-Shops war vorher ein waschechtes Idol. Die Eigentümerin des Yagumo heißt Mayuka Umezawa und gehörte einst zu der bekannten Idol-Band AKB48. Die mittlerweile 22-jährige Musikerin gab ihr Leben auf der großen Bühne auf, um ihren Gästen jetzt selbstgemachte Ramen zu servieren.

Die Speisekarte bietet verschiedenen Gerichte an, wie sie in zahllosen anderen Restaurants ebenfalls angeboten werden. Der Verkaufsschlager ist allerdings ein Miso-Gericht, das von der Eigentümerin sehr empfohlen wird und 800 Yen (6,50 Euro) kostet.

Zwischen Rampenlicht und Ramen-Küche

Die Idol-Karriere der jetzigen Köchin begann 2014. Durch eine Stellenanzeige suchte AKB48, Idols, die der Gruppe erst einmal nur zeitweise beitreten würden. Mehr als 10.000 junge Frauen bewarben sich. Insgesamt 50 Mädchen wurden ausgewählt, zeitweise Mitglied der Idol-Formation zu werden. Umezawa beschreibt diese Zeit als sehr konzentriert. Vorher hatte sie sich die Idols im Fernsehen angeschaut und war beeindruckt von ihren Fähigkeiten. Plötzliche trainierte sie selbst mit ihnen und stand sogar das ein oder andere Mal mit auf einer großen Bühne.

Während sie als Teilzeit-Idol an Videoaufnahmen und Shows teilnahm, blieb der jungen Frau eine zentrale Position verwehrt. Sie stand zwar mit den bekannten Idolen auf der Bühne, übernahm allerdings eher die Rolle einer Backup-Tänzerin. Gleichzeitig vertraten sie und die anderen Teilzeitkräfte die Hauptmitglieder bei den Proben vor den Shows oder nahmen in ihren Namen an Fan-Veranstaltungen teil.

Nach Ende der Konzerte, nachdem die Bühnen-Beleuchtung ausgegangen war, bemerkte die junge Musikerin aber bald, dass ihr etwas fehlte. Meist ging sie nach den Auftritten nach Hause und dann direkt in die Küche. Dort experimentierte sie mit Kochbüchern über Ramen und suchte die für sie perfekte Zusammenstellung für die Gerichte.

Ramen-Chefin Umezawa
Bild: Twitter / @MAYUKA_YAGUMO

Der AKB48-Vertrag endete nach sechs Monaten und Mayuka Umezawa verließ die Idol-Welt wieder. Zu diesem Zeitpunkt war die Experimentierphase noch nicht beendet. Es dauerte bis September 2017, bis die junge Köchin eine Ramen-Suppe zusammenstellte, die sie ihren Gästen auch anbieten konnte. Schon bald verkauften sich ihre Ramen so gut, dass das Ex-Idol eine eigene Restaurantkette aufbauen konnte. Mittlerweile besitzt sie vier Läden, in denen sie abwechselnd auch selbst am Herd steht.

Umezawa denkt heute gern an ihre Zeit als Idol zurück. Natürlich sei sie direkt nach dem Ende ihres Vertrags traurig gewesen, dass es nicht für die große Karriere gereicht hat. Allerdings habe diese Zeit der jungen Frau bewiesen, wie sehr sie Ramen liebe und das sie nichts anderes machen möchte.

Quelle: Twitter

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