Japan erleben Ein Ausblick auf die besten Reiseziele in Japan für 2019

Ein Ausblick auf die besten Reiseziele in Japan für 2019

Mit dem Jahresende von 2018 kommen auch zahlreiche neue Möglichkeiten und tolle Reiseziele für das neue Jahr. 2019 ist für Japan ein ganz besonderes und wichtiges Jahr. Mit dem Rugby World Cup und all den Vorbereitungen auf die olympischen Spiele 2020 haben viele dort eine Menge zu erleben. Doch auch für die persönlichen Reisepläne gibt es einige besondere Empfehlungen.

Ob abseits der ausgetretenen Pfade oder typischer Favorit – in Japan gibt es für jede neue Reise dorthin zahlreiche Möglichkeiten. Einige ausgewählte Reiseziele für das kommende Jahr werden im Folgenden vorgestellt.

Eine Reise zum einsamen Berg auf Rishiri Island

Mount Rishiri, Rishiri Island
Quelle: Wikimedia Commons

Rishiri Island ist einer der abgelegensten Orte Japans. Etwa 20 Kilometer westlich von Hokkaidos nördlichster Spitze liegt dieses Reise-Ziel. Im Zentrum der Insel steht der 1.721 Meter hohe Mount Rishiri. Ein ruhender Vulkan, der der Insel ihren Namen gab. In der Sprache der Ainu bedeutet „Rii Shiri“ „Hochinsel“. Im Sommer kann man dort Kajak zu fahren, Fischen, Wandern und auch Rad fahren. Im Winter ist die Region bekannt für einige von Japans besten Ski- und Snowboard-Strecken.

Die meisten Bewohner der Insel leben in der winzigen Stadt von Oshidomari Port. Dieser Ort beheimatet das Peshi-Misaki-Observatorium, das den Hafen von Oshidomari und den Berg Rishiri überblickt. Wie abgelegen diese kleine Insel ist, zeigt die Anbindung. ANA und JAL bieten saisonale Flüge zum Rishiri-Flughafen im Sommer vom New-Chitose-Flughafen. Im Winter jedoch ist die Anreise etwas komplizierter. Denn dann muss man zunächst zum nördlichsten Punkt Japans – nach Wakkanai – reisen.

Diesen Ort erreicht man ab Sapporo mit dem Auto, dem Bus, der Bahn oder mit dem Flugzeug. Eine Fahrt mit dem Zug ist jedoch schon von der größten Stadt in der Mitte der Insel recht zeitaufwendig. Von Wakkanai aus starten regelmäßig Fähren nach Oshidomari Port. Eine Fahrt mit dem Schiff dorthin dauert etwa eineinhalb Stunden und kostet 2.000 Yen (ca. 16 Euro).

Ein wenig besuchtes Reiseziel: Kanazawa in der Ishikawa-Präfektur

Kanazawa Station
Quelle: Wikimedia Commons

Von den zwei großen Städten Tokyo und Kyoto etwa gleich weit entfernt, an Japans nördlicher Küste, liegt die Stadt Kanazawa. Im Vergleich zum Süden des Landes und seinen beliebten und bekannten Städten ist dieser eher kleine Ort unterbesucht. Dies liegt zum Teil daran, dass es bis 2015 reichlich schwierig war, nach Kanazawa zu gelangen. Doch seit dem Ausbau der Hokuriku-Shinkansen-Linie ist die Stadt nun direkt mit Japans Hauptstadt Tokyo verbunden. Mit dem Hochgeschwindigkeitszug dauert es etwa zweieinhalb bis drei Stunden. Eine Fahrt kostet 14.000 Yen (ca. 110 Euro). Ziemlich kostspielig, doch mit dem JR Pass für Touristen ist auch dieses Reiseziel einen Besuch und die Reise dorthin wert.

Kanazawa entkam den Luftangriffen des zweiten Weltkrieges, die viele der älteren Bauten in den großen Städten Japans zerstörten. Somit ist dieser Ort einer der wenigen, in dem die historischen Stätten in guter Verfassung sind. Zu diesen besonderen alten Bauten gehört zum Beispiel auch Nagamachi, ein alter Samurai-Distrikt. Wenn man sich also für authentische alte Bauten und die Geschichte und Vergangenheit Japans interessierst, ist Kanazawa das perfekte Reiseziel.

Das Ski-Wochenende in Nozawa Onsen

Nozawa Onsen
Quelle: Wikimedia Commons

Während Niseko schon seit einiger Zeit – zumindest bei den internationalen Besuchern – den Titel des beliebtesten Ski Resorts in Japan hält, ist Nozawa Onsen ein vorbereiteter Herausforderer dieses Titels. Denn dieser Ort hat nicht nur ausgedehntes Gelände für Skifahrten und Snowboard-Touren, sondern auch einen ganz besonderen Charme. Dieser liegt in der besonderen Verfügbarkeit der Onsen (Thermalbäder). Es gibt dort 13 Onsen, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind, sowie zahlreiche andere, die mit individuellen Hotels und Unterkünften verbunden sind. Mitte Januar findet das stadtweite Nozawa-Onsen-Dosojin-Feuer-Festival statt. Alleine dafür lohnt sich bereits eine Reise in diesen besonderen Ort.

Im Gegensatz zu Niseko ist Nozawa Onsen dazu leicht mit dem Zug von Tokyo aus erreichbar. Es ist nur eine kurze Fahrt von Japans berühmtesten Affen im Jigokudani-Affenpark aus entfernt. Mit dem Hokuriku-Shinkansen ab dem Hauptbahnhof Tokyo oder der Ueno-Station geht es bis zum Iiyama-Bahnhof. Von dort aus kann man mit dem Bus oder dem Taxi weiter nach Nozawa Onsen fahren. Die gesamte Anreise dauert etwa zwei bis drei Stunden und kostet 10.000 Yen (ca. 80 Euro). Während der Ski-Saison ist es sogar noch einfacher, eine Reise in dieses Resort zu unternehmen. Denn dann fahren ab dem Narita-Flughafen viermal täglich direkte Busse dorthin. Eine Fahrt kostet ebenfalls 10.000 Euro und dauert etwa fünf Stunden.

Die Berg-Festung Iya Valley in der Tokushima Präfektur

Kazubarashi, Iya Valley
Quelle: Wikimedia Commons

Tief in den Bergen von Shikoku liegt Iya Valley. Dieser besondere Ort soll eine heimliche Zuflucht für besiegte Krieger des Taira-Klans im 12. Jahrhundert gewesen sein. Die Landschaft mit den tiefen, felsigen Schluchten und steilen Bergen ist malerisch. Mit dieser beeindruckenden Umgebung ist es auch für heutige Besucher ein wundervoller Rückzugsort von allem, was stresst und hetzt. Iya Valley bietet dank der schönen Natur das genaue Gegenteil der vollen, hektischen und betongrauen Großstädte und ist somit ein tolles Ziel für eine Erholungsreise.

Die beliebtesten Attraktionen dort sind die Iya- und Oku-Iya-Kazurabashi-Weinbrücken. Sie können tatsächlich noch genutzt werden, um das Tal zu überqueren. Sie sind jedoch nicht mehr im originalen Zustand, sondern zur Sicherheit mit zusätzlichen Stahlkabeln verstärkt. Diese beiden Brücken gehören zu den drei verbleibenden der ehemals 13 Brücken, die Transportverbindungen über das Tal darstellten. Die Iya- und Oku-Iya-Kazurabashi-Weinbrücken sind jedoch nicht nur so beliebt, weil sie besondere historische Brücken sind. Sie befinden sich außerdem nahe dem 50 Meter hohen Biwa-Wasserfall, was zusätzlich die Aussicht sehr beeindruckend macht.

Iya Valley kann von den Bahnhöfen Awa-Ikeda oder Oboke mit der Dosan-Linie erreicht werden. Diese Linie verbindet die Städte Okayama und Kochi in der Präfektur Tokushima. Limited-Express-Züge fahren einmal die Stunde von Okayama aus und brauchen etwa eineinhalb Stunden. Eine Fahrt kostet 3.500 Yen (ca. 28 Euro). Innerhalb der Region ist jedoch die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln weniger gut, weshalb ein Auto die beste Möglichkeit bietet, die Umgebung zu besichtigen.

Eine Reise zum Inselziel Zamami in Okinawa

Die schönsten Strände Japans - Furuzamami
Korallenriff vor Furuzamami Beach | Flickr © c_msmt (CC BY-ND 2.0)

Ganz im Süden des Landes gelegen ist Japans Präfektur Okinawa. Eine Stunde auf der Hochgeschwindigkeits-Fähre von Tomari Port in Naha entfernt liegt eine von Okinawas schönsten Inseln. Mit 600 Einwohnern ist sie die meistbewohnte der Kerama-Inselkette. Sie hat mehrere wunderschöne Strände und bietet eine unglaubliche Vielfalt unter Wasser. Dazu gehören zum Beispiel auch Seeschildkröten. All diese wunderbaren Naturschönheiten kann man beim Schnorcheln oder Tauchen erkunden. Okinawa ist generell aufgrund seines Klimas und der vielen Besonderheiten, die es vom Rest Japans unterscheidet, eine eigene Reise wert. Zamami bietet dabei besonders viele Attraktionen und Aktivitäten. In den winterlichen Monaten ist es möglich, Wale zu beobachten. Die Gewässer um die Insel herum sind die Brutstätte der Buckelwale. Sie kommen dort hin, wenn die nördlichen Teile des Bering-Meeres zu kalt werden.

Hochgeschwindigkeitsboote und sogar Autofähren verbinden Tomari Port auf der Hauptinsel mit Zamami. Die Autofähren legen einmal am Tag ab, die Hochgeschwindigkeitsboote fahren zwei bis dreimal täglich. Eine Fahrt dauert etwa zwei Stunden mit der Autofähre und kostet 2.120 Yen (ca. 16,80 Euro). Mit den schnelleren Booten dauert es nur eine Stunde, kostet dafür aber 3.140 Yen (ca. 24,90 Euro). Ist das Meer zu unruhig, können die Fähren jedoch nicht ablegen. Sie werden dann für teilweise längere Zeit ausgesetzt. Man sollte die Reise also für den Fall der Fälle mit ein wenig Puffer planen.

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