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Japan erleben Eindrücke aus Japan: Burg Matsumoto

Eindrücke aus Japan: Burg Matsumoto

Heute nehmen wir euch mit in die Präfektur Nagano – um genau zu sein zu einer der bekanntesten Burgen Japans. In der Stadt Matsumoto befindet sich die gleichnamige Burg Matsumoto, welche aufgrund ihrer schwarzen Farbe und der Dachkonstruktion auch oft als Krähenburg bezeichnet wird.

Die Geschichte der Burg Matsumoto (松本城) beginnt bereits im Jahr 1504 als durch den Ogasawara Clan die Burg Fukashi (深志城) gebaut wurde. Zu dieser Zeit herrschten Kriege im Land und die Burg wurde als Verteidigungsfestung für die Burg Hiyashi errichtet, welche sich dahinter befand. Die Herrschaft wechselte im Laufe der Zeit mehrfach bis hin zu Tokugawa Ieyasu. Dieser übergab die Burg schließlich an Ishikawa Kazumasa, der mit seinem Sohn die Festung mit einem Burgturm und weiteren Elementen erweiterte und damit der Burg ihr heutiges Erscheinungsbild gab.

1872 drohte der Burg nach Verkauf des Hauptgebäudes auf einer Auktion der Abriss, doch dieser konnte durch die Kooperation der Einwohner der Stadt abgewendet werden.

Umgeben ist die Burg von Wassergräben. Ein wunderbares Motiv ergibt hier die rote Brücke, die man allerdings nicht betreten kann. Innerhalb der Burgmauern befindet sich ein großer gepflegter Burggarten. In diesem laden Samurai- und Ninja-Statisten zum gemeinsamen Fotografieren ein.

Im Inneren der Burg muss man seine Schuhe ausziehen, um den alten Boden nicht zu sehr zu schädigen. Die Treppen sind meist sehr steil und in den Räumen ist es teilweise recht dunkel. In der zweiten Etage werden Ausrüstungsgegenstände sowie Feuerwaffen und Rüstungen ausgestellt. Vom obersten Stockwerk hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt Matsumoto, die Nordalpen und den Burggarten.

Beeindruckend ist auch der Tsukimi Yagura im unteren Teil der Burg. Ein Raum, der mit Schiebetüren in drei Richtungen geöffnet werden kann und den Blick auf den Burggarten frei gibt. Im Herbst findet dort das Moon Viewing Festival statt. Es heißt, dass man von dort drei Mal den Mond sehen kann: einmal am Himmel, einmal im Wasser am Boden und einmal im Sake-Becher in der Hand.

Zusammen mit der Burg Himeji und der Burg Osaka gehört die Burg Matsumoto zu den drei schönsten Burgen des Landes. Zudem wurde sie als eine der wenigen noch original erhaltenen Burgen zum Nationalschatz Japans ernannt.

Die Burg ist das ganze Jahr über von 8:30 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet (letzter Einlass 16:30 Uhr). Nur über Neujahr (29. Dezember bis 3. Januar) ist der Zugang geschlossen. Der Eintritt in das Innere der Burg kostet ¥ 610, für Kinder ¥ 300. Mit dem Ticket kann man zudem das benachbarte Museum besuchen.

Matsumoto ist aufgrund der guten Anbindung an Tokyo ein beliebtes Ausflugsziel. Vom Bahnhof Shinjuku kann man Matsumoto in etwa 2 Stunden 30 Minuten mit dem JR-Expresszug Azusa bzw. Super Azusa erreichen. Aber auch mit dem Highwaybus braucht man nur etwa 3 Stunden und bezahlt die Hälfte der Zugkosten. Vom Bahnhof Matsumoto benötigt man zu Fuß 15 Minuten bis zu Burg.

Weitere Informationen zur Burg findet ihr auf der offiziellen Webseite.

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3 Kommentare

  1. Eine kleine Frage zur roten Brücke über den Burggraben: Ist die Renovierung noch immer im Gange oder warum ist da Betreten verboten?
    Bei meinem Besuch vor 2 Jahren stand die Brücke wegen der Ausbesserung gerade im Trockenen. Ist das immer noch so?

    • Als wir letztes Jahr im Oktober dort waren, gab es keine Renovierungsarbeiten mehr und der Graben war schön gefüllt 🙂 Schade, dass du es mit trockenem gesehen hast. Ich finde Matsumoto ist wirklich eine der schönsten Burgen in Japan überhaupt. Ein guter Grund wieder hinzufahren 😉

      • Eigentlich haben die Japaner das damals recht clever gemacht. Das Wasser fehlte wirklich nur rund um die Brücke. Der Rest des Burggrabens war noch gefüllt. Aus der Perspektive, die hier auch als Titelbild gewählt wurde, hat man fast nicht gesehen, das da ein Damm aufgeschüttet war.
        Matsumoto ist definitiv einen Besuch wert. Neben der Burg git es ja noch ein paar weitere Highlights (z. B. das Schulmuseum) und als Ausgangsbasis für Wanderungen in die japanischen Alpen ist der Ort auch nicht schlecht gelegen.
        Mit Orange läuft gerade auch ein Anime der in der Stadt spielt. Da dürften in den nächsten Wochen und Monaten wohl einige Fans hinpilgern.

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