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Eindrücke aus Japan: Kinkakuji in Kyoto

Kyoto ist berühmt für seine zahlreichen Tempel und Schreine. Einen der meist besuchtesten hiervon stellen wir euch heute vor: der Kinkakuji, auch bekannt als goldener Pavillon.

Der Kinkakuji (金閣寺) datiert zurück in das Ende des 14. Jahrhundert. 1397 wurde er erbaut und diente dem Shogun Ashikaga Yoshimitsu als Ruhestandsvilla. Nach seinem Tod 1408 wurde das Gelände mit der Villa nach dem Wunsch Yoshimitsus zu einem Zen-Tempel umgewandelt. Das Tempelgelände trägt den förmlichen Namen Rokuonji (鹿苑寺).

Im Laufe der Geschichte wurde das Tempelgelände mehrfach zerstört. Vor allem während der Onin-Kriege (1467-1477), in denen die Gebäude des Tempels niederbrannten, wurde auch in der Stadt Kyoto selbst viel zerstört. Der Pavillon fiel dem Feuer allerdings nicht zum Opfer. Erst 1950 wurde der goldene Pavillon von einem fanatischen Mönch in Brand gesetzt. Das jetzige Gebäude wurde 1955 wieder aufgebaut. 1987 fanden Restaurierungsarbeiten an den Wänden und goldenen Plattierungen statt.

Durch den Brand und den Neuaufbau des Gebäudes verlor der Kinkakuji seinen Status als Nationalschatz, 1994 wurde er allerdings zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.

Kinkakuji Kyoto
© Sumikai/Runeko

Die Architektur

Jede der drei Etagen des Kinkakuji zeigt einen anderen Architekturstil.

Die unterste Etage ist im Shinden-Stil gehalten, der während der Heian-Zeit für Paläste verwendet wurde, bestehenden aus natürlichen Holzsäulen und weißen Wänden. Innen befinden sich Figuren Buddhas und Yoshimitsus, auch wenn für Touristen der Zutritt verboten ist. Das nächste Stockwerk ist im Bukke-Stil gehalten, welcher für Samurai-Häuser genutzt wurde. Hierin befindet sich eine Statur der Kannon Bodhisattva sowie Figuren der vier himmlischen Könige. Die oberste Etage ist im Stil eines chinesischen Zen-Tempels gebaut und zeigt neben zahlreichen Verzierungen halbrunde Fenster. Diese enthält weitere Bodhisattva-Figuren.

Die Dächer sind leicht nach außen geschwungen und erinnern an den Stil von Pagoden. Auf dem Dach befindet sich eine phönix-ähnliche Figur. Alle Etagen enthalten zudem einen Rundbalkon. Vor allem die Goldplattierung der beiden oberen Etagen ist die Hauptattraktion des Gebäudes und sowohl der Namensgeber des Kinkakuji, des goldenen Pavillons. Sie bilden zudem einen Kontrast zur untersten Etage.

Der Kinkakuji als Touristenziel

Der Kinkakuji gehört neben dem Kiyomizudera zu den berühmtesten Touristenzielen in Kyoto, denn vor allem an sonnigen Tagen bestechen der glänzende goldenen Anblick und die Reflektion im Teich um den Pavillon. Man sollte sich bei einem Besuch auf viele Touristen einstellen.

Vom Bahnhof Kyoto ausgehend erreicht man den Kinkakuji mit dem Stadtbus (Linie 101 oder 205). Die Fahrt dauert etwa 40 Minuten und kostet 230 Yen. Es gibt natürlich auch noch alternative Wege. Der naheste Bahnhof zum Tempelgelände ist Kitano-Hakubaicho. Der Kinkakuji ist täglich von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis liegt bei 400 Yen für Erwachsene und 300 Yen für Grund- und Mittelschüler.

Quellen
Japan-GuideJapanvisitorWikipedia

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