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Ein leckeres Frühstück ist eines der Highlights der Tour

Frühaufsteher-Wanderungen zeigen die besten Seiten Hiroshimas

Die Tourismus-Branche in Hiroshima hat nicht nur wegen der Pandemie schwer gelitten. Kleine Aktionen und unkonventionelle Ideen sollen jetzt wieder mehr Menschen für die Region begeistern. Risa Mimura ist eine echte Frühaufsteherin, die in den frühen Morgenstunden Wanderer an abgelegene Orte führt, an denen sie die Schönheit Hiroshimas bewundern können, wenn das Morgenrot sie in ein magisches Licht taucht.

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Die 35-jährige Japanerin verbrachte fast ein Jahr damit, die schönsten Wanderrouten auf den 139 Meter hohen Berg Futabayama in der Nähe des Bahnhofs Hiroshima zu erkunden. Mit der morgendlichen Aktion sollen wieder mehr Besucher für eine Übernachtung in der Region gewonnen werden. Denn die „Asageshiki-Tour“ richtet sich ausschließlich an Frühaufsteher.

Hiroshima aus verschiedenen Blickwinkeln

Neben einem atemberaubenden Blick auf die Stadt Hiroshima und die umliegende Gegend erweist sich vor allem das ausgefallene Frühstück als echtes Highlight der Tour. Dieses transportiert Mimura selbst auf einer großen Holzkiste zum Endpunkt der geführten Route. Angeboten werden lokale Köstlichkeiten wie schwarze Seebrasse aus dem Seto-Binnensee, getrocknete junge Sardinen aus der Ondo-Straße, Hühnerspezialitäten aus Hiroshima und verschiedene süße Leckereien.

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Die Frau hat in ihrer Kiste auch das passende Teegeschirr und Picknickdecken aus Jeansstoff dabei, wie sie ausschließlich in der Region Chugeku hergestellt werden. Die frühen Touren erwiesen sich nicht nur bei Japanern, sondern auch bei Ausländern, die in Japan leben, als echter Hit. Besucher aus den USA, Indien, Spanien und China waren voll des Lobes und sorgten dafür, dass die Führungen ein großer Erfolg wurden.

Für ihre Führungen verwendet Mimura immer wieder alte Schwarz-Weiß-Fotos der Stadt, die sie mit dem heutigen Stadtbild vergleicht. Auf diese Weise will sie an die düstere Geschichte Hiroshimas erinnern, die die Stadt mittlerweile hinter sich gelassen hat. Die Familie der Japanerin betreibt ein Unternehmen, das Kumano-Bürsten herstellt, ein traditionelles Handwerk aus der Region. Seit mehr als einem Jahrhundert werden die Bürsten in der Stadt Kumano (Präfektur Hiroshima) hergestellt.

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Traditionelles Handwerk soll erhalten bleiben

Mimura stieg als Markt-Analystin und Produktentwicklerin in den Familienbetrieb ein. Dabei stellte sie fest, dass viele Handwerker sich Sorgen um den Nachwuchs für ihre Branche machen und es immer schwieriger wird, junge Leute zu finden, die die Traditionen fortführen. Deswegen organisierte die junge Frau mit Gleichaltrigen aus anderen Geschäftszweigen eine Veranstaltung, um Menschen jeden Alters und jeder Nationalität für die Stadt und ihre Kultur zu begeistern. Aus diesem Event wurden schließlich die ungewöhnlichen Morgenwanderungen.

Die Touren sollen dabei helfen, den Charme Hiroshimas aus verschiedenen Blickwinkeln zu erkunden. Mimura hofft, dass nach der Pandemie viele Touristen aus aller Welt ebenfalls die Gelegenheit bekommen, sich Hiroshima anzusehen. Risa Mimura ist auch Direktorin der Organisation „My Japan“, die sich für die Förderung traditioneller Kultur und des Kunsthandwerks, vor allem bei jüngeren Menschen, einsetzt.

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