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Fukubukuro – Neujahrsshopping in Japan

Beim Thema Neujahr in Japan denkt man an Schreinbesuche und traditionellen Speisen, doch auch eine kommerzielle Tradition hat in Japan Einzug gehalten: Fukubukuro – das Einkaufen von Wundertüten.

Das Konzept der Fukubukuro wurde durch das Kaufhaus Matsuya in Tokyos Stadtteil Ginza entwickelt und hat sich in der späten Meiji-Zeit verbreitet. Es trägt somit eine gut 100 Jahre alte Tradition in Japan mit sich. Fukubukuro (福袋) steht wörtlich übersetzt für fuku () → Glück und bukuro / fukuro (袋) → Tüte, also Glückstüte.

Doch was verbirgt sich in diesen Tüten? Das weiß man vorher meist nicht, denn das ist das Prinzip hinter diesen Wundertüten. Natürlich sind es aber Waren aus dem entsprechenden Geschäft, welches die Tüten anbietet. Oft handelt es sich hierbei auch um Waren aus der vergangen Saison, die der Verkäufer aus seinen Warenlagern bekommen möchte. Inzwischen verraten aber manche Läden vorher, was sich in der Tüte verbirgt.

Fukubukuro – Neujahrsshopping in Japan
Hier wird schon gezeigt, was in der Tüte enthalten sein könnte.
| © Sumikai/Claudia Yoko-chan

Warum diese Tüten so beliebt sind, hat einen einfachen Grund: der Wert des Inhaltes ist meist das Doppelte oder Dreifache des Kaufwertes der Tüte. Kauft man also eine Fukubukuro für ¥ 10.000, können die Sachen in der Tüte gut ¥ 20.000~ ¥30.000 oder noch mehr wert sein.

Der Verkauf der Fukubukuro findet in Japan meist zwischen dem 1. bis 3. Januar statt, manche Geschäfte weiten diesen Zeitraum sogar bis zum 5. des Monates aus. Diese Zeit wird auch Hatsuuri (初売り) genannt, der erste Verkauf des Jahres. Die Stückzahlen der Fukubukuro sind begrenzt, wenn man also von seinem Lieblingsgeschäft eine ergattern möchte, sollte man sich rechtzeitig informieren und beim Kauf beeilen. Teilweise kann man inzwischen die Fukubukuro schon vorab online reservieren.

Fukubukuro – Neujahrsshopping in Japan
© Sumikai/Claudia Yoko-chan

Einer großen Berühmtheit unter den Japanern erfreuen sich die Wundertüten der Firma Apple, können darin auch Produkte wie MacBooks, iPhones oder iPods versteckt sein. Deshalb bilden sich schon Stunden vor Ladeneröffnung lange Schlangen vor den Geschäften. Auch Geschäfte wie Starbucks, UniQlo, Lush und der Elektronikladen Big Camera bietet in Japan Wundertüten zu Neujahr an.

Vor allem bei Frauen sind die Fukubukuro von Modegeschäften sehr beliebt, wobei man hier auf die Größenauszeichnung achten sollte. Ebenfalls Lolita-Marken wie Baby The Stars Shine Bright und Angelic Pretty machen beim Wundertüten-Verkauf mit. Hier kostet die besondere Tüte gern auch mal ¥ 50.000, beinhaltet aber dafür ein komplettes Lolita-Outfit mit allem was dazu gehört.

Ob sich der Kauf für einen lohnt, ist davon abhängig, was man selbst erwartet. Man weiß nicht, was man bekommt, und nicht immer sind nur nützliche Sachen in den Wundertüten enthalten. Hier kommt das Glück ins Spiel, welches den Reiz an dieser Neujahrstradition ausmacht. Ob leckeres Essen, Accessoires, teure Kleidung oder Technik, alles ist möglich.

Fukubukuro – Neujahrsshopping in Japan
© Sumikai/Claudia Yoko-chan

In den letzten Jahren kommt es auch vermehrt dazu, dass die Geschäfte keine Fukubukuro mehr anbieten, dafür aber vermehrt mit hohen Rabatten werben. Wer also zu Neujahr in Japan ist, kann nach Schreinbesuch und Festessen gern eine Runde durch die Einkaufsstraßen drehen.

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