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Gastartikel – eine Reise Tokyo und die Präfektur Okayama

Wenn man das erste Mal nach Japan reist, ist häufig Tokyo Anlaufstelle Nummer 1. Klar, es gibt viele aufregende Sachen in Tokyo zu entdecken. Einige davon werden euch heute in diesem Artikel vorgestellt.

Aber mal ganz ehrlich, wenn man nur die “goldene Route” bereist (Tokyo – Kyoto – Hiroshima) entgehen einem häufig die schönsten Ecken Japans. Und ich spreche aus Erfahrung. Natürlich habe ich mich zunächst ebenfalls auf die berühmten Sehenswürdigkeiten gestürzt, aber meine Lieblingsorte in Japan lagen dann doch ganz woanders. Und selbst nachdem ich alle 47 japanischen Präfekturen bereist habe, finde ich immer wieder neue Schauplätze, die mich faszinieren.

Heute möchte ich euch nur ein paar dieser Orte näher bringen – und zwar in der Präfektur Okayama.

Okayama liegt im Westen Japans in der sog. “Chugoku-Region”. Tatsächlich fährt man daran vorbei, wenn man den Shinkansen von Kyoto nach Hiroshima nimmt. Es würde also durchaus Sinn machen, dort einen Stopp einzuplanen zumal es ebenfalls eine Shinkansenhaltestelle hat.

Aber das allein soll natürlich nicht der Grund für euren Besuch sein. Ich hoffe, nach diesem Artikel erwägt ihr einen Besuch in Okayama.

Um euch die Sache ein wenig zu erleichtern, gibt es hier einen beispielhaften Reiseplan mit Aufenthalt in Tokyo und anschließender Weiterreise nach Okayama. Ich werde hier nur einen einzigen Tag in Tokyo beschreiben. Natürlich gibt es dort viel mehr zu tun, aber das wäre dann ein weiterer Artikel.

Die beschriebene Tour habe ich vor ein paar Wochen gemacht. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich die meisten Sehenswürdigkeiten bereits mehrere Male zuvor besucht habe. Die Fotos stammen allerdings tatsächlich alle von dem aktuellen Trip.

Tag 1: Tokio (30.10.2018)

Eine vergleichsweise recht neue Attraktion wurde schnell zum Symbol von Tokyo der Neuzeit: Der Tokyo Skytree.

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Tokyo Skytree

Der Turm ist mit seinen 634 m um einiges höher als der ebenfalls sehr bekannte Tokyo Tower. Diese Höhe war übrigens genau geplant und lehnt sich an die Region an, in der der Turm steht: Mu(6)-sa(3)-shi(4)

Es gibt zwei Aussichtsplattformen. Für jede muss man einzeln bezahlen. Auf der höchsten Plattform finden oft Ausstellungen statt, oft auch mit einem Anime-Thema. In diesem Fall lohnt sich der Aufpreis, ansonsten eher nicht.

Bei schönem Wetter hat man tatsächlich eine atemberaubende Aussicht und kann sogar den Berg Fuji erspähen. Auch abends lohnt ein Besuch durchaus, um die Nachtlichter der Großstadt zu bewundern.

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Es kann sein, dass man sehr lange anstehen muss. Es gibt Expresstickets (“Fast Skytree Tickets”), die man sich im Voraus kaufen kann. Damit muss man sich nicht anstellen. Der Haken ist hierbei, dass das Datum festgelegt ist und wenn ihr an dem Tag schlechtes Wetter habt, lohnt sich der Besuch des Turms kaum.

In den unteren Geschossen des Turms befindet sich das Einkaufszentrum Solamachi, wo man nach Souveniren Ausschau halten kann. Es gibt auch zahlreiche Restaurants und Cafés.

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Mittagessen im “Shokkan Solamachi”

Im 30. Stock befindet sich beispielsweise das Restaurant “Shokkan Solamachi”. Es bietet neben zahlreichen Menüs auch eine atemberaubende Aussicht. Natürlich zahlt man den Aufpreis für diese Aussicht, aber mein Mittagessen mit Sashimi war mit 2800 Yen durchaus bezahlbar.

Edo-Tokyo Museum

Falls man sich von den ganzen Einkaufspassagen im Solamachi losreißen kann, macht ein anschließender Besuch im Edo-Tokyo Museum Sinn. Mit dem Zug dauert es nur 6 Minuten (Oshiage – Asakusabashi). In dem Museum gibt es zahlreiche Nachbildungen von ehemaligen Gebäuden in Edo / Tokyo. Man lernt vor allem visuell über die Geschichte einer Weltmetropole, die sich insbesondere durch Naturkatastrophen bedingt immer wieder aus der Asche heraus neu aufbauen musste.

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Neben vielen Miniaturnachbildungen gibt es auch eine Nachbildung der berühmten Nihonbashi in Originalgröße.
Das Museum bietet ausreichende Informationen auf Englisch, so dass auch ausländische Touristen sich gut zurechtfinden.

Rikugien – japanischer Landschaftsgarten mitten in Tokyo

Tokyo hat erstaunlich viele und vor allem sehr schöne Landschaftsgärten. Man muss nur wissen, wo sie zu finden sind. Besonders zur Kirschblüte und natürlich im Herbst lohnt sich ein Besuch ganz besonders. Nur sollte man möglichst die Wochenenden meiden, weil es dann schon mal recht eng werden kann.

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Der Garten Rikugien liegt ca. 5-10 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Komagome entfernt. Es ist ein sehr weitläufiger japanischer Landschaftsgarten, in dem ihr auch ein Teehaus findet. Dort solltet ihr unbedingt Matcha und Wagashi (japanisches Konfekt) probieren während ihr die Schönheit des Gartens bewundert.

 

Der Namen des Gartens bedeutet “6 Gedichte Garten” und tatsächlich soll der Garten 88 verschiedene Szenen aus populären Gedichten wiederspiegeln.

Im Herbst wird es bereits sehr früh dunkel in Japan, ähnlich wie bei uns. Bis 17 Uhr solltet ihr daher euer Sightseeing beendet haben. Die meisten Sehenswürdigkeiten schließen auch zwischen 16 und 17 Uhr.

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Halloween in Shibuya

Extra-Tipp: Wenn ihr während Halloween in Tokyo seid, dann lohnt sich ein Abstecher nach Shibuya! Direkt am Bahnhof könnt ihr viele Leute in tollen Kostümen entdecken. Leider artet das in den letzten Jahren immer mehr aus, also ein wenig Vorsicht ist schon geboten.

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Übernachtung im Daiichi Hotel Annex (Shimbashi)

In Tokyo ist man oft überfordert, wo man denn nun sein Hotel buchen soll. Am besten natürlich an einem Bahnhof direkt auf der Yamanote-Linie wie z.B. Shimbashi. Von dort aus hat man auch einen guten Anschluss zum Flughafen Haneda. Nur ein paar Minuten zu Fuß vom Bahnhof Shimbashi entfernt liegt z.B. das Daiichi Hotel Annex, in dem wir dieses Mal übernachtet haben.

Natürlich sind Hotels mit einer derart guten Lage auch etwas teurer. Aber wenn ihr euch das gönnen wollt, macht das am meisten Sinn.

Ansonsten schaut euch mal um nähe Kamata, Kawasaki oder auch in Yokohama. Da kann man oft sehr viel Geld sparen und hat trotzdem eine sehr gute Anbindung zum Flughafen Haneda und ist auch schnell im Zentrum Tokyos.

Tag 2: Okayama (31.10.2018)

Um von Tokyo nach Okayama zu gelangen, nimmt man am besten den Shinkansen. Damit dauert es ca. 3,5 h und die Strecke wird auch komplett vom Japan Railpass abgedeckt.

Nachdem wir in unser Hotel direkt am Bahnhof Okayama eingecheckt hatten, ging es zunächst mal zum Mittagessen.

Mittagessen im “Ajitsukasa Nomura”

Direkt auf der Hauptstraße, die vom Bahnhof zu den beiden Hauptattraktionen Okayamas führt (Garten Korakuen und Burg Okayama), gibt es selbstverständlich auch einige Restaurants. Allerdings lohnt es sich, in die Seitenstraßen zu gehen. Dort entdeckt man oft die viel authentischeren und billigeren Optionen.

 

Hierzu zählt auch das “Ajitsukasa Nomura“, das seit 80 Jahren nunmehr in der 4. Generation leckeres Essen serviert. Ihr könnt “Katsu” bestellen. Das ist sowas ähnliches wie Schnitzel. Hierzu servieren sie ihr Geheimrezept, eine braune Soße, die es in dieser Zusammensetzung nirgendwo sonst gibt. Und sie hat wirklich fantastisch geschmeckt!

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Korakuen – einer von Japans Top 3 Landschaftsgärten

Nach dem Mittagessen haben wir uns auf den Weg gemacht zum berühmten Garten Korakuen, der zu Japans 3 schönsten Landschaftsgärten zählt.

Ich selbst habe mir bereits alle 3 gepriesenen Gärten angesehen und muss ehrlich sagen, dass Korakuen mein Favorit ist. Viele Besuche in verschiedenen Jahreszeiten zeigen mir immer neue Facetten in dem sehr weitläufigen Garten auf. Es gibt wirklich immer was zu entdecken!

Um zu dem Garten zu gelangen könnt ihr entweder vom Bahnhof Okayama 30 Minuten laufen oder ihr nehmt einfach die Straßenbahn.

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Für mich persönlich ist natürlich auch ein Highlight, dass man die Burg Okayama vom Garten aus sehen kann.

Burg Okayama

Ich bin ein großer Fan japanischer Schlösser und Burgen – und die Burg Okayama ist da natürlich keine Ausnahme.

Sehr auffällig ist hierbei die schwarze Außenverkleidung. Die Burg ist auch unter dem Namen “Krähenburg” bekannt und setzt dazu einen klaren Gegenpol zur Burg “Weißer Reiher” in Himeji, die übrigens nicht weit entfernt ist.

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Im Gegensatz zur Burg in Himeji findet sich hier allerdings nicht mehr das Originalkonstrukt. Leider wurde die Burg im 2. Weltkrieg zerstört und das, was wir heute bewundern, 1966 wieder aufgebaut.
Nichtsdestotrotz ist die Burg wirklich schön anzusehen. Im Inneren findet ihr ein paar Relikte und könnt auch altertümliche Kostüme anprobieren. Die Burg ist jedoch ganz klar von außen spektakulärer als von innen.

 

Vom obersten Stockwerk habt ihr eine tolle Aussicht!

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Abendessen und “Sushikurs” im Kidoairaku

Eine ganz besondere Erfahrung erwartete uns im “Kidoairaku“, wo sich ein recht berühmter Sushimeister unser annahm.

Er zeigte uns wie man schöne Verzierungen mit einer Gurke zaubert, wie man verschiedene Sushiarten zubereitet und wie man tatsächlich richtig mit Stäbchen isst. Letzteres wussten nicht mal die Japaner, die uns begleitet hatten.

Es war nicht ganz einfach, aber eine tolle Erfahrung.

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Im Anschluss durften wir unsere Kreationen dann auch verspeisen.

Das Restaurant ist leider nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, aber mit dem Taxi vom Bahnhof Okayama aus kein Problem und auch nicht zu teuer.

Tag 3: Bitchu-Takahashi mit Japans höchster Burg (01.11.2018)

Ganz früh am Morgen ging es von Okayama nach Bitchu-Takahashi.

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Die schnellste Möglichkeit ist hier der Limited Express-Zug “Yakumo”. In 35 Minuten seid ihr dort. Ihr könnt aber auch die Bummelbahn nehmen, wenn ihr Geld sparen wollt. Die braucht knapp unter 1 h.

Unkai – See aus Wolken

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Im Herbst (Okt – Nov) von ca. 7 bis 9 Uhr morgens könnt ihr ein Phänomen beobachtet, das “Unkai” heißt. Das bedeutet so viel wie “See aus Wolken”. Die Szenerie verschwindet komplett hinter den Wolken und nur ein paar Hügel bleiben sichtbar. Hierbei unter anderem derjenige, der die berühmte Burg Bitchu-Matsuyama auf sich trägt.

Leider wollten die Wolken an diesem Tag nicht so recht, aber es war trotzdem ein schöner Anblick.

Vom Bahnhof aus könnt ihr mit einem speziellen Taxi fahren, das man sich auch mit anderen Leuten teilen kann. Pro Person kostet die Reise hin und zurück 1500 Yen. Eine einfache Fahrt dauert ca. 20 Minuten. Ihr könnt das Taxi am Bahnhof reservieren.

Die Burg Bitchu-Matsuyama

Kurz darauf sind wir dann zu der Burg gefahren, die wir bereits von weitem sehen konnten.

Die Burg Bitchu-Matsuyama ist sehr berühmt, da sie eine der ältesten in Japan ist. Nur 12 originale Burgtürme überhaupt existieren heute noch in Japan. Die Burg Himeji ist zum Beispiel einer davon. Aber die Burg Bitchu-Matsuyama ist die höchste der noch existierenden Originalburgen. Mehr als genug Gründe, die Burg zu besuchen!

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Um zur Burg zu gelangen kann man vom Bahnhof aus laufen. Es sind allerdings fast 5 km und es geht viel bergauf. Oder man nimmt sich ein Taxi. Es gibt spezielle Taxis, die vom Bahnhof zur Burg fahren. Diese kann man sich auch mit anderen Leuten teilen. Genauso kommt man dann auch wieder zurück. 1 Fahrt kostet pro Person 500 Yen und dauert ca. 5-10 Minuten.

Vom Parkplatz aus muss man sich dann aber die letzten paar Höhenmeter tatsächlich hinauf schleppen. Es ist also keineswegs barrierefrei. Ist halt einfach noch ein Originalschloss und noch dazu das höchste in ganz Japan. Vom Parkplatz aus bis zum eigentlichen Burgturm dauert es ca. 20 Minuten.

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Natürlich könnt ihr auf dem Weg nach oben ein wenig die Aussicht genießen. Es sind noch sehr viele der Burgwände aus Stein vorhanden, die sehr beeindruckend sind. Neuerdings gibt es auch eine Katze, die einen mit etwas Glück auf dem Weg nach oben begrüßt. Leider war sie am Tag unseres Besuchs beim Arzt.

Mittagessen im “Uotomi”

In Takahashi gibt es auch ein paar alte Samurairesidenzen, die man sich ansehen kann. Nicht unweit davon haben wir im “Uotomi” unser Mittagessen verspeist.

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Dort gibt es eine gute Auswahl an verschiedenen typischen japanischen Gerichten.
Da es an dem Tag recht kalt war, hab ich mich für heiße Udon (Nudelsuppe) entschieden, aber Sashimi musste trotzdem sein.

Kiho – Hina-Puppen Workshop

Hina-Puppen sind allseits bekannt in Japan. Sie werden Anfang März während des “Hina-Fests” aufgetürmt. Das geschieht allerdings nur in Haushalten mit Töchtern. Demnach findet ihr in etwa jedem 2. Haushalt solche Puppen.

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Diese Puppen können je nach Größe und Design sehr teuer sein. In dem Workshop hat man uns gezeigt, wie die Puppen hergestellt werden.

Es war sehr interessant zu sehen, wie viele Einzelschritte dafür nötig sind. Der Kopf kommt interessanterweise als letztes drauf.

Leider macht so ein Workshop vermutlich nur Sinn, wenn ihr Japanisch könnt.

Verstecktes Dorf: Fukiya Furusatomura

Mit einem der ältesten noch fahrenden Busse in Japan ging es dann weiter zu einem recht versteckten Dorf in den Bergen.

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Fukiya Furusatomura ist berühmt für “Bengara“. Dabei handelt es sich um ein Farbpigment, das aus oxidiertem Eisen entsteht. Die Farbe des Pigments ist rötlich und so sieht man in dem Dorf diese rötliche Färbung fast überall, angefangen bei den Dachziegeln.

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Es gibt dort auch einen Tunnel zu einer Mine, den ihr beschreiten könnt. Leider hatten wir dafür nicht genug Zeit.

Mit dem Bengara-Farbstoff lässt sich natürlich vieles machen und so kann man in dem Dorf auch Kleidung kaufen, die so gefärbt wurden. Wir durften mit Bengara-Farben eine Stofftasche bemalen. Das war auch sehr interessant.

Abendessen im “Ryori Ryokan Tsurugata” in Kurashiki

Nach unserer Rückkehr ging es direkt zur Unterkunft für diese Nacht im “Tsurugata“. Es ist ein sehr traditionelles japanisches Gästehaus mit Tatamimatten, öffentlichem Bad und Futons. Das Gebäude ist das zweitälteste in dem historischen Viertel von Kurashiki.

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Unser Abendessen haben wir direkt auf unserem Zimmer eingenommen. Es wurde ein Mehrfachgängemenü mit Liebe zum Detail serviert, wie man es von der traditionellen japanischen Küche gewohnt ist. Das Gästehaus wurde sogar ausgezeichnet für sein Abendessen.

Tag 4: Kurashiki und Kibi-Ebene (02.11.2018)

Geweckt wurden wir mit einem tollen Ausblick im Gästehaus Tsurugata auf unseren eigenen japanischen Garten.

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Gestärkt vom Frühstück ging es dann direkt los. Sehr praktisch, dass die Unterkunft direkt am Fluß Kurashiki und somit direkt im historischen Viertel liegt. Man kann sofort mit dem Erkunden loslegen und verliert so keine Zeit.

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Kurashiki wird gerne auch als “Venedig Japans” bezeichnet. Und wenn man mal Fotos gesehen hat, wird man vermutlich in Zustimmung nicken. Entlang des Flusses Kurashiki reihen sich zahlreiche historische Bauten, Kunstmuseen sowie kleine, niedliche Cafés und Restaurants.

Auf dem Fluß kann man auch eine Bootstour machen. Diese ist zwar sehr kurz, aber man erhält nochmal einen ganz anderen Blickwinkel. Wer also Zeit und Lust hat, sollte sich das nicht entgehen lassen.

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Eines meiner Highlights in Kurashiki ist das “Toy Museum”. Dort findet ihr eine riesige Ausstellung an Spielzeugen, Puppen, Masken, Drachen usw. aus vielen Jahrzehnten und Regionen Japans.

Es ist wirklich schwierig, sich bei all den niedlichen Cafés für eines zu entscheiden. Wir sind ins “Kudamono Komachi Parlor“.

Kudamono bedeutet “Früchte” und genau das bekommt man dort auch serviert. Leckere, frische Früchte mit Pfannkuchen, als Smoothie oder Parfait. Da ist für jeden etwas dabei.

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Man kann sowohl draußen neben einem Bambuswald sitzen oder im 2. Stock auf Tatamimatten die Aussicht genießen. Die Bedienungen sind ebenfalls sehr niedlich gekleidet.

Im Grunde genommen kann man in Kurashiki auch gemütlich den gesamten Tag verbringen, aber wir hatten noch ein weiteres Ziel auf dem Plan.

Fahrradtour durch die Kibi-Ebene

Von Okayama aus kann man zahlreiche Radtouren starten. Eine der beliebtesten ist die Route entlang des Kibi Flachlands.

Man beginnt in der Regel vom Bahnhof “Bizen-Ichinomiya” und fährt an zahlreichen Momotaro Monumenten vorbei, an Schreinen und Tempeln. Okayama ist berühmt für die Legende von Momotaro und die Tour bietet Gelegenheit, mehr darüber zu lernen.

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Das Ziel befindet sich am Bahnhof “Soja”, wo man sein zuvor gemietetes Fahrrad problemlos wieder abgeben kann. Von da aus ist es ein Katzensprung mit dem Zug zurück nach Kurashiki oder Okayama.

Abendessen im “Hamura Chaya”

Nach all dem Radfahren hatten wir natürlich Hunger. In einem Nebengebäude des Bahnhofs Kurashiki auf den obersten Stockwerken findet ihr zahlreiche Restaurants. Wir haben uns für “Hamura Chaya” entschieden. Von dort aus habt ihr eine tolle Aussicht auf den Bahnhof.
Serviert werden viele verschiedene Speisen in kleinen Schälchen, so dass ihr vieles probieren könnt ohne euch sofort satt zu essen.

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Die Spezialität hier ist ein Sesam-Tofu mit “Kuzuan”.

Wir haben an diesem Punkt unsere Reise beendet und sind nach Tokyo zurück. Natürlich könnt ihr die Reise auch fortsetzen, z.B. nach Hiroshima oder in die andere Richtung nach Himeji und dann Kyoto.
Ich hoffe, ich habe euch einen guten Einblick vermitteln können, was ihr in der Präfektur Okayama so alles machen könnt.

Es ist wie gesagt sehr schade, wenn man sich bei einem Japanaufenthalt ausschließlich in Tokyo aufhält. Und manchmal hat man keine Lust auf die viel zu überlaufenen Sehenswürdigkeiten in Kyoto. Dann ist es gut, wenn man ein paar Alternativen kennt.

Wart ihr schon mal in Okayama? Wie hat es euch dort gefallen?

Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Gastartikel von Zooming Japan. Das Coypright der Bilder liegt daher auch bei Zooming Japan.

Möchtet ihr euch einen Gastartikel bei uns veröffentlichen? Dann schreibt uns.

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