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Geschichte Japans – Jōmon-Zeit Teil 1

Die Jōmon-Zeit (縄文時代, jōmon jidai) hat ihren Namen durch den amerikanischen Zoologen Edward S. Morse erhalten, der eigentlich die ansässigen Muschelhaufen untersuchte und dabei auf Keramik mit Schnurmustern stieß.

Zu Beginn bezeichnete man die Fundstücke als Keramik der Ainu oder Muschelhügelkeramik, doch die wörtliche Übersetzung Morses (縄 (jō) – Seil, Tau usw., 文 (mon) – Zeichen, Muster) hat sich schließlich etabliert und wurde für die gesamte Periode verwendet.

Anhand der Keramik kann man die Jōmon-Zeit in fünf weitere Perioden unterteilen, wobei sich die genauen Daten, wie schon zur Altsteinzeit, stark unterscheiden.

• Frühste Jōmon-Zeit (ca. 14.500-7.500 BC bis ca. 5.000-4.000 BC)
• Frühe Jōmon-Zeit (ca. 5.000-4.000 BC bis ca. 3.500-2.500 BC)
• Mittlere Jōmon-Zeit (ca. 3.500-2.500 BC bis ca. 2.400-1.500 BC)
• Späte Jōmon-Zeit (ca. 2.400-1.500 BC bis ca. 1.000-900 BC)
• Endjōmon-Zeit (ca. 1.000-900 BC bis ca. 300 BC)

Dieser Teil beschäftigt sich mit den ersten beiden Perioden der Jōmon-Zeit.

Man geht davon aus, dass in der frühsten Jōmon-Zeit nach wie vor die meisten Leute in Kantō lebten, da dort, wie für ihre Vorfahren, durch die Flüsse und schützenden Berge die am besten geeignete Stelle war. Auch an der nördlichen Küste lebten viele Menschen.

Während im Inland weiterhin viel gejagt wurde, stellte sich die Nahrung im Norden auf Muscheln und Fisch um. Es wurden unter anderem aus Knochen gebaute Angelhaken gefunden, aber auch Dechsel oder Querbeile aus Sandstein, Schiefer oder anderem weichen Stein. Damit gruben sie vor allem Stärke enthaltende Wurzeln oder Knollen aus. Nüsse und Samen wurden zermahlen.

Schon damals begannen sich einzelne Gemeinden aus ca. zehn bis 15 Leuten zu bilden. Die Feuerstelle war noch draußen platziert und es wurden kleine Hunde gehalten, die eventuell die Vorfahren des heutigen Shiba Inu sind.
Je nach Region verwendete man unterschiedliche Materialien, um die Keramiktöpfe zu verzieren. In Kantō und Kyūshū wurden geschnitzte Stöcke benutzt, im Norden Muschelschalen.

In der frühen Jōmon-Zeit wurden die Menschen durch die immer noch weiter ansteigenden Temperaturen weiter landeinwärts gedrängt. Da damit auch ein weiterer Meeresspiegelanstieg verbunden war, wurden Kyūshū und Shikoku zu Inseln.

Einige Tiere, wie zum Beispiel Berglöwen, starben aus, dafür entwickelten sich viele neue Muschelarten und vermehrten sich rasch. Zu den Hauptnahrungsmitteln gehörten nach wie vor Fleisch, Fisch und Nüsse. Gejagt wurden sehr viele unterschiedliche Tiere, unter anderem Rehe, Eber, Bären, aber auch Otter und Marder. Neben Fischen wurden mittlerweile auch eine Fülle an Muscheln, Austern und Schalentieren gesammelt.

Die Dörfchen baute man in Form eines Hufeisens an, meistens an Klippen. Dabei handelte es sich um Grubenhäuser, also Häuser, die in den Boden eingelassen sind. Da die Menschen immer sesshafter wurden, mussten die Häuser immer öfter aus- und verbessert werden. Die Menschen begannen innen Pfosten aufzustellen, die stark genug waren, um problemlos ein Dach zu halten.

Essen wurde ebenfalls in Gruben gelagert, sowohl im als auch außerhalb des Hauses. Man stapelte abwechselnd Blätter und Nüsse, um alles möglichst trocken zu halten.
Aus dieser Zeit wurden vor allem viele aus Holz hergestellte Gegenstände gefunden. So gab es neben den normalen Werkzeugen wie Bögen und Querbeilen auch Ruder, und sogar Kämme. Interessanterweise wurden auch aus Knochen hergestellte Nadeln und Fingerhüte gefunden.

Der nächste Teil beschäftigt sich mit den letzten drei Epochen der Jōmon-Zeit, wobei noch genauer auf die unterschiedliche Keramik eingegangen wird.

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