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Warum wurde die japanische Stadt zum Ziel für die USA?

5 Fakten zum Atombombenabwurf auf Hiroshima

In Hiroshima gedenkt man zum 75. Mal dem Atombombenabwurf, dem ersten Atomangriff der Welt.

Drei Tage nach der Bombardierung Hiroshimas am 6. August 1945 warfen die Vereinigten Staaten eine zweite Atombombe auf Nagasaki ab. Japan kapitulierte am 15. August und beendete damit den Zweiten Weltkrieg und im weiteren Sinne seine fast ein halbes Jahrhundert andauernde Aggression gegen die asiatischen Nachbarn.

Warum wurde Hiroshima als Ziel für die Atombombe ausgewählt?

Hiroshima war ein wichtiges japanisches Militärzentrum mit Fabriken, Militärstützpunkten und Munitionseinrichtungen.

Historiker sagen, dass die Vereinigten Staaten die Stadt wegen seiner Größe und Landschaft als geeignetes Ziel auswählten und es sorgfältig vermieden, die Stadt vorzeitig mit Brandbomben zu bombardieren, damit amerikanische Beamte die Auswirkungen des Atomangriffs genau einschätzen konnten.

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Die Vereinigten Staaten sagten, die Bombenangriffe hätten die Kapitulation Japans beschleunigt und die Notwendigkeit einer US-Invasion in Japan verhindert. Einige Historiker sagen heute, dass Japan bereits kurz vor der Kapitulation stand, aber in den USA gibt es immer noch eine Debatte.

Wie lief der Abwurf ab?

Um 8.15 Uhr warf der US-B-29-Bomber Enola Gay die 4 Tonnen schwere „Little Boy“ aus einer Höhe von 9.600 Metern auf das Stadtzentrum und zielte auf die Aioi-Brücke.

Die Bombe explodierte 43 Sekunden später, 600 Meter über dem Boden. Sekunden nach der Detonation betrug die geschätzte Temperatur am Bodennullpunkt 3.000 bis 4.000 Grad Celsius.

Fast alles innerhalb von 2 Kilometern vom Bodennullpunkt wurde durch die Explosion und die Hitzestrahlen zerstört. Innerhalb einer Stunde begann ein „schwarzer Regen“ aus hoch radioaktiven Partikeln auf die Stadt zu fallen, der eine zusätzliche Strahlenbelastung verursachte.

Wie viele Menschen kamen durch die Atombombe ums Leben?

Bis zum 31. Dezember 1945 starben schätzungsweise 140.000 Menschen, einschließlich derer mit strahlenbedingten Verletzungen und Krankheiten. Insgesamt also 40 Prozent der Einwohner von Hiroshima.

Alle Menschen in einem Umkreis von 500 Metern vom Ground Zero starben an diesem Tag.

Bis heute beträgt die Gesamtzahl der Todesopfer, einschließlich der Menschen die an strahlenbedingten Krebserkrankungen starben, etwa 300.000. Heute hat Hiroshima 1,2 Millionen Einwohner.

Welche Auswirkungen hatte die Strahlung

Viele Menschen, die der Strahlung ausgesetzt waren, entwickelten Symptome wie Erbrechen und Haarausfall.

Die meisten Menschen mit schweren Strahlungssymptomen starben innerhalb von drei bis sechs Wochen. Andere entwickelten Gesundheitsprobleme im Zusammenhang mit Verbrennungen und strahleninduzierten Krebsarten und weitere Krankheiten.

Die Überlebenden haben ein höheres Risiko, an grauem Star und Krebs zu erkranken.

Etwa 136.700 Menschen, die im Rahmen eines staatlichen Unterstützungsprogramms als „Hibakusha“, wie die Opfer genannt werden, zertifiziert wurden, sind noch am Leben und haben Anspruch auf regelmäßige kostenlose Gesundheitsuntersuchungen und -behandlungen.

Die Gesundheitsüberwachung von Hibakusha der zweiten Generation begann vor Kurzem. Japans Regierung gewährte den Opfern keine Unterstützung, bis schließlich 1957 auf Druck der Opfer ein Gesetz verabschiedet wurde.

Man sieht immer wieder Origami Papierkraniche in Verbindung mit Hiroshima, wieso?

Überall in Hiroshima sieht man“Origami-Papierkraniche“.

Sie wurden zu einem Symbol des Friedens, weil Sadako Sasaki, während ihres Kampfes gegen die Leukämie Papierkraniche mit Medikamentenverpackungen faltete, nachdem sie eine alte japanische Geschichte gehört hatte, dass denen, die tausend Kraniche falten, ein Wunsch erfüllt wird.

Sadako war 2 Jahren alt, als die Atombombe abgeworfen wurde und erkrankte mit 10 Jahren an Leukämie und starb wenige Monate später.

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama brachte vier Papierkraniche mit, die er selbst faltete, als er im Mai 2016 Hiroshima besuchte.

Obamas Kraniche sind jetzt im Hiroshima Peace Memorial Museum ausgestellt.

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