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HomeJapan entdeckenGeschichteAusbruch des Mount Aso verursachte vor zehntausenden Jahren Japans größten pyroklastischen Strom

Ein Einblick in die bewegte Geschichte des Mount Aso

Ausbruch des Mount Aso verursachte vor zehntausenden Jahren Japans größten pyroklastischen Strom

Vor 90.000 Jahren ist der Mount Aso, der heute zu der japanischen Präfektur Kumamoto gehört, ausgebrochen. Forschende haben inzwischen herausgefunden, dass der pyroklastischen Strom, der dabei erzeugt wurde, mit einer Länge von 170 Kilometern der größte ist, der jemals in Japan registriert werden konnte.

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Am 16. März gab Tomohiro Tsuji, ein Assistenzprofessor für Geologie von der Yamaguchi University, bekannt, dass erst im vergangenen Dezember erneut Ablagerungen dieses pyroklastischen Stroms auf einer Baustelle entlang einer Autobahn im Bezirk Tokuji-Yunoki der Stadt Yamaguchi entdeckt wurden.

Ablagerungen konnten eindeutig dem Mount Aso zugeordnet werden

Die freigelegte Gesteinsschicht ist zwischen 20 und 50 Zentimeter dick und besteht aus mehreren dünneren Schichten, die orangen sowie dunkelgraue Verfärbungen aufweisen.

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Die Ergebnisse der Gesteinsanalyse liegen bereits vor. Ihnen zufolge enthalten die Schichten glasige Bestandteile und Mineralkristalle, die sich dem vierten calderabildenden Ausbruch des Mount Aso, dem „Aso-4“, zuordnen lassen.

Des Weiteren wurde in den Ablagerungen verkohlte Holzfragmente gefunden, die darauf hinweisen, dass der pyroklastische Strom über 300 Grad heiß gewesen muss.

Die Spuren des großen Ausbruchs sind auch heute noch zu finden

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Der Ausbruch vor 90.000 Jahren bedeckte den gesamten Archipel mit Asche. Sein pyroklastischer Strom reichte bis in die Binnengebiete der Präfektur Yamaguchi, wo auch heute noch häufig entsprechende Ablagerungen entlang der Flüsse Fushinogawa und Kotogawa gefunden werden.

Laut Tsuji sei es außerdem sehr wahrscheinlich, dass der Strom seiner Zeit den Notanidao-Pass passiert hat. Zwar wanderten pyroklastische Ströme manchmal auch über das Meer, aber dieser spezielle Fluss sei auch in der Präfektur Yamaguchi heiß geblieben, was darauf hindeutet, dass das Wasser den Berg Aso zu dieser Zeit nicht von der Präfektur getrennt hat.

„Ich war überrascht zu erfahren, dass der pyroklastische Strom so weit gereist ist, was zeigt, dass er so stark war.“

Tsuji kündigt darüber hinaus bereits an, dass er weitere Untersuchungen durchführen und stromaufwärts entlang des Sabagawa-Flusses nach weiteren Hinweisen suchen werde.

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