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HomeJapan entdeckenGeschichteDaigokumon-Tor des Nara Palace Site Historical Park erstrahlt in altem Glanz

Das Tor wirkt wie ein Portal in eine andere Zeit

Daigokumon-Tor des Nara Palace Site Historical Park erstrahlt in altem Glanz

Im Jahr 2017 war mit dem Wiederaufbau des majestätischen Daigokumon-Tores in der japanischen Präfektur Nara begonnen worden. Nun kann es im staatlich geführten Nara Palace Site Historical Park wieder in seinem alten Glanz erstrahlen.

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Das auch als Minami-mon (Südtor) bekannte Gebäude diente in der alten Hauptstadt Heijokyo in der frühen Nara-Zeit (710-784) als Eingangstor zum Daiichiji Daigokuden-in, dem Gelände der kaiserlichen Audienzhalle des Heijo-Palastes. Das Daiichiji Daigokuden-in wiederum stand seinerzeit im Zentrum vieler wichtiger Staatszeremonien. In seiner Mitte steht die Daiichiji Daigokuden-Halle, die 2010 restauriert wurde.

Alter Name des Tores ging im Laufe der Geschichte verloren

Da es keine Aufzeichnungen gibt, die einen Hinweis auf den ursprünglichen Namen des Tores geben, wurde ihm ein neuer Name gegeben. Die Bezeichnung Daigokumon erhielt es mit dem Beginn des Restaurierungsprojektes.

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Der Restaurierungsplan wurde vom Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus erstellt. Er basiert auf Ausgrabungsergebnissen, die vom Nara National Research Institute for Cultural Properties bereitgestellt wurden.

Die Restaurierung, bei der ausschließlich traditionelle Bautechniken angewandt wurden, kostete insgesamt etwa 5,6 Milliarden Yen (etwa 41 Millionen Euro).

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An der Zeremonie zur Enthüllung des Tores am 19. März nahmen etwa 80 Personen teil. Auch der Gouverneur von Nara, Shogo Arai, war anwesend.

Weitere Restaurierungsprojekte sind bereits geplant

Bis 2025 will das Ministerium des Weiteren das Toro-Gebäude auf der Ostseite des Daigokumon restaurieren lassen. Die Wiederaufbauarbeiten hierfür sollen bereits in diesem April beginnen.

Einem Beamten zufolge erwägt das Ministerium auch den Wiederaufbau des Sairo-Gebäudes auf der Westseite und die Restaurierung des Klosters.

Takashi Nakamura, Leiter des Asuka Historical National Government Park Office des Ministeriums, kommentierte: „Wir hoffen, dass die Besucher sich vorstellen können, wie staatliche Zeremonien durchgeführt wurden, und dass sie dabei die Geschichte der Nara-Zeit spüren.“

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