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Die Monster, die wir riefen: Garappa

Garappa sind Verwandte des Kappa auf der Insel Kyushu. In vielen Punkten ähneln sich Kappa und Garappa, aber es gibt auch einige Unterschiede!

Heute stellen wir euch dieses Wesen vor und, dass ihr nach Lesen des Artikels diese beiden Arten zu unterscheiden wisst!

Ihr Name

Garappa ist eine lokale Mundart von Südkyushu des Wortes Kappa, was „Wasserkind“ bedeutet und eine uralte Bezeichnung für diese Art von Yokai ist. Obwohl „Garappa“ eine Varation des Wortes „Kappa“ ist, sind die Wesen nicht identisch!

Ihr Aussehen 

Artikelbild - Zwölf Arten von Kappa (Foto: Wikimedia Commons, Public Domain)
Zwölf Arten von Kappa (Foto: Wikimedia Commons, Public Domain)

Sie ähneln optisch den Kappa sehr. Beide haben viel mit einer Schildkröte und einem Frosch gemeinsam: Lange Arme, einen zum Schwimmen geformten Körper mit einem Rückenpanzer, ein schnabelähnliches Maul, Schwimmhäute und eine schuppige Haut. Da sie sich mit ihren Beinen menschlich fortbewegen können und Haupthaar besitzen, werden sie auch als humanoide Wesen eingestuft. In der Mitte ihres Kopfes befindet sich eine schalenartige Einlassung, in der Kappa und Garappa stets Wasser bewahren müssen. Wird dieses verschüttet, so können sie sich nicht mehr bewegen und sterben nach kurzer Zeit.

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Der Garappa ist wesentlich größer als der Kappa und verfügt über doppelt so lange Beine, sodass diese seinen Kopf überragen, wenn er in seiner typischen Position wie ein Frosch hockt und auf Beute lauert. Zudem sind Garappa schlanker und haben einen längeren, stromlinienförmigen Körper als ihre bekannteren Verwandten.

Ihr Lebensraum

Garappa und Kappa fühlen sich beide in Gewässern jeglicher Art zuhause: Flüsse, Seen, Teiche und Ströme sind ihr bevorzugter Lebensraum. Dabei kommen Garappa ausschließlich auf Kyushu vor. Wie ihre nahen Verwandten können auch sie in menschliche Siedlungen eindringen oder sogar in Gebirgen zu finden sein.

Ihre Geschichten

Garappa gelten als sehr scheu und werden weitaus weniger gesichtet als die Kappa. Ausgewachsene Artgenossen leben gerne alleine und treffen sich nur zu besonderen Anlässen und ihrem Lieblingssport, dem Sumô-Kampf, in dem sie Profis sind. Sie essen wie die Kappa gerne Gurken und Innereien jeglicher Art. Die Vorliebe von Kappa für rohe, menschliche After-Schließmuskel – ja, das ist widerlich und sehr skurill! – teilen sie glücklicherweise nicht. Sie sind im Vergleich zu den Kappa eher praktisch und grobmotorisch veranlagt und etwas weniger gebildet. So spielen sie eher selten menschliche Brettspiele oder bedienen sich der menschlichen Sprache.

Zeichnung eines Kappa von Katsushika Hokusai (Grafik: Wikimedia Commons, Public Domain)
Zeichnung eines Kappa von Katsushika Hokusai (Grafik: Wikimedia Commons, Public Domain)

Doch die seltenen Treffen mit Menschen fallen oft unschön aus. Sie sind extrem gewitzt und gerne führen sie Menschen in die Irre, ärgern oder erschrecken sie und tricksen sie aus. Ein verbreitetes Ärgernis ist der Gestank von Garappa-Fürzen, denn sie besitzen drei Darmausgänge und sondern daher viel mehr Gas aus als wir. Sie sind wesentlich stärker als Menschen und können diese körperlich problemlos überwältigen. Es kommt dabei nicht selten zu Übergriffen an wehrlosen Frauen, denn Garappa sind sexuell sehr aggressiv. Selten kommt es bei Garappa-Angriffen zu Todesfällen durch Ertränken ihrer Opfer.

Wenn es Menschen einmal gelingt, Garappa zu überlisten, sind diese in ihrem Stolz beleidigt, aber gehen einen Gegendienst als Wiedergutmachung ihrer Taten ein. Dabei halten sie stets ihr Wort und legen ihre hinterlistige Art vollkommen ab. Diese Garappa dienen den Menschen, aber geben ihnen auch Teile ihrer Weisheit mit auf den Weg. So sollen die Menschen auf Kyushu von Garappa das Fischen, das Reispflanzen und sogar Papierfaltkunst gelernt haben. Im Shinto wurden sowohl sie als auch die Kappa mit der Zeit auf den Status von Wassergottheiten erhoben und verehrt, und diese Wesen siedeln sich seitdem gerne auf dem Gelände von ihnen wohlgesonnenen Schreinen an.

Unser Podcast

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